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Verfahrenstechnik 3/2019

Verfahrenstechnik 3/2019

HANNOVER MESSE I TITEL

HANNOVER MESSE I TITEL zum Silo, Edelstahlcontainer oder zur einzelnen Palette. Sind in einem Arbeitsschritt mehrere Komponenten bereitzustellen, stellt das IGZ Bestandsmanagement sie auf einem eindeutig identifizierbaren Container dar. Dem Betriebsleiter und den Mitarbeitern in der Produktion ermöglicht dies eine durchgängige Rückverfolgung, die er innerhalb der Prozesskette jederzeit abrufen kann. Der Unterschied zum vorigen System liegt insbesondere im Detaillierungsgrad. Bis hinunter auf Gebindeebene konnte die MIG die Bestände in der ERP-Welt früher nicht prüfen. Höhere Prozesssicherheit In der Produktion bei der MIG hat sich die Prozesssicherheit durch produktionsbegleitende Prüfungen mit der neuen MES-Lösung deutlich erhöht und die Auslastung der Anlagen wesentlich verbessert. Online abrufbare Kennzahlen und die lückenlose Chargenrückverfolgung schaffen Transparenz über alle Fertigungsprozesse und Bestände hinweg. Systemgeführte Inventurverfahren erhöhen insgesamt die Effizienz des milchverarbeitenden Betriebs. Das liegt daran, dass die MIG heute mit einem integrierten System arbeitet, wo früher im Grunde nur proprietäre Einzelsysteme installiert waren. SAP MII wird über Browser bedient und stellt seine Funktionen als webbasierten Content zur Verfügung. So konnte die MIG von stationsgebundenen auch auf mobile Anwendungen umstellen. Zugleich wurde die manuelle Anfertigung und Verteilung von Produktionspapieren verringert, weil die MES-Lösung den Fachkräften in der Produktion fertigungsbegleitende Unterlagen digital online und systemgeführt anzeigt. Auch die Qualitätsprüfung ist integriert, ohne dass dafür weitere organisatorische Schritte erforderlich sind, weil das System die Mitarbeiter führt. Durch die ERP-Integration kann Hipp für das MIG-Werk Stammdaten für die Produktion zentral in SAP verwalten, eine Steuerrezept-Integration von SAP MII mit PP/PI umsetzen und Produktionsinformationen sowie Dokumente verschiedener Quellen, z. B. Sharepoint, dem SAP MII auftragsgenau via SAP ERP bereitstellen. So wird eine durchgängige Rückverfolgbarkeit der Produktion auf ERP-Ebene erreicht. Die Schichtleiter, Werker und sonstigen Mitarbeiter in der Produktion des MIG- Werkes arbeiten heute mit einer Anwendung, von der aus alle Prozesse zentralisiert und konsolidiert werden. Früher mussten sie viele Einzelschritte, die eigentlich zusammengehören – Rückverfolgung, Dokumentation, Probenentnahmen etc. – manuell in verschiedenen Systemen durchführen. 70 SAP-MII-Arbeitsplätze wurden am Standort Herford von der IGZ eingerichtet, die 24/7 besetzt sind. Geschäftsprozesse harmonisiert „SAP MII wird über Browser bedient und stellt seine Funktionen als webbasierten Content zur Verfügung.“ Für die Hipp-IT ist die IT-technische Eingliederung des Werkes mehr als nur die reine Migration von ERP- und MES-IT-Systemen. „Wir harmonisieren damit unsere gesamten Geschäftsprozesse auf Grundlage der bestehenden Hipp-Prozess-Standards“, erklärt Donal Doyle, IT-Leiter bei Hipp. Denn zum Teil ließen sich die Produktionsleit- und andere Bestandssysteme der MIG kaum mehr selbst an die Hipp-Standards anpassen. Mittels SAP MII als Hipp-Infrastruktur für MES und die vertikale Integration konnte hier auch ein „Prozess-Mapping“ zwischen der vorhergehenden Sicht und den Hipp- Prozessstandards durchgeführt werden. Eine besondere Herausforderung in diesem Projekt lag in dem sehr hohen Technisierungsgrad, der in der bestehenden Systemlandschaft des einzugliedernden Werkes angetroffen wurde. Nicht ohne Risiko war vor allem der Anspruch, in einem 24/7/365-durcharbeitenden Betrieb ein System mit einem ERP-MES-Big-Bang in einem Schritt zu migrieren und dabei ab dem ersten Tag die Produktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten. „Das nachgewiesene Know-how der IGZ im Bereich Anlagenintegration, Maschinenanbindung und Integration von Prozessleitsystemen hat uns von Anbeginn zuversichtlich gestimmt, dass wir den Big-Bang wie gewünscht hinbekommen. Bereits der Pilotbetrieb im Werk Kroatien hatte uns dies bewiesen, und in Herford hat dies jetzt auch hervorragend geklappt“, so Ludwig Hösl. Nächste Projekte stehen bereits an. So sind in Herford neue Sprühtürme geplant und an SAP MII anzubinden. Weitere Verpackungslinien und eine Erweiterung stehen im Werk Kroatien an. Auch der Rollout von SAP MII auf weitere Standorte ist bereits Bestandteil der Überlegungen bei der Hipp-IT. Halle 7, Stand C11 Fotos: Hipp www.igz.com 03 Die Dokumentation des Material- und Produktionsflusses in SAP MII beginnt bereits bei der Milchannahme und endet bei der Ablieferung im Distributionslager 12 VERFAHRENSTECHNIK 3/2019

SPECIAL I HANNOVER MESSE Intelligente Pumpenüberwachung Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Allweiler steht die neuentwickelte OptiFixT Exzenterschneckenpumpe. Die Pumpe punktet dank ihrer Schnelltausch-Konstruktion mit Kosteneinsparungen. Dies bedeutet weniger Ausfallzeiten, weniger Wartung und geringere Servicekosten. Zusätzlich zeigt Allweiler mit dem Condition und Operation Monitoring System IN-1000, wie die Sicherheit im Betrieb erhöht und gleichzeitig die Betriebskosten reduziert werden können. Die IN-1000 ist jetzt auch mit Atex-Zertifizierung für Ex-Zonen erhältlich. Mit der smarten Platform IN-1000 lassen sich von der einfachen Zustandsüberwachung bis hin zu komplexen Überwachungstätigkeiten, inklusive Operation Monitoring an mehreren Pumpen, viele Anforderungen gleichzeitig realisieren. Wartung und Instandhaltung werden planbar. Unvorhergesehene Produktionsausfälle sind laut Anbieter nahezu ausgeschlossen. Infolgedessen können die Wartungsintervalle größer werden. Halle 15, Stand G43 www.allweiler.de Hosting-Service für Engineering-Software Die Aucotec AG stellt erstmals das neue Cloud-Modell für ihre kooperative Plattform Engineering Base (EB) vor. Ab sofort können Anwender das komplette Lizenzportfolio der Software ohne Hardware-Installationen, Administrations- und Pflege-Aufwand nutzen. Für Neukunden, die zunächst nur mit wenigen Key-Usern beginnen, sei dieses Cloud-Modell besonders interessant. Vor dem Betrieb der neuen Software müssen üblicherweise Serverkapazitäten geschätzt und aufgebaut werden, ohne die spätere Nutzungs- Spannweite genau zu kennen. Solche Investitionen binden nicht nur Kapital, sie können sich auch als unpassend herausstellen. Vom Single-User-Arbeitsplatz bis zu großen Kooperationslösungen ist der Service skalierbar. Auch bereits mit EB arbeitende Teams können in die Cloud „umziehen“. Halle 6, Stand K28 www.aucotec.com Wie sichEr,rEin und zuVErLässig istihre prozessluft in sensiblen bereichen Wirklich? HallE 26, Stand E12 LEt’s taLk stephan Brand, VicePresident Marketing +495154 81 7562 stephan.brand@aerzener.de Vorallem bei sensiblen Gütern muss die pneumatische förderung absolut risikofrei sein. nur so bleiben reinheit undQualität erhalten. Aber nicht nur die Verschmutzung des schüttguts, sondern auch eine kontamination des gesamten systems hättefatale folgen. Vertrauen sie auf Aerzen Gebläse und Verdichter-Aggregate:ölfrei gemäß iso 8573-1(Ölfreiheit klasse o),dazu äußerst robust undlanglebig.Aerzen bietet ihnen für jede Anwendung das richtigeprodukt –dreitechnologien, maximal zuverlässig. www.aerzen.com

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