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Verfahrenstechnik 5/2021

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Verfahrenstechnik 5/2021

VERFAHREN UND ANLAGEN

VERFAHREN UND ANLAGEN Süßes geht immer Mit Wäge- und Inspektionslösungen die Produktivität in der Süßwarenindustrie optimieren Der weltweite Süßwarenkonsum wächst stetig. Für die Hersteller von Schokolade, Bonbons, Kaugummi und anderen Süßigkeiten ergibt sich daraus die Notwendigkeit, schnelle, flexible, wirtschaftliche und sichere Fertigungsanlagen einzurichten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit leistungsstarken Wäge- und Inspektionslösungen können Unternehmen aus der Süßwarenbranche ihre Effizienz steigern. Die Hersteller von Anlagen für die Süßwarenindustrie müssen ihre Technologien ständig auf dem neuesten Stand halten und die aus dem Verbraucherverhalten resultierenden Trends berücksichtigen, denn diese haben erhebliche Konsequenzen für die Herstellungsprozesse. Minebea Intec bietet diesen Unternehmen leistungsstarke und flexible Wäge- und Inspektionslösungen sowie Prozesssteuerungssysteme für verschiedene Fertigungs- und Verpackungsschritte. „Erst kürzlich haben wir eine Lösung für die sehr schnelle Kontrollverwiegung entwickelt, mit der kleine Schokoladenpackungen in einer Geschwindigkeit von bis zu 600 Stück pro Minute zuverlässig verwogen werden können“, erläutert Nick Parsons, stellvertretender CSO bei Minebea Intec. „Um bei der Produktionslinie Platz zu sparen, führt das System gleichzeitig noch eine weitere Kontrolle, nämlich die Metalldetektion, durch. Wir bieten auch maßgeschneiderte mehrspurige Systeme mit Teleskopseparatoren für bis zu sechs Spuren an, die sämtliche gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen an die Prozessverwiegung erfüllen. Sie gewährleisten auch bei hoher Produktionsgeschwindigkeit und wenig Platz die Einhaltung der Gewichtsvorgaben.“ Wägeprozesse sind aus der Süßwarenherstellung nicht wegzudenken und spielen in der gesamten Produktionskette eine Rolle – vom Wareneingang über die Rohstofflagerung bis zum fertig verpackten Produkt. Es beginnt mit dem Eingang und der Zwi- schenlagerung der Rohstoffe, wo die Liefermengen mit Fahrzeugwaagen, Flachbettwaagen und Silowägezellen von Minebea Intec kontrolliert werden. „Unsere digitale Wägezelle Inteco in Verbindung mit dem Converter Connexx ist ein gutes Beispiel für die ständig zunehmende Digitalisierung von Wägeprozessen. Die Kunden profitieren von kurzen Signallaufzeiten und optimaler Transparenz bei der Dosierung und Verwiegung von Zutaten und Mischungen. Ein weiterer Pluspunkt: Bei fehlerhaften Messergebnissen lässt sich eine defekte Wägezelle sofort identifizieren“, betont Nick Parsons. Verwiegung ist der Schlüsssel Für die Verwiegung von Prozessbehältern und Mischvorrichtungen werden hygienische Lösungen angeboten, die selbst unter der Einwirkung von Seitenkräften noch präzise Messergebnisse liefern. Ein Beispiel dafür ist Novego, ein Wägemodul, das aufgrund der integrierten Höhenverstellung und Neigungskorrektur leicht zu installieren ist. Auch bei den nachfolgenden Prozessschritten in der Süßwarenherstellung sind zuverlässige Wägelösungen – statische 14 VERFAHRENSTECHNIK 05/2021 www.verfahrenstechnik.de

VERFAHREN UND ANLAGEN ebenso wie dynamische – unverzichtbar für eine konstant hohe Produktqualität. Die Industrie-Tischwaage Combics oder die Tisch- und Bodenwaagen Midrics eignen sich für Fertigungsprozesse unter Verwendung von Gewürzen und Aromen. Dazu Nick Parsons: „Die Wägeergebnisse können im Rahmen der Produktionsüberwachung mithilfe unserer statistischen Prozesskontroll- und Rezeptierungslösungen verwaltet und evaluiert werden.“ Als weitere hochgenaue, flexible Lösung können dynamische Kontrollwaagen wie die Modelle Flexus und Synus eingesetzt werden. Eine Kontrollwaage mit Tendenzregelung steuert die vorgelagerte Abfüll-, Portionier- oder Schneidemaschine so, dass das definierte Sollgewicht so präzise wie möglich erreicht und konstant gehalten wird. Das verhindert zu große oder zu geringe Füllmengen und vermeidet damit Ausschuss und Rohstoffverschwendung. „Geringfügige Schwankungen in Kühl- oder Heiztemperatur bzw. -dauer können zu Gewichtsabweichungen bei Einzelprodukten führen. Dank Tendenzregelung können unsere Kontrollwaagen direkt auf solche Schwankungen reagieren und beispielsweise die Abfüllprozesse entsprechend regulieren“, erläutert Nick Parsons. Alle Kontrollwaagen lassen sich auf die individuellen Anforderungen der Kunden abstimmen. Gesetzliche Regularien einhalten Die kontinuierliche Erfassung aller im Produktionsprozess relevanten Kennzahlen stellt nicht nur die Konformität mit gesetzlichen Regularien sicher. Sie ist auch für den Produzenten eine wichtige Basis zur Bei automatisierten Prozessen und großen Mengen lässt sich die Produktivität durch Tendenzregelung steigern Wägeprozesse sind aus der Süßwarenherstellung nicht wegzudenken und spielen in der gesamten Produktionskette eine Rolle – vom Wareneingang bis zum fertig verpackten Produkt Erkennung von Schwachstellen. Die Software zur statistischen Prozesskontrolle SPC@Enterprise erfasst und kontrolliert Stichproben zur Prozessoptimierung und erlaubt attributive Tests und damit die Überwachung wichtiger Qualitätsmerkmale. Die Bewertung dieser verpackungs- und umgebungsbezogen Merkmale ist elementar für die Güte eines Produktes. Beispiele für Attribute sind verdrehte Etiketten, falsche Verpackungen oder nicht lesbare Barcodes. Das Rezepturmanagement-System ProRecipe XT vereinfacht die Überwachung und Steuerung manueller und automatischer Wäge- und Dosierprozesse. Dies gewährleistet eine konstante Produktqualität sowie sichere und effiziente Abläufe in der Produktion. Umfassende Reportfunktionen garantieren dabei eine lückenkose Rückverfolgbarkeit. In der Lebensmittelindustrie gibt es eine Vielzahl gesetzlicher Vorschriften. Kontinuierliche Prüf- und Zertifizierungsverfahren gewährleisten die Übereinstimmung mit zahlreichen nationalen und internationalen Normen, Konzepten und Vorschriften wie zum Beispiel FDA, HACCP, IFS, EAC, AAA, EHEDG oder NSF. Die Bestrebung, überall auf der Welt dem Kunden eine sichere Größe zu sein, zeigt sich unter anderem auch in dem Service-Tool miRemote, das durch den Einsatz von Augmented Reality erste Hilfe vor Ort leisten und damit Stillstände vermeiden helfen kann. Frei von Kontaminationen In der Lebensmittelindustrie hat die Gesundheit der Verbraucher höchste Priorität. Auf keinen Fall dürfen Fremdkörper in die Produkte hineingelangen. Mit den Metalldetektoren der Baureihe Vistus und dem Röntgeninspektionssystem Dylight stehen leistungsstarke, zuverlässige Inspektionssysteme für diese wichtige Aufgabe in der Süßwarenproduktion zur Verfügung. „Oft hängt die Entscheidung zwischen Metalldetektion und Röntgeninspektion vom Verpackungsmaterial ab“, erläutert Nick Parsons. „Bei Verpackungen mit Aluminiumsiegel würde ein Metalldetektor Kontaminationen zum Beispiel nicht zuverlässig erkennen. In diesem Fall ist ein Röntgeninspektionssystem die bessere Wahl. Andererseits eignen sich manche Metalldetektoren nicht so gut für Produkte mit wechselnden Produkteffekten. Dann kommt es zu Ungenauigkeiten bei der Detektion, sodass Produkte in großen Mengen fälschlicherweise als kontaminiert eingestuft und eliminiert werden.“ Fotos: Minebea Intec www.minebea-intec.com www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 05/2021 15

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