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Verfahrenstechnik 12/2022

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Verfahrenstechnik 12/2022

PERSÖNLICH DIE

PERSÖNLICH DIE WIRTSCHAFTSINGENIEURIN LAURA PEINER ZWISCHEN TAGESGESCHÄFT UND STRATEGIE Frauen sind in Ingenieursberufen noch immer unterrepräsentiert. Nur knapp 20 Prozent aller erwerbstätigen Ingenieur:innen sind Frauen. Aber es gibt sie doch. Im Interview erzählt Laura Peiner ihre Geschichte. Was machen Sie im Betriebsleitungsteam bei Merck? Meine Aufgabe ist es, den Produktionsbetrieb am Laufen zu halten und zu führen. Das bedeutet: Je nachdem, wo es gerade Optimierungsmöglichkeiten, Probleme oder Änderungen in Produktanforderungen gibt, ändert sich der Schwerpunkt meiner täglichen Arbeit. Das finde ich toll: Denn so ist jeder Tag anders. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Mitarbeiterführung, die Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards, die akute Problemlösung, das Führen von Kundenaudits sowie das Projektmanagement von Verbesserungsprojekten. Ein wichtiger Punkt ist dabei, die Waage zwischen Aufgaben des Tagesgeschäfts sowie strategischen Themen zu halten. vielleicht nach Japan? Das war unsere letzte geplante große Reise, die wir aufgrund der Pandemie absagen mussten. Sie haben sich während Ihres Studiums ehrenamtlich im Projekt ReBubble engagiert. Was ist das? ReBubble hat sich zum Ziel gesetzt, die gesellschaftliche Integration von Menschen mit geistiger Behinderung mit einem Nachhaltigkeitsgedanken zu verbinden. Hierfür werden in Hotels Hartseifenreste gesammelt und in einer Einrichtung der Lebenshilfe zu neuer Seife verarbeitet. Dafür haben wir als Projektteam einen einfachen Produktionsprozess entwickelt. Mir war es wichtig, mich ehrenamtlich in einem Projekt zu engagieren, das mich selbst vom Grundgedanken her überzeugt und das ich als sinnstiftend empfinde. www.merckgroup.com DIE FRAGEN STELLTE KATJA FRIEDL, REDAKTION VERFAHRENSTECHNIK Sie führen rund 70 Mitarbeitende. Wie haben Sie sich auf diese Aufgabe vorbereitet? Vor vier Jahren bin ich bei Merck im sogenannten „Operations Leadership Development“ Programm gestartet. Im Rahmen des Programms habe ich verschiedene Bereiche (Quality, Process Engineering, Supply Chain und Produktion) durchlaufen. In der letzten Station habe ich erstmalig Führungsverantwortung übernommen und einen Bereich mit 15 Personen geführt. So konnte ich die theoretischen Inhalte der Schulungen aus dem Programm erstmals anwenden und mein eigenes Verhalten in Führungssituationen kennenlernen. Dabei habe ich gemerkt, dass mir in der Zusammenarbeit mit meinem Team die Begegnung auf Augenhöhe, Transparenz und eine eindeutige Richtungsvorgabe wichtig sind. Für mich spielt es eine zentrale Rolle, dass die Mitarbeitenden wissen, warum wir etwas machen. Und dass sich niemand scheut, offen Fragen zu stellen und wir auch offen mit Fehlern umgehen. Sie interessieren sich sehr für fremde Kulturen. Verfolgen Sie einen Plan? Mein Ziel ist, immer in mehr Ländern gewesen zu sein, als ich alt bin. Und trotz Corona habe ich aktuell noch einen Vorsprung von sechs Ländern. Wohin es als nächstes geht, ent scheiden mein Mann und ich immer recht spontan – DIE WIRTSCHAFTSINGENIEURIN LAURA PEINER IST IM BETRIEBSLEITUNGSTEAM BEI MERCK IN DARMSTADT TÄTIG 42 verfahrenstechnik 2022/12 www.verfahrenstechnik.de

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 1-2/2023 ERSCHEINUNGSTERMIN: 06. 02. 2023 • ANZEIGENSCHLUSS: 20. 01. 2023 01 02 04 03 01 Wie kann die Pharmaindustrie von kontinuierlicher Produktion profitieren? Bild: Gericke 02 Durch Modulbauweise lassen sich Magnetventilsteuerungen gut in den Schaltschrank integrieren Bild: Hesch 03 Hochraffinierte Mineralöle besitzen einen niedrigen Dampfdruck und werden nur geringfügig ausgetragen Bild: Klüber 04 Industriegetriebe bewegen große Mengen mit Leichtigkeit Bild: Nord DER DIREKTE WEG (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) INTERNET: www.verfahrenstechnik.de E-PAPER: digital.verfahrenstechnik.de REDAKTION: redaktion@verfahrenstechnik.de www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2022/12 43