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Verfahrenstechnik 12/2022

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Verfahrenstechnik 12/2022

TA-LUFT-VERORDNUNG ALLES

TA-LUFT-VERORDNUNG ALLES DICHT Die aktualisierte Verordnung der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft) sieht strengere Grenzwerte für unkontrollierbare Emissionen aus Chemie anlagen vor. Die neuen Armaturen von AS-Schneider halten die Grenzwerte ein und können in einem großen Temperatur bereich eingesetzt werden. 16 VERFAHRENSTECHNIK 2022/12 www.verfahrenstechnik.de

KOMPONENTEN UND SYSTEME Um lange Wartezeiten bei den Prüflaboren zu vermeiden, empfehle ich Anlagenbetreibern, Armaturen zu wählen, die für die neuen Anforderungen der TA-Luft-Novelle zertifiziert sind. Markus Häffner Um ein höheres Schutzniveau für die Umwelt zu erreichen, werden in der neuen Fassung der TA-Luft strengere Grenzwerte für Schadstoffemissionen festgelegt. Diese Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft) wurde 1964 eingeführt und dient dem Schutz der Bevölkerung vor den schädlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Umwelt. Die Verordnung wurde mehrfach überarbeitet, um den zunehmenden Umweltbelangen gerecht zu werden. Die neue Ausgabe der TA-Luft ist am 1. Dezember 2021 in Kraft getreten. Mit den jüngsten Änderungen sollen die veralteten Vorschriften an die Anforderungen der EU-Verordnungen angepasst werden. Die wichtigste Änderung bei den Armaturenspezifikationen ist die Übernahme der Norm ISO 15848-1 anstelle der VDI 2440. Die Norm ISO 15848-1 regelt das Prüfverfahren und die Prüfbedingungen genau. Damit ist jeder Hersteller verpflichtet, seine Armaturen auf die gleiche Weise zu prüfen. Im Hinblick auf die neue TA-Luft müssen bestehende Anlagen ihre Armaturen auf die Anforderungen der ISO 15848-1 umrüsten. Neue Anlagen, die sich in der Planungs- oder Installationsphase befinden, müssen Ventile wählen, die diesen Spezifikationen entsprechen. NEUE CUMOL-ANLAGE IN MARL Ineos Phenol ist der weltweit größte Hersteller von Aceton und Phenol. Das Unternehmen baut derzeit eine neue, hochmoderne Cumol-Anlage. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 16.000 m 2 im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen. Cumol ist ein aromatischer Kohlenwasserstoff, der als Zwischenprodukt für die Herstellung von Aceton und Phenol verwendet wird. Die Produktionsanlage ist für die Herstellung von mehr als 2.000 t/d Cumol ausgelegt. Sie hat damit eine jährliche Produktionskapazität von 750.000 t. Die neue Anlage wird gebaut, um eine ältere Anlage in Marl zu ersetzen. Die Anlage soll eine höhere Produktionsausbeute und einen umweltfreundlicheren Produktionsprozess ermöglichen. Die voll integrierte Anlage wird bestehende Pipeline-Verbindungen zwischen den Aceton- und Phenolproduktionsanlagen von Ineos in Gladbeck, dem Chemiepark Marl und dem Raffinerieund Crackerkomplex von BP in Gelsenkirchen nutzen. Die Pipeline-Integration soll den künftigen Bedarf decken. Außerdem soll sie die Versorgungssicherheit der Ineos-Anlagen in Gladbeck und Antwerpen verbessern. www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2022/12 17