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Verfahrenstechnik 6/2021

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Verfahrenstechnik 6/2021

MESSEN, REGELN,

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN Ethernet-APL für die Prozessindustrie Der Advanced Physical Layer für Ethernet, kurz Ethernet-APL überbrückt die heute noch bestehende Klamm zwischen Leittechnikraum und Feld in einer Prozessanlage. Die Zweidrahtleitung ist für ihre Robustheit geschätzt und etabliert. Ethernet-APL definiert alle wesentlichen Eigenschaften hinzu: lange Kabelwege, Stromversorgung, 10 Mbit/s Datenrate und Explosionsschutz mit Eigensicherheit. Es ist das Ziel des APL-Projekts (Kooperation von zwölf namhaften Lieferanten und vier Anwender- und Standardsorganisationen) diesen einen Übertragungsweg auf die Bedürfnisse der Prozessindustrie exakt zuzuschneiden und diese eine Datenautobahn zu etablieren. Gemeinsam definiert fließt Ethernet-APL in international gültige Normen ein. Die Kommunikation ist bereits als 10BASE-T1L im bekannen IEEE 802-Standard veröffentlicht. Der „Community Draft for Vote“ für den Explosionsschutz mit Eigensicherheit wurde ebenfalls veröffentlicht. Eine Verabschiedung durch das IEC-Gremium sei damit so gut wie gewiss. Dieser Standard gewährleistet die Kompatibilität von Ethernet-APL-Teilnehmern, die auch Knoten genannt werden. Alle anderen Definitionen seien ebenfalls weit fortgeschritten. Die Installation muss an die Bedingungen aller Arten von Anlagen anpassbar sein. Der APL Switch bildet hierfür das Kernelement, indem er die Verbindung zur Instrumentierung herstellt und die Daten transparent und barrierefrei transportiert. So können Daten auf Wunsch bis in das ERP-System übertragen werden. Sie unterstützen Fast Ethernet oder Gigabit und lassen sich in jede überliegende Netzwerkarchitektur, optional auch mit Redundanz, einbinden. Die Geräteanschlüsse mit bis zu 200 m Länge können mit Eigensicherheit in jede explosionsgefährdete Zone oder Division führen. www.ethernet-apl.org www.pepperl-fuchs.com Intuitive Bedienerführung B&R ermöglicht eine neue Form der intuitiven Bedienerführung. Typische Bedienfunktionen werden nun direkt ins Frontglas von Touchscreenpanels eingearbeitet. Hardware-Elemente wie Funktionstasten und Drehschalter sind nicht mehr notwendig. Angriffsflächen für Schmutz und Verunreinigungen verschwinden. Die Panels eigenen sich daher für Umgebungen mit hohen hygienischen Ansprüchen. B&R versieht auf Kundenwunsch alle Panel-Varianten mit projiziert-kapazitivem Touchscreen mit entsprechenden Fingerführungen. Sämtliche Formen sind möglich. Dadurch lassen sich zum Beispiel Slider oder ein Drehrad in die angezeigte Applikation integrieren. Die gesamte Displayoberfläche steht so für die Anzeige zur Verfügung. Die Fingerführungen sind haptisch greifbar und ermöglichen eine sogenannte blinde Bedienung. Der Maschinenbediener kann zum Beispiel einen Maschinenprozess beobachten und Einstellungen vornehmen, ohne den Blick von der Maschine abwenden zu müssen. Die rund 1 mm tiefen Fingerführungen lassen sich mattiert oder klar ausführen und ermöglichen eine ergonomische Bedienung. Die eingearbeiteten Tasten und Drehschalter nutzen sich nicht ab. Die Panels sind in Bildschirmdiagonalen von 5" bis 24" als Displayeinheit oder Panel-PC verfügbar. Sie sind auch in einem fugenfreien Edelstahlgehäuse in Schutzart IP69K lieferbar. Für die hygienegerechte Konstruktion der Panels werden ausschließlich besonders resistente Werkstoffe, wie geschliffener Edelstahl, hochwertige Polyesterfolien und spezielle Dichtungswerkstoffe verwendet. www.br-automation.com IMPRESSUM vereinigt mit BioTec erscheint 2021 im 55. Jahrgang, ISSN: 0175-5315 / ISSN E-Paper: 2747-8025 REDAKTION Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli) Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de (verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV) Redakteurin: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf), Tel.: 06131/992-336, E-Mail: k.friedl@vfmz.de Redaktionsassistenz: Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261, Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371, Ulla Winter, Tel.: 06131/992-347, E-Mail: redaktionsassistenz_vfv@vfmz.de, (Redaktionsadresse siehe Verlag) GESTALTUNG Sonja Daniel, Anette Fröder, Conny Grothe SALES Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262, E-Mail: o.jennen@vfmz.de Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Anzeigendisposition: Heike Rauschkolb, Tel.: 06131/992-241, E-Mail: h.rauschkolb@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 33: gültig ab 1. Oktober 2020 LESERSERVICE vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG, Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266 Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit (Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de). Preise und Lieferbedingungen: Einzelheftpreis: € 12,50 (zzgl. Versandkosten) Jahresabonnement Inland: € 96,- (inkl. 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MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN Durchgängige Vernetzung Wohin sich die Automatisierungstechnik in Verbindung mit der Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette entwickeln wird, zeigt der Productivity Master, eine modulare Demonstrationsanlage. Auf Basis der Festo Automatisierungsplattform sind alle Engineering- Tools, Komponenten und Lösungen in Hardware und Software ganzheitlich und praxisnah verbunden. So nutzt der Productivity Master ein cloudbasiertes Konzept zur Registrierung und Speicherung datenschutzkonformer Kundendaten. Das IoT-Gateway von Festo verbindet die Maschine sicher mit der Cloud, sodass der Bediener nicht nur die Produktionsdaten aus der Cloud abrufen kann, sondern dass für ihn auch die Diagnosedaten der Maschine zugänglich sind, selbst wenn er Hunderte von Kilometern entfernt in seinem Home Office sitzt. www.festo.com Industrie-PCs mit IP69K In der lebensmittelverarbeitenden Industrie nimmt dieser Rundum-Schutz immer mehr an Bedeutung zu. Um den extrem hohen Hygienevorschriften gerecht zu werden, werden die Anlagen und Geräte mehrmals täglich gereinigt. Bei der Reinigung wird oftmals mit einem Hochdruckreiniger und scharfen Desinfektionsmitteln wie Säuren und Laugen gearbeitet, sodass die Verschmutzungen und Keime vollständig entfernt werden können. Die Noax-Industrie-PCs widerstehen laut Hersteller durch ihr Edelstahlgehäuse selbst 80 °C heißem Strahlwasser, das mit einem Wasserdruck von 100 bar auf die Oberfläche prallt. Die Computer besitzen ein komplett geschlossenes Edelstahlgehäuse, ohne Außenlüfter und Lüftungsschlitze. Selbst zwischen Touchdisplay und Gehäuse existiert keine Fuge. Ein externes, unabhängiges Institut hat bestätigt und zertifiziert, dass die Geräte selbst bei einer harten Reinigungsmethode wie dieser keine ihrer Funktionen einbüßen. Die PCs sind mit der Schutzklasse IP69K zertifiziert. www.noax.com Modulare Industrie-PCs Mit seinen All-in-one- Lösungen (AIO) bietet Phoenix Contact Industrie-PCs mit einem komplett geschlossenen Aluminiumdruckgussgehäuse (IP65) an, die sich aufgrund ihrer leistungsfähigen Technik, modularen Erweiterbarkeit sowie integrierten Profisafe-Funktionen für moderne Bedienkonzepte eignen. Die neueste Sensorgeneration erlaubt die Bedienung des Screens selbst mit dicken Handschuhen. Durch die Glasfront wächst die Robustheit der kapazitiven Technik im Hinblick auf aggressive Reinigungsmittel und scharfe Gegenstände. Displays in den Größen 15,6", 18,5" und 21,5" mit Full-HD- Auflösung ermöglichen die Visualisierung von einfachen Abläufen bis zu komplexen Fertigungsprozessen, wobei sich Details per Gestensteuerung anzeigen lassen. Die Geräte umfassen leistungsstarke Intel Core i5-Prozessoren, sodass sie auch ressourcenfordernde Aufgaben umsetzen können, etwa die Maschinensteuerung, Prozessvisualisierung oder Qualitätssicherung. Trotz der hochperformanten CPUs sind die Industrie- PCs lüfterlos konzipiert, was ihr Anwendungsspektrum und die Systemverfügbarkeit erhöht. Da wegen des vollständig geschlossenen Gehäuses auf eine weitere Ummantelung verzichtet werden kann, sparen die AIO-Geräte Platz ein. Das Vesa-100-Lochmaß auf der Gehäuserückseite gestattet das Montieren direkt an der Maschine oder Anlage. Möchte der Anwender die Bedienlösung in ein bestehendes Profinet-Netzwerk einbinden, steht ein Gigabitfähiger Switch mit Profinet- und Profisafe-Funktion zur Weiterleitung der Daten zur Verfügung. Eine Signalleuchte lässt sich ebenfalls einfach in das Bedienkonzept integrieren. www.phoenixcontact.com Füllstände in kleinen bis mittelgroßen Tanks erfassen Auch für Füllstandmessungen im Bereich bis 40 bzw. 130 cm bietet Turck jetzt Sensoren an, die auf der Fluid-2.0-Plattform basieren und bei Drücken von 0,5 bis 5 bar am Prozessanschluss betrieben werden können. Die neuen LUS211-Ultraschallsensoren sind damit nach den Drucksensoren PS+, den Strömungssensoren FS+ sowie den Temperatursensoren TS+ die vierte Sensorkategorie dieser robusten Turck- Plattform, die alle ein einheitliches Look &Feel bieten. Anwender profitieren laut Hersteller von einem durchgängigen Bedienkonzept zur vereinfachten Inbetriebnahme, den flexiblen Montagemöglichkeiten mit drehbarem Sensorkopf sowie dem Touchdisplay unter einer transluzenten Frontkappe, die keine hervorstehenden Bedienelemente erfordert. Wie alle Sensoren des Fluid-2.0-Portfolios sind auch die neuen Geräte durch ihre hohe Schutzart IP67/69K unter widrigen Bedingungen zuverlässig einsetzbar. Für eine erhöhte Anlagenverfügbarkeit sorgen darüber hinaus auch die kontinuierliche Auswertung der Signalstärke sowie der zurückgesetzte und damit geschützte Schallwandler der Füllstandsensoren. Bei Überfüllung verhindert ein Luftpolster den Kontakt des Mediums mit dem Schallwandler. Die LUS211-Serie ist mit marktüblichen Prozessanschlüssen G ¾ und NPT ¾ jeweils für 40 bzw. 130 cm Reichweite verfügbar, entweder mit zwei Schaltausgängen oder mit einem Schalt- und einem Analogausgang. Dank ihrer zusätzlichen IO-Link-Schnittstelle und der intelligenten, dezentralen Signalvorverarbeitung eignen sich alle Varianten auch als smarte Datenlieferanten für das IIoT. www.turck.com www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 06/2021 37

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