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Verfahrenstechnik 6/2026

Verfahrenstechnik 6/2026

ANZEIGE ELEKTRIFIZIERUNG

ANZEIGE ELEKTRIFIZIERUNG DER PROZESSWÄRME NEUER SCHNECKENWÄRMETAUSCHER ERREICHT BIS ZU 650 °C Mit der LiquiCore-Technologie präsentiert Köllemann ein neuartiges, vollständig elektrisches Heizkonzept für Schüttgüter. Durch den Einsatz eines Flüssigmetallkerns schließt das System die Lücke zwischen klassischen Trocknern und Hochtemperatur-Verbrennungsanlagen. Die jüngsten Weiterentwicklungen erweitern das Temperaturfenster nun auf 145 °C bis 650 °C Die thermische Behandlung von Schüttgütern ist ein energieintensiver Prozess, der Anlagenbetreiber vor zunehmende Herausforderungen stellt. Herkömmliche Schneckenwärmetauscher, die bislang indirekt mit Wärmeträgerfluiden wie Thermoöl oder Dampf betrieben werden, stoßen bei sehr hohen Temperaturen an physikalische und wirtschaftliche Grenzen. Die Köllemann GmbH begegnet diesem Problem mit dem LiquiCore, einem Hochtemperatur-Schneckenwärmetauscher für elektrische Prozesswärme. Dieses innovative System verzichtet gänzlich auf flüssige Wärmeträgerfluide und reduziert so die Anlagenkomplexität, den Wartungsaufwand sowie potenzielle Leckagerisiken drastisch. INNOVATION FLÜSSIGMETALL-PRINZIP Das Herzstück der Technologie ist eine elektrisch beheizte Schneckenwelle mit einem hermetisch abgeschlossenen Kern. Im Inneren dieses Kerns sind integrierte Heizelemente in ein niedrigschmelzendes Metall eingebettet. Durch den gezielten Einsatz hitzebeständiger Edelstähle und einer innovativen Bismut-Zinn-Legierung als Wärmeüber tragungsmedium konnte die Einsatzbandbreite des Systems kürzlich massiv ausgebaut werden. Da die spezielle Legierung bereits bei 138 °C schmilzt, kann die Maschine nun schon ab einer Prozesstemperatur von ungefähr 145 °C effizient arbeiten. Nach oben hin verschieben die neuen Werkstoffe die Leistungsgrenze auf bis zu 650 °C. Im flüssigen Zustand sorgt das Überträgermedium für eine extrem schnelle und homogene Wärmeverteilung über die gesamte Wellenlänge. Um den Wärmeeintrag in das Schüttgut zusätzlich zu maximieren, kann optional auch der Trogmantel elektrisch beheizt werden.Der vollständig elektrische Betrieb bringt nicht nur Vorteile bei der Infrastruktur, sondern auch in der Prozesssteuerung. Das System ermöglicht eine exakte Temperaturregelung und zeichnet sich durch kurze Reaktionszeiten aus. Dies garantiert eine homogene, reproduzierbare Hochtemperaturprozessführung. Gleichzeitig punktet die Technologie mit hoher Energieeffizienz und einer sehr schnellen Regelbarkeit. Um eine optimale Integration in bestehende Anlagen zu gewährleisten, erfolgt die Auslegung kundenspezifisch unter Einsatz warmfester Werkstoffe, optimierter Schneckengeometrien und modernster Steuerungs- und Regeltechnik. ANWENDUNGEN IN DER SCHÜTTGUT- UND UMWELTTECHNIK Aufgrund seiner Leistungsfähigkeit eignet sich der LiquiCore ideal für anspruchsvolle Umwelt- und Hochtemperaturanwendungen. Das Apparatedesign prädestiniert ihn für Prozesse wie die Pyrolyse, die Kalzinierung, die Hochtemperatur- Trocknung sowie die thermische Aktivierung von Feststoffen. Ein besonders wachsendes Anwendungsfeld in der Umwelttechnik ist die thermische Desorption persistenter Schadstoffe, wie beispielsweise per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS). Hier kommt der Apparat bei der Aufbereitung kontaminierter Böden, der Behandlung von Klärschlämmen oder bei der Reaktivierung beladener Adsorbenzien zum Einsatz. Mit dem LiquiCore Hochtemperatur-Schneckenwärmetauscher steht der Schüttgutindustrie somit eine Technologie zur Verfügung, die nicht nur höchste Prozesstemperaturen sicher beherrscht, sondern durch den rein elektrischen Betrieb auch einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung industrieller Wärmeprozesse leisten kann. Bild: Köllemann www.koellemann.de 40 VERFAHRENSTECHNIK 2026/06 www.verfahrenstechnik.de

BETRIEBSTECHNIK DESINFEKTIONSMITTEL FÜR KREISLAUFSYSTEME UND PRODUKTIONSANLAGEN Vink Chemicals hat für grotanol 3025 die EU-weite Zulassung gemäß der Biozidprodukt-Verordnung (BPR) als Desinfektionsmittel der Produktart PT 2 für CIP und industrielle Oberflächen erhalten. Die Zulassung umfasst den Einsatz von grotanol 3025 zum Wischen und Moppen, Sprühanwendungen (etwa in Tanks), zum Eintauchen sowie dem CIP-Verfahren (Cleaning-in-Place) - jeweils unter sauberen und verschmutzten Bedingungen (clean/dirty). Unter die Produktart PT 2 gemäß BPR Verordnung (EU) 528/2012 fallen Desinfektionsmittel, die nicht für eine direkte Anwendung bei Menschen und Tieren bestimmt sind. Mit der EU-Zulassung als PT 2-Desinfektionsmittel profitieren Anwender von den vielseitigen Möglichkeiten, die grotanol 3025 bietet. Das Produkt ist eine Mischung aus CMIT/MIT (3:1) (CAS-Nr. 55965-84-9) und Glutaraldehyd (CAS-Nr. 110-30-8), es zeichnet sich durch eine breite Wirksamkeit gegen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze aus. Dabei weist das Mittel eine sehr geringe Schaumbildung auf, es wirkt schnell und lässt sich leicht sowie rückstandsfrei abspülen. Oberflächen, die sich mit grotanol 3025 desinfizieren lassen, sind zum Beispiel Arbeitsflächen, Maschinen, Geräte, Utensilien, Böden und Wände, außerdem Innenflächen von Rohren, Behältern, Füllvorrichtungen, Mischern und von anderen Maschinen. Damit ist das Produkt von Vink Chemicals unter anderem für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrie relevant. Bild: Vink Chemicals/Prostock-studio - stock.adobe.com www.vink-chemicals.com/de/ WIE DENIOS GEFAHRSTOFFSCHUTZ NEU DENKT Wer Gefahrstoffe sicher handhaben will, braucht mehr als einen feuerfesten Schrank und ein bisschen Absperrband. Denios weiß das seit 40 Jahren - und liefert deshalb keine Einzellösungen von der Stange, sondern durchdachte Sicherheitskonzepte, die wirklich zusammenpassen. Konzepte, die nicht beim ersten Audit ins Wanken geraten. Beratung, normgerechte Produkte oder digitale Überwachung: Bei Denios greifen viele Bausteine ineinander wie Zahnräder. Kein Element steht für sich allein, kein Aspekt bleibt dem Zufall überlassen. Das Ergebnis? Unternehmen bekommen kein buntes Sammelsurium an Maßnahmen - sondern ein schlüssiges System, das Risiken für Mensch und Umwelt dauerhaft minimiert. Eines, das auch dann funktioniert, wenn es darauf ankommt. Passend dazu feiert Denios in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen - und hält dabei konsequent Kurs auf seine übergeordnete Mission: Vision Zero. Eine Arbeitswelt, in der niemand durch Gefahrstoffe zu Schaden kommt und die Umwelt geschützt bleibt. Kein frommer Wunsch, sondern ein Anspruch, der jeden Entwicklungsprozess, jedes Produkt und jede Beratungsleistung prägt. Genau der richtige Maßstab für vier Jahrzehnte innovative Arbeit. www.denios.de LEICHTER ANZUG ZUM SCHUTZ VOR CHEMISCHEN GEFAHREN UND STICHFLAMMEN Mit dem Tychem 6000 SFR hat DuPont einen leichten Schutzanzug mit Kapuze auf den Markt gebracht, der Arbeiter in schwierigen Umgebungen vor verschiedenen chemischen Gefahren und Stichflammen schützen soll. Der Schutzanzug bietet einen Permeationsschutz von bis zu 30 Minuten gegen mehr als 250 chemische Gefahren, wie z.B. toxische Industriechemikalien, chemische Kampfstoffe und brennbare organische Lösemittel. Außerdem trägt der Schutzanzug auch zur sekundären Flammhemmung bei, wenn er über flammbeständiger Primärschutzkleidung (FR) getragen wird, wie z. B. aus DuPont Nomex. Bei Stichflammen verursacht der Tychem 6000 SFR keine zusätzlichen Verbrennungen, wenn die entsprechende flammbeständige Primärschutzkleidung (FR) darunter getragen wird. Die Tychem 6000 SFR Schutzkleidung verfügt über eine an die Atemschutzmaske angepasste Kapuze mit abgedeckter elastischer Gesichtsöffnung, verschweißte Nähte und einen doppelten Verschluss mit doppelseitigem Klebeband, der eine zuverlässige Abdichtung gewährleistet und das Eindringen von Chemikalien verhindert. Die Kinnabdeckung mit doppelseitigem Klebeband bietet verbesserten Schutz im Halsbereich und einen guten Sitz der Atemschutzmaske. Außerdem erleichtert der Nylon-Reißverschluss mit großem Metallzug das An- und Ausziehen. Der Gummizug in der Taille und die abgedeckten Gummizüge an den Hand- und Fußgelenken bieten Komfort und Bewegungsfreiheit. www.dupont.de www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/06 41