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Verfahrenstechnik 9/2022

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Verfahrenstechnik 9/2022

BETRIEBSTECHNIK 03 Daten

BETRIEBSTECHNIK 03 Daten können beliebig zwischen LIMS und Endgerät ausgetauscht werden Durch die moderne LES-Funktionalität erreicht das Labor auch einen höheren Qualitätsstandard und erfüllt die regulatorischen Auflagen von GxP, CFR 21 Part 11, ISO 17025 und weiteren Richtlinien. Neben der Zeiteinsparung reduziert man auch Fehlerquellen, die in einem modernen Labor auf ein Mindestmaß verringert werden sollen. Hier wird das Tablet zum ständigen Begleiter und mobilen Datenerfassungsgerät der Labormitarbeiter. Die Anbieter in der Laborinformatik stellen unterschiedliche Softwarer-Plattformen zur Verfügung. Besonders flexibel sind diese Lösungen, wenn sie sowohl online als auch offline Daten erfassen können. Damit hat man als Benutzer ein breiteres Einsatzspektrum, da man mit dem Tablet auch schon mal Daten erfassen möchte, wo kein Netzwerk verfügbar ist. Wenn der Laborprozess zum Beispiel die Datenerfassung im Freiland (Probenahme) oder in einem Lagerraum in Betriebsnähe (Ex-Schutz) stattfinden soll, gibt es dort in der Regel kein Netzwerk. Dafür verfügen diese Produkte über eine Offlinedatenbank, die sich zu einem späteren Zeitpunkt mit der zentralen Datenbank repliziert. In der Regel verfügen diese Softwareprodukte auch über weitergehende Funktionen, zum Beispiel dem Erzeugen von Fotos und dem Einscannen von Barcodes. Höhere Flexibilität erhält man durch die Eingabe von Freitexten und Kommentaren, die bei manchen Betriebssystemen (etwa Android) sogar per Spracheerfassung eingegeben werden können. Mit dieser zweiten Stufe zur Abbildung der Laborprozesse und der gesteuerten Ausführung der Methoden erreicht man einen weiteren Meilenstein beim Projekt der Labordigitalisierung und liegt nun etwa bei 70 Prozent des Gesamtprojektes. STUFE 3 Das Thema der Rohdatenarchivierung im Labor ist bereits seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil der Digitalisierung. Messgeräte liefern Daten als digitale Messwerte (Stufe 1), aber auch in Form von Dateien unterschiedlichster Bauart. Bereits seit vielen Jahrzehnten gibt es den Ascii-Standard, der die Daten in einem Industriestandard darstellt, sodass sie mit einem beliebigen Texteditor geöffnet und interpretiert werden können. Hierbei ist zu erwarten, dass auch in Zukunft diese Daten lesbar sein werden. Ziel der Rohdatenarchivierung ist dabei, die Daten langfristig verfügbar zu machen, zum Beispiel in einer relationalen Datenbank. Gängige LIMS verfügen über die Ablage solcher Daten in einem sogenannten Blob/Clob-Format. Wenn vor der Ablage der Daten die Dateien, wie unter Stufe 1 beschrieben, interpretiert und sogenannte Metadaten extrahiert wurden, können diese Metadaten hilfreich für die Recherche innerhalb dieser Rohdaten sein. Auch hierbei bieten die gängigen LIMS eine Volltextsuche an, die eine Rohdatenbank nach bestimmten Kriterien durchsuchen kann. Neben den Ascii-Dateien können natürlich auch XML-, PDFoder PDF-A-Dateien archiviert und für eine Datenrecherche zur Verfügung gestellt werden. Mit dieser dritten Stufe zur Digitalisierung Ihres Labors haben Sie das Ziel für dieses Projekt erreicht. Sie können somit den kompletten Lebenszyklus von der Erzeugung über die Prozesse bis hin zur Archivierung der Daten sicherstellen. Bilder: iCD, DC Studio – stock.adobe.com www.icd-system.com AUTOR Guido von Dahlen, Geschäftsführer, iCD System GmbH, Köln LES – LAB EXECUTION SYSTEM Das LES – Lab Execution System übernimmt die geführte Ausführung von Methoden (SOP: Standard Operating Procedure). Arbeitsschritte der SOP werden im LES strukturiert abgebildet. Der Labormitarbeiter wird durch das LES geführt und arbeitet die Schritte in der vorgegebenen Reihenfolge ab. Ein LES wird aus diesem Grund gerne im regulierten Umfeld (zum Beispiel Pharma) eingesetzt, um die Prozessreihenfolge zu gewährleisten. LES wird entweder als Zusatzmodul angeboten oder als voll integrierte Funktion im LIMS. 38 VERFAHRENSTECHNIK 2022/09 www.verfahrenstechnik.de

BETRIEBSTECHNIK SCHNELLE MONTAGE VON ABSTREIFERN Der FGP-Kopfabstreifer soll sich für die regelmäßige Reinigung und Desinfektion einfach montieren und demontieren lassen. Die Abstreifblätter sollen sich schnell und unkompliziert tauschen und spannen lassen. Das reduziert laut Hersteller den Verschleiß und verhindert Schäden. Der Abstreifer eignet sich für Bänder in den Breiten von 100 bis 1.500 mm. Die Standard-Blattbreiten reichen von 300 bis 1.500 mm. Die Blätter lassen sich auf die benötigte Länge einkürzen. Für zusätzlichen Schutz gegen Lebensmittelkontaminationen ist das Abstreifblatt optional in einem für Metallscanner erfassbarem Material erhältlich. Die Oberflächen sind glatt, aus Edelstahl oder aus lebensmitteltauglichen Kunststoffen. Bakterien könnten hier schlecht anhaften und sich vermehren. Die für Lebensmittel zugelassenen Sekundärabstreifer FGS bestehen aus Edelstahlkomponenten. Die Abstreifer lassen sich schnell wechseln und ermöglichen damit eine unkomplizierte Reinigung und Desinfektion. Anwender können diese Variante für Bänder ab 305 bis 1.829 mm nutzen. Das Abstreifblatt besteht aus einem FDA-konformem, für Lebensmittel zugelassenen Kunststoff. Eine weiche Kunststofflippe erlaubt zudem den Einsatz bei unebenen oder weichen Bandoberflächen. Die FGP- als auch die FGS-Abstreifer sind kompatibel mit Endlos- und mechanisch verbundenen Bändern. www.flexco.com DETEKTIERBARE TRANSPORTRIEMEN UND FÖRDERBÄNDER improve what moves Ressourcen und den Geldbeutel schonen Mafdel stellt verschweißbare Förderriemen und -bänder für Anwendungen in der Lebensmittelindustrie her. Um Hygieneprobleme gar nicht erst aufkommen zu lassen, habe Mafdel einen Zusatz entwickelt, der direkt in den PU-Werkstoff eingebracht wird und den Bändern antimikrobielle Eigenschaften verleiht. Ein weiterer, metalldetektierbarer Bestandteil, der ebenfalls direkt in das Rohmaterial eingebracht werde, ermögliche es, Gurtfragmente, die eventuell in Lebensmittelprodukte eindringen könnten, mithilfe von Detektoren zu lokalisieren. Die Förderriemen und -bänder seien beständig gegen Chemikalien, Öle und Fette. Dank ihrer glatten Oberfläche soll das Anhaften von Lebensmittelrückständen vermieden werden. Die Reinigung sei einfach. www.mafdel-belts.com/de Das iglidur ® ECO-Gleitlagerprogramm schont Ressourcen: ECO H, ECO P, ECO A180 und ECO G bestehen aus Regranulaten der seit vielen Jahren bewährten Top-Materialien. Sie sind genauso wie alle anderen schmier- und wartungsfreien Gleitlager-Werkstoffe getestet und ihre Lebensdauer ist online berechenbar. Gleitlager aus regranulierten Kunststoffen Schmier- und wartungsfrei Ressourcenschonend Innovationen 2022 ... für die Lagertechnik .de/news Tel. 02203-9649-145 info@igus.net motion plastics ® D-1338-iglidur ECO 135x185_CC.indd 1 31.08.22 10:33 www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2022/09 39