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Verfahrenstechnik 5/2020

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Verfahrenstechnik 5/2020

TOP-THEMA I MESSTECHNIK

TOP-THEMA I MESSTECHNIK Kein Problem mit Fett und Schmutz Leistungsfähige Messtechnik für Abwassersysteme Die Messtechnik spielt eine entscheidende Rolle in der Abwasseraufbereitung. Ein Hersteller will mit unterschiedlichen Drucksensoren und langjähriger Erfahrung ein kompetenter Ansprechpartner für die Wasserindustrie sein. Wasser hält die Industrie im Fluss: als Kühlmittel, als Transportmittel und bei der Energieerzeugung – und überall ist präzise und zuverlässige Messtechnik von zentraler Bedeutung. Druck- und Niveaumessgeräte sorgen dabei für einen reibungslosen Ablauf in den Abwassersystemen. So muss in der Kläranlage bspw. genau erfasst werden, wo und in welchen Mengen, Abwasser über das Not-Überlaufsystem abfließt. Hierzu liefert Keller die nötige Druckmesstechnik. Der DCX-22 AA wird im Abwasserkanalsystem installiert, wobei man die Pegelsonde so tief wie möglich anordnet. Auch die Transmitter der Serie 46 X sind in Abwasseranwendungen installiert, diese werden meist in neu gebauten oder aufgerüsteten Hebewerken verwendet. Die Drucktransmitter für die Pegelmessung dienen als Hauptsensoren bei der Überwachung von Abwasserpegeln, während Schwimmerschalter als sekundäre Kontrollelemente fungieren. Der Hauptvorteil des 46 X ist die chemisch beständige AL 2 O 3 - Membran mit Goldbeschichtung, die verglichen mit Stahlmembranen auch widerstandsfähiger gegen mechanische Beschädigungen ist. Bei einem Abwasserpegelmesssystem, das ursprünglich mit zwei Schwimmerschaltern realisiert wurde, wird jetzt der 26-Y-Niveautransmitter eingesetzt. Diese elektronische Messtechnik bietet bei Abwasseranwendungen deutliche Vorteile. Die piezoresistiven Pegelsensoren erkennen Schaum nicht als Flüssigkeitspegel und garantieren so präzise Pegelwerte. Da das System keine mechanischen Komponenten hat, die verklemmt oder blockiert werden können, ist es weniger störungsanfällig. Dazu verläuft die Messung kontinuierlich und die aktuellen Pegelwerte lassen sich jederzeit von einem Display ablesen. Vermeidung von Pumpenausfällen Bei Abwassermessungen benötigt man präzise Messwerte, um einen korrekten Pumpenbetrieb zu garantieren. Versagen diese Systeme, laufen die unhygienischen Abwas- ser über und verschmutzen die Umwelt. Auch die Pumpsysteme selbst können beschädigt werden, wenn sie aufgrund fehlerhafter Messwerte falsch betrieben werden. Abwasser enthält u. a. auch organische Verbindungen wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette. Vor allem letztere haben die unangenehme Gewohnheit, zusammenzuklumpen und sich dann überaus hartnäckig abzulagern. Das verschmutzt die Pegelmessausrüstung und führt schließlich dazu, dass diese versagt. Für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Hebewerke muss verhindert werden, dass das Fett die Messgeräte blockiert. Der Niveautransmitter 36 XKY bietet ein erfolgreiches Konzept für Pegelmessungen von Abwasser. Das beim 36 XKY für die Membran verwendete Material Kynar ist härter und zeichnet sich im Vergleich zu anderen schmutzabweisenden Lösungen durch höhere Abrieb- und Durchstoßfestigkeit aus. Eine sperrige Schutzvorrichtung ist damit nicht mehr nötig, was die Sonde auch kompakter macht. Der 36 XKY kann die Vorteile einer schmutzabweisenden Membran voll ausnutzen, ohne sich Sorgen um herumtreibende Partikel und Kleinteile machen zu müssen. Der Niveautransmitter ist also sehr gut für diese Anwendung geeignet. Fotos: darknightsky/adobe.stock.com, Keller www.keller-druck.com 34 VERFAHRENSTECHNIK 05/2020 www.verfahrenstechnik.de

MESSTECHNIK I TOP-THEMA Reibungslose Füllstandmessungen Das kompakte Antennendesign und der schmale Öffnungswinkel des 80-GHz-Radar-Messumformers ermöglichen den flexiblen Einbau in bestehende Behälter und eine nicht-intrusive Messung durch Wände von Kunststoffbehältern. Die hohe Frequenz sorgt selbst bei schwierigen Anwendungen mit Dampf, Kondensat, Turbulenzen oder bei Schüttgütern für zuverlässige Messergebnisse. Eine spezielle Mikrochip-Technologie sorgt für kurze Reaktionszeiten sowie eine hohe Empfindlichkeit, um selbst noch schwächste Signale zuverlässig zu erkennen. Da alle Sensoren der LR100-Serie keine Totzone haben, können diese zuverlässig bis zur Antenne messen, sodass kostspielige Überfüllungen vermieden werden. Zusätzlich erhöht eine Messgenauigkeit von 2 mm die Betriebssicherheit der Anwendung über den gesamten Messbereich. Die Baureihe umfasst drei Varianten: Sitrans LR100: Zweileiter mit 4–20 mA, Zulassung für die allgemeine Verwendung, Messbereiche bis 8 m. Sitrans LR110: Zweileiter mit 4–20 mA, Hart und Modbus RTU, Zulassungsoptionen für Ex-Bereiche, Messbereiche bis 15 m. Sitrans LR120: Zweileiter mit 4–20 mA, Hart und Modbus RTU, Zulassungsoptionen für Ex-Bereiche, Messbereiche bis 30 m und optionaler Überflutungshülse zum Schutz vor Überflutungen. www.siemens.com Digitale Sicherheit nach ISO 27001 Bühler digitalisiert seine Prozesse weiter und bietet mehr Lösungen auf der Grundlage verbundener Systeme an, die von der digitalen Plattform Bühler Insights angetrieben werden. Es ist damit auch Aufgabe des Unternehmens, die von Partnern anvertrauten Daten so sicher wie möglich zu speichern. Deshalb hat Bühler die entsprechenden Prozesse nach dem Standard ISO 27001 zertifizieren lassen. Das MyBühler-Portal bietet Kunden einen einfachen Zugriff auf die in ihren Anlagen installierten Technologien sowie Dokumentationen und Zugang zu Ersatzteilen und Bestellungs-Historie. Bühler personalisiert für jeden Kunden einen maßgeschneiderten Digital Shop. So kann es kundenspezifische Informationen zu Produkten und Bestellungen anbieten. Verschleiß- und Ersatzteile können Kunden einfach identifizieren und MyBühler nahtlos in ihren Ersatzteilbeschaffungsprozess integrieren. www.buhlergroup.com

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