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Verfahrenstechnik 6/2021

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Verfahrenstechnik 6/2021

DIE UMWELTBEAUFTRAGTE

DIE UMWELTBEAUFTRAGTE ANGELINA DONNER Frau Donner, was gehört zu Ihren Aufgaben als Umweltbeauftragte? Als Umweltbeauftragte bei Igus kümmere ich mich um die Analyse von unseren Prozessen in der Produktion. Hier setze ich den Fokus darauf, Potenziale aufzudecken, wo wir CO 2 -Emissionen weiter reduzieren können. Konkret setze ich derzeit Projekte um, mit denen wir Wasser, Energie und auch Materialien in der Produktion einsparen können. Außerdem ist es meine Aufgabe, gemeinsam mit der Geschäftsführung die Mitarbeiter für Umweltschutz zu sensibilisieren. Wie sorgt die Firma Igus für produktionsintegrierten Umweltschutz? In einem Unternehmen, das Kunststoff produziert, ist es unausweichlich, dass CO 2 -Emissionen entstehen. Dennoch leiten wir zahlreiche Maßnahmen ein mit dem Ziel, diese zu reduzieren und an unnötigen Stellen zu vermeiden. Beispielsweise analysieren wir den Energieverbrauch unserer Spritzgussmaschinen, um gezielt Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Weiterhin sind Themen wie Beleuchtung, das Druckluftleckagenmanagement, die Materialeffizienz und das Recycling von hoher Bedeutung. Warum liegt Ihnen der Umweltschutz am Herzen? Der Klimawandel ist wissenschaftlich eindeutig belegt. Wenn wir unseren derzeitigen Lebensstil ohne Veränderungen weiterführen, werden wir immer mehr Katastrophen erleben und immer mehr Natur zerstören. Daher ist es mir ein Anliegen, sowohl in privater als auch in beruflicher Hinsicht einen Teil dazu beizutragen, meinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. UMWELTTECHNIK Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Arbeit? Die Projekte sind sehr vielseitig und abwechslungsreich. Und mich motiviert, dass man in einem Unternehmen doch noch einmal sehr viel mehr bewegen kann als im privaten Bereich. Wie informieren Sie sich über neue Vorgaben? In befinde mich im stetigen Austausch mit unserer Qualitätsmanagement-Abteilung und bekomme hier alle neuen Vorgaben und Richtlinien mit. Außerdem arbeiten wir mit externen Beratern zusammen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen und dabei die aktuellen Themen und Auswirkungen von Gesetzen mit im Blick haben. Meine Aufgabe ist es natürlich auch, mich selbst in dem Bereich stetig weiterzubilden, hier ziehe ich gerne Fachzeitschriften zur Rate. Foto: Igus ▼ „ ICH MÖCHTE DEN ÖKOLOGISCHEN FUSSABDRUCK PRIVAT UND BERUFLICH MINIMIEREN. “ Angelina Donner, Lean Ingenieurin Green Production, Igus GmbH, Köln www.igus.de

SCHEIBENFILTER HALTEN FEINSTE TEILCHEN ZURÜCK Ein wichtiges Thema der Abwasserbehandlung ist die weiterführende Abwasserreinigung über die dritte Reinigungsstufe hinaus. Gereinigtes Abwasser muss mittlerweile höhere Anforderungen erfüllen, um in Oberflächengewässer eingeleitet und später als Ressource für Bewässerung wiederverwendet werden zu können. Für einen Auftrag in Ägypten wurde jede der Scheibenfiltrationsanlagen Rodisc mit einem Maschengewebe (15 µm PET) bestückt, sodass auch feinste Feststoffteilchen am Ablauf der Kläranlage sicher zurückgehalten werden. Ziel ist die Einhaltung der vorgegebenen Ablaufwerte, die für BSB5 = 12 mg/l und für TSS = 15 mg/l betragen. Im Zulauf zu den Scheibenfiltern ist mit BSB5-Werten von bis zu 60 mg/l und mit TSS-Werten von bis zu 50 mg/l zu rechnen. www.huber.de TROCKENE ABFÄLLE VERDICHTEN Der Prestoshark MK 3 verdichtet neben Holz, XXL Kartonagen, Möbeln und Kanistern auch Matratzen und Kunststoffteile (wie Stoßstangen). Komfortabel hierbei sei die sehr große und niedrige Einfüllwanne (5 m³, 1 140 mm). Das serienmäßig enthaltene Sicherheitssystem kann individuell vor Ort aufgebaut werden. Der Abrollkipper kann neben seiner umfangreichen Grundausstattung für den Kundenbedarf vor Ort mit verschiedenen Aufnahme- und Dichtungssystemen sowie weiterem Zubehör konzipiert werden. Mit einer Presskraft von 500 kN komprimiert das 28-m³-System mühelos besonders starke oder sperrige Materialien. Viele trockene Abfallfraktionen lassen sich einfach verdichten. www.presto.eu PHOSPHOR AUS KLÄRSCHLAMM ZURÜCKGEWINNEN In Baden-Württemberg ist vor kurzem ein Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm gestartet. Der Abwasserzweckverband Staufener Bucht will am Rhein in Südbaden eine Klärschlamm-Verbrennungsanlage errichten, die anders als bei konventionellen Verfahren den Phosphor bereits während des Verbrennungsvorgangs extrahiert. Die Wehrle-Werk AG hat das Rückgewinnungsverfahren zusammen mit dem Forschungspartner Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) entwickelt. Nun soll die industrielle Umsetzung erfolgen. Die neue Technologie könnte Phosphorrecycling wirtschaftlicher machen. Funktioniert die Pilotanlage im Megawattmaßstab wie erhofft, könnten bestehende Klärschlammverbrennungsanlagen mit der Technologie nachgerüstet werden. Zusätzliche Schritte wären dann nicht nötig. Die Zeit für Kläranlagenbetreiber drängt: Ab 2029 wird das Recycling aus Klärschlämmen Pflicht für alle großen Kläranlagen in Deutschland. Das Landesumweltministerium und die EU fördern das Projekt in Höhe von 4,2 Mio. EUR. Die Anlage soll südlich von Freiburg am Kläranlagenstandort Breisach-Grezhausen entstehen. Der Klärschlamm wird in einer sogenannten modifizierten Wirbelschichtverbrennung vollständig verbrannt. Dabei soll der Phosphor zurückgewonnen werden. Als positiver Nebeneffekt entfallen künftig auch die Lkw-Transporte des Klärschlamms von den insgesamt sieben im Projekt beteiligten Kläranlagen in Südbaden in eine Klärschlammverbrennung nach Nordrhein-Westfalen. Im Projekt wollen die Partner den Betrieb der Wirbelschichtverbrennung und die Phosphorrückgewinnung optimieren. www.zsw-bw.de Genau, wartungsfrei und preiswert: Massenstrommessung für Gase deltaflowC In zwei Varianten verfügbar: Als Einstecksonde und als Einschraubventuri Die Sonden-Version benötigt nur einen Stutzen auf der Rohrleitung, die Venturi-Version wird in ein Rohrstück eingeschraubt. • Durchfl ussmessung von sauberen und leicht verschmutzten Gasen • Integrierte Druck- und Temperaturmessung • Ideal für die Druckluftabrechnung, Brenner regelung, HKL, Belebungsluft • Einfachste Inbetriebnahme, simpler Einbau • 4..20 mA, 0..10 VDC, CAN • Langzeit-genau, driftarm • Sehr günstig in der Anschaffung Mess- und Regeltechnik GmbH Lindberghstraße 4 D - 82178 Puchheim Tel.: 0 89 / 8 09 06 - 0 info@systec-controls.de www.systec-controls.de

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