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Verfahrenstechnik 12/2021

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Verfahrenstechnik 12/2021

KOMPONENTEN UND SYSTEME

KOMPONENTEN UND SYSTEME Geprüft und zugelassen Dichtungsplatte erfüllt Anforderungen der Betreiber Die aktuelle Elastomer-Leitlinie fordert von allen Dichtungsmaterialien, die mit Trinkwasser in Berührung kommen, dass sämtliche Bestandteile, aus denen sie hergestellt werden, ebenfalls geprüft und freigegeben sind. Das ist nicht immer ganz einfach für die Dichtungshersteller – hier ist Kreativität gefragt. O bwohl viele Millionen Flachdichtungen jährlich verbaut werden, sind die Tonnagen an benötigten Rohstoffen in der Relation zu anderen Produkten nur sehr gering. Da demgegenüber jedoch hohe Kosten für das Prüfungsverfahren je Rohstoff anfallen, sind die Rohstoffhersteller häufig nicht bereit, den Aufwand der Prüfung zu tragen. Das Ergebnis ist, dass notwendige Bestandteile fehlen, die für eine sinnvolle Verarbeitung von Elastomeren wichtig sind. Generell entsteht eine Dichtungsplatte mittels einer Rezeptur aus Füllstoffen, Fasern und Elastomeren als Bindemittel. Aus dieser Materialmischung wird auf einem Kalander bzw. Walzenstuhl durch tonnenschwere Linienpressung eine Dichtungsplatte erzeugt, die während des Walzprozesses auf der heißen Walze vulkanisiert, nicht von der Walze abhebt und dann auch noch die Parameter und Eigenschaften aufweist, die man für eine Flachdichtung benötigt. Aber was tun, wenn sich Prüfung und Zulassung von Rohstoffen verzögern und mit den benötigten Rohstoffen nicht zu rechnen ist? An die Beantwortung dieser Frage hat sich die Entwicklung der Klinger Dichtungstechnik aus Gumpoldskirchen begeben. Dazu Entwicklungsleiter Stephan Piringer: „Es ergibt keinen Sinn, auf die Prüfung und Zulassung weiterer Rohstoffe zu warten. Wir haben die Herausforderung selbst angenommen und aus den derzeit zugelassenen Bestandteilen eine Dich- Autor: Jörn Jacobs, Fachjournalist, IHW Marketing GmbH, Bad Camberg tungsplatte für den Trinkwasserbereich entwickelt und zur Serienreife gebracht.“ Kurzfristig verfügbar Das neue Dichtungsmaterial trägt die Bezeichnung Klingersil C-4240 und entspricht den Anforderungen des Umweltbundesamtes im gesamten Bereich Dichtungen. Die Prüfbestätigung ist gültig bis März 2026, sodass der Anwender seine Trinkwasserinstallation oder Geräte für die Anwendung in Trinkwasser beruhigt damit ausrüsten kann. Die Dichtungsplatte ist bereits verfügbar – rechtzeitig bevor bei vielen Bestandsprodukten am 31.12.2021 die Zertifikate auslaufen. Viele Dichtverbindungen sind so ausgelegt, dass ein Wechsel der Dichtungsart, z. B. auf O-Ringe oder reine Gummi-Ringe, nicht möglich ist. Mit der neuen Dichtungsplatte braucht der Anwender daran keinen Gedanken zu verschwenden, denn sie erfüllt die Anforderungen für Kaltwasser (23 °C) sowie für Heißwasser (85 °C) und wird vorerst in den Dicken 1,0, 1,5, 2,0 und 3,0 mm geliefert. Insbesondere für die Anbieter von Baugruppen und Serienbauteilen wie Druckminderer, Eingangsfilter, Pumpsätze, Wasserzähler usw., aber auch für den Nachrüst- und Austauschbedarf an Wasserleitungsdichtungen, kann jetzt kurzfristig auf das neue Dichtungsmaterial zurückgegriffen werden. Fotos: Klinger, thomaseder/stock.adobe.com www.klinger.de 24 VERFAHRENSTECHNIK 12/2021 www.verfahrenstechnik.de

KOMPONENTEN UND SYSTEME Lieferung von Ersatzgetrieben innerhalb eines Arbeitstages Mit Ato5, dem Programm für verkürzte Lieferzeiten, kann SEW-Eurodrive seine Industriegetriebe der Baureihen X und P nun noch schneller ausliefern. In besonders dringenden Fällen – wenn die Anlage steht – können Ersatzantriebe bereits innerhalb eines Arbeitstages versendet werden. So geschehen bei Schwenk Zement, wo ein zentrales Förderband aufgrund eines Getriebeschadens stillstand. Noch am selben Tag wurde SEW-Eurodrive beauftragt, eine passende Lösung für den ausgefallenden Antrieb anzubieten. Ein Standard-Getriebemotor kam unter anderem aufgrund des notwendigen Axiallüfters sowie der Anbindung an eine bereits vorhandene Flüssigkeitskupplung nicht infrage. Nur zwei Stunden nach der Kontaktaufnahme erhielt Schwenk Zement von SEW-Eurodrive ein Angebot mit Maßblatt. Das Ersatzgetriebe wurde am Folgetag an den Kunden geliefert und konnte noch am Abend durch seine Werksinstandhaltung in Betrieb genommen werden. www.sew-eurodrive.de Schraubenkompressoren mit Permanentmagnetmotor Im Leistungsbereich von 5,5 bis 11 kW hat Boge einige Schraubenkompressoren mit einem Permanentmagnetmotor ausgestattet. Das Modell C 7 PM mit 5,5 kW Nennleistung des Antriebsmotors etwa bietet eine gute Kombination von Liefermenge und Effizienz sowie Schallpegel bei kleiner Aufstellfläche. In der Leistungsklasse 7,5 kW überzeugt unterdessen das neue Modell C 9 PM, das die Vorteile des Vorgängermodells mit verbesserter Liefermenge und Effizienz kombiniert. Ausgelegt sind die Kompressoren für hohe Liefermengen im Dauerbetrieb. Dabei sorgt der neue Permanentmagnetmotor dafür, dass sie bei gleichbleibender Leistungsaufnahme eine höhere Liefermenge aufweisen. Anwender profitieren vom reduzierten Energieverbrauch der Kompressoren. Dank ihrer Modularität lassen sich die Kompressoren der C-Baureihe mit Permanentmagnetmotor wie benötigt mit Zubehör kombinieren. www.boge.de Sichere Förderung von Ammoniak Kleine Medienmengen bei hohen Differenz-Drücken zu fördern – das ist die Kernkompetenz der Seitenkanalpumpen von Sero PumpSystems. Die Produktreihe Sema-S bietet dabei eine Variante, die auf die Förderung von Ammoniak spezialisiert ist – unter anderem durch entsprechende Materialausführung und die leckagesichere Dichtungsvariante mittels Magnetantrieb. Des Weiteren wird die Betriebssicherheit durch niedrige NPSH-Werte gewährleistet wie auch die Eigenschaft, Gas mitzufördern. Der modulare Aufbau ermöglicht eine Anpassung der Förderdaten. Die selbstansaugende Seitenkanalpumpe ist in der Lage, Medienvolumina von 0,3 bis 42 m³/h bei einem Nenndruck bis 40 bar sicher zu fördern. Bei Ammoniak überzeugt laut Hersteller die in Edelstahl oder Sphäroguss ausgeführte Pumpe durch hohe Leckagesicherheit: die berührungslose Drehmomentübertragung vom Motor über eine Permanentmagnet- Kupplung auf die Pumpenwelle ermöglicht die Abdichtung des Produktraums hin zur umgebenden Atmosphäre. www.seroweb.com

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