NEU UND NACHHALTIG FASERBASIERT STATT KUNSTSTOFF Faserbasierte Trays können in vielen Anwendungen Kunststoffprodukte ersetzen. Das zeigen Faller Packaging und Harvest Packaging mit ihrer Lösung für die Pharma- und MedTech-Industrie. Die Trays bestehen aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen, sind PFAS-frei und vollständig recyclingfähig. Der Einsatz von Monomaterialien verbessert die Sortierbarkeit im Recyclingprozess zusätzlich. Die Herstellung erfolgt im Wet-Moulded- Fibre-Verfahren. Fasern werden in Formwerkzeugen verarbeitet und unter Druck sowie Temperatur verdichtet. Eine In-Mould- Härtung sorgt für Formstabilität und eine glatte Oberfläche. Damit erreichen die Trays eine Performance, die mit Kunststofflösungen vergleichbar ist. Die Trays sind so ausgelegt, dass sie sich mit minimalem Anpassungsaufwand in bestehende Verpackungslinien integrieren lassen. Eigenschaften wie zuverlässiges De-Nesting, geringe Stapelhöhen und stabile Geometrien unterstützen die Verarbeitung auf automatisierten Anlagen. Für Unternehmen mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen kann der Umstieg auf faserbasierte Trays dazu beitragen, Scope-3-Emissionen zu reduzieren sowie kunststoffbezogene Abgaben und EPR-Gebühren zu senken. www.faller-packaging.com HARTING SETZT AUF WASSERSTOFF-TECHNOLOGIE Die Harting Technologiegruppe hat eine neue Brennstoffzellenanlage in Espelkamp in Betrieb genommen. Die Pilotanlage des bayerischen Herstellers Reverion ergänzt die bestehenden Biogas- und Photovoltaikanlagen. Zunächst wird die Anlage das lokal produzierte Biogas direkt in Strom umwandeln und so die Energieversorgung des Standorts Espelkamp noch effizienter und klimaneutraler machen. „Die Anlage ergänzt unser Energiemanagement perfekt“, so Philip Harting, CEO der Harting Technologiegruppe. „Sie ist nicht nur ein weiterer Baustein der klimaneutralen Produktion. Sie ermöglicht uns auch die nachhaltige und widerstandsfähige Energieversorgung bei Engpässen oder bei Verbrauchsspitzen.“ Künftig soll die Brennstoffzellenanlage die erzeugte regenerative Energie auch in Form von grünem Wasserstoff zwischenspeichern und ihn bedarfsgerecht wieder in nutzbare Energie umwandeln. Der besondere Vorteil der Reverion Technologie liegt im außergewöhnlich hohen Wirkungsgrad über den gesamten Energiekreislauf. Während viele konventionelle Lösungen mit getrenntem Elektrolyseur, Gasspeicher und Rückverstromung nur 40 bis 50 Prozent der eingesetzten Energie zurückgewinnen, erreicht Reverion bei der Rückverstromung von Wasserstoff einen deutlich höheren elektrischen Wirkungsgrad. Der sog. Round Trip Wirkungsgrad - also der Weg von Strom zu Wasserstoff und zurück zu Strom - liegt bei bis zu 75 Prozent. Ein zusätzlicher Clou: Energie, die nicht in Strom umgewandelt wird, kann als Prozesswärme in der Biogasanlage genutzt werden, um die Vergärung aufrecht zu halten. Möglich wird dies durch die reversible Hochtemperatur Technologie, den Verzicht auf Verbrennung sowie die Integration aller Umwandlungsschritte in einer einzigen Anlage, wodurch Energieverluste deutlich reduziert werden. www.harting.com 10 VERFAHRENSTECHNIK 2026/06 www.verfahrenstechnik.de
NEU UND NACHHALTIG FERNCO ERNEUT MIT ECOZERT AUSGEZEICHNET Fernco, der Spezialist für Rohrverbindungstechnik und Wassermanagement, ist erneut mit dem EcoZert ausgezeichnet worden. Das unabhängige Prüfinstitut Creditreform prüfte das Unternehmen in den ESG-Kriterien und bescheinigte überdurchschnittliche Ergebnisse. Die dritte Zertifizierung in Folge bestätigt die konsequente und transparente Nachhaltigkeitsstrategie. „Die Auszeichnung ist für uns ein wichtiges Signal an Kunden, Partner und Mitarbeitende: Wir gestalten Nachhaltigkeit aktiv und nachweisbar - nicht aus Imagegründen, sondern aus Überzeugung“, unterstreicht Michael Penalver Giar, Geschäftsführer von Fernco. Die wiederholte Auszeichnung ist für die Unternehmensleitung Bestätigung und Ansporn zugleich, diesen Weg konsequent weiterzugehen. www.fernco.de 11-STUFIGES VERDICHTERSYSTEM FÜR BASF BASF investiert an seinem Stammwerk Ludwigshafen in ein Wärmepumpensystem. Ziel ist es, Abwärme aus einer der größten Produktionsanlagen an dem Chemiestandort - dem Steamcracker II - als thermische Energiequelle zu nutzen, um CO 2 -freien Dampf zu erzeugen. Der Einsatz des emissionsfreien Dampfs in der Ameisensäureproduktion hat das Potenzial, die dort entstehenden Treibhausgasemissionen künftig um 98 % zu reduzieren. Herzstück eines der weltweit leistungsstärksten Wärmepumpensysteme sind die Komponenten von Piller Blowers & Compressors. Die Maschinen aus der VapoLine- Serie von Piller verdichten dampfförmige Abwärme aus industriellen Prozessen effizient und bringen diese so auf ein nutzbares Temperaturniveau - die Grundlage der Wärmepumpenfunktion. Piller liefert 6 VapoFlex-Maschinen (Zug 1) und 5 weitere VapoFlex (Zug 2) - zur Dampferzeugung. Insgesamt handelt es sich um eine Anlage mit 11 Verdichterstufen inklusive der elektrischen Antriebssysteme und der entsprechenden Zubehörkomponenten. Die Auslieferung ist für Mitte 2026 geplant. Das System erfordert höchste Verdichterleistung und wird circa 500.000 Tonnen Dampf pro Jahr verdichten. Gemeinsam mit dem Anlagenbauer GIG Karasek wird das Projekt bei BASF realisiert. Das CompriVAP-System von GIG Karasek vereint die bewährten Komponenten Plattenfallfilmverdampfer, Flash-Tank und die Piller-Verdichterkaskade zu einem wegweisenden technologischen Gesamtkonzept. www.piller.de ABB STÄRKT DIE EMISSIONSÜBERWACHUNG ABB hat mit dem ACF5000 LCS (Low CEMS Specialist) ein zertifiziertes kontinuierliches Emissionsüberwachungssystem für die kleinsten Emissionsgrenzwerte auf den Markt gebracht. Es erfüllt die strengsten Anforderungen der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED 2.0) und ermöglicht Betreibern, striktere Emissionsgrenzwerte einzuhalten, während gleichzeitig die Nachhaltigkeit und die betriebliche Effizienz verbessert werden. Mit Nachweisgrenzen im sub-ppm-Bereich verfügt der ACF5000 LCS über eine QAL1 Zertifizierung durch den TÜV. Die Markteinführung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für die europäische Industrie, da der EU-Aktionsplan zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung 1die Notwendigkeit strengerer Emissionskontrollen verstärkt. Mit der IED 2.0 werden deutlich niedrigere Emissionsgrenzwerte eingeführt, sodass die CEMS innerhalb engerer Zertifizierungsbereiche arbeiten müssen. Systeme, die diese Anforderungen nicht erfüllen, sind für Neuinstallationen nicht mehr geeignet, wodurch der Bedarf an fortschrittlichen Überwachungslösungen steigt. Dies macht den ACF5000 LCS zukunftssicher, da andere Länder und Regionen zu ähnlich strengen Normen übergehen werden. Der ACF5000 LCS kombiniert bewährte Technologie mit verbesserter Leistung. Das System integriert die hochauflösende Fourier-Transform- Infrarot-Spektroskopie von ABB, die selektiv infrarotaktive Gasmoleküle mit außergewöhnlicher Empfindlichkeit und Stabilität misst. Kombiniert mit einem Flammenionisationsdetektor für flüchtige organische Verbindungen und einer auf Zirkoniumdioxid basierenden Sauerstoffmessung in einem kompletten, Heiß-/Nass-Extraktionssystem, können mehr als 15 Gaskomponenten gleichzeitig überwacht werden. go.abb/automation GEFAHRSTOFFLAGERUNG UND ARBEITSSICHERHEIT DENIOS SE Dehmer Straße 54-66, 32549 Bad Oeynhausen Telefon: 05731 753-0 E-Mail: info@denios.de Internet: www.denios.de DENIOS - Ihre internationale Sicherheitsinstanz für Gefahrstofflagerung & -handling www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/06 11 Unbenannt-1 1 21.01.2026 13:44:54
Laden...
Laden...