OPTISCHE SENSOREN AUTOMATISCHE ERFASSUNG UNTER ALLEN UMSTÄNDEN Optische Sensoren lassen sich außerordentlich vielfältig einsetzen und arbeiten auch sicher in Bereichen, in denen induktive oder kapazitive Sensoren nicht mehr zuverlässig sind wie zum Beispiel bei transparenten Objekten. Wie vielfältig die Anwendungsfelder und die Verwendungsmöglichkeiten sind, zeigt das Beispiel des Herstellers Contrinex. Optische Sensoren sind heute überall in der Automatisierungstechnik zu finden: Sie zählen Glasflaschen auf Förderbändern, erfassen die Position von Platinen in Lötanlagen oder überwachen die Temperatur in der Konfitüre-Produktion. Da sich die zu erfassenden Objekte oft stark voneinander unterscheiden und sich zudem sehr schnell bewegen, sind die Anforderungen an die eingesetzten Sensoren hoch. Sie müssen nicht nur helle und dunkle Oberflächen sicher voneinander unterscheiden können, sondern darüber hinaus große Erfassungsbereiche abdecken. Induktive und kapazitive Sensoren eignen sich nicht für diese Anwendungen, denn sie erkennen nur Objekte aus bestimmten Materialien oder sind leicht beeinflussbar. Die sicherste Erkennung von Gegenständen mit unterschiedlich strukturierten und gefärbten Oberflächen bieten deshalb optische Sensoren. EFFEKTIVES MESSPRINZIP Der Grund für die extrem hohe Genauigkeit optischer Sensoren liegt in ihrer Funktionsweise: Eine Sendediode (LED) emittiert einen Strahl aus gepulstem Licht, der auf das zu erkennende Objekt trifft. Dadurch wird der Strahl zwar unterbrochen, ein Teil wird jedoch reflektiert. Abhängig von der Art des verwendeten optischen Sensors wird entweder die Unterbrechung des Strahls oder das vom Objekt reflektierte Licht ausgewertet. Der Sensor-Spezialist Contrinex fertigt ein großes Portfolio optischer Sensoren mit weiten Erfassungsbereichen. Es reicht von Reflexions-Lichtschranken und Einweg-Lichtschranken über Lichttaster mit und ohne Hintergrundausblendung bis hin zu Sensoren mit Analogausgang. Im Produktprogramm finden sich auch Sensortechnologien und -größen, die nur bei Contrinex erhältlich sind. Dazu zählen zum Beispiel die TRU-C23-Sensoren für die Erkennung transparenter Objekte und die kleinsten optischen Sensoren der Welt. HÖCHSTLEISTUNG AUF ENGSTEM RAUM Die photoelektrischen Miniatursensoren eignen sich besonders für Anwendungen mit sehr kleinem Bauraum. Ein gutes Beispiel Dipl.-Ing. Norbert Matthes ist Technical Sales Manager bei der Contrinex Sensor GmbH in Leinfelden-Echterdingen 30 VERFAHRENSTECHNIK 2026/06 www.verfahrenstechnik.de
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN sind intelligente Förderbänder in Verpackungsmaschinen. Hier kommen unter anderem photoelektrische Sensoren vom Typ LTI-D04MA-NSK-403 mit einem Durchmesser von lediglich 4 mm zum Einsatz. Die Sensoren erkennen vorbeifahrende Kunststoff-Trays von unten und stoppen sie, damit die jeweilige Charge gescannt und eingelesen werden kann. Da die zu erfassenden Trays aus dunklem Kunststoff bestehen, wählte der Anwender die Infrarot-Ausführung der Sensoren. Mit einem Infrarot-Messstrahl können - anders als mit Laser oder einer Standard-LED - dunkle Objekte detektiert werden, da diese deutlich mehr Wärme abgeben als helle Objekte. Diese Wärme wird dann vom Sensor erfasst und in ein Schaltsignal umgesetzt. Das Funktionsprinzip von Lichttastern oder Laser-LED ist dagegen anders: Sie erkennen Objekte anhand der Reflexion eines emittierten LED-Strahls. Da dunkle Gegenstände aber kaum Licht reflektieren, kamen diese Technologien für die Detektion der Kunststoff-Trays nicht in Frage. Der LTI-D04MA-NSK-403 kann Objekte in einem Abstand zwischen 0...12 mm erfassen (Infrarot-LED 880 nm) und ist bei Umgebungstemperaturen im Bereich von -25 ...+65 °C funktionsfähig. Mit einer Ansprechzeit von ≤ 500 ms und einer Schaltfrequenz von
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