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Verfahrenstechnik 1-2/2019

Verfahrenstechnik 1-2/2019

VERFAHREN UND ANLAGEN

VERFAHREN UND ANLAGEN Ohne Sauerstoffkontamination Siebtechnik in einer Aufbereitungsanlage für Metallpulver In einer Anlage zur Aufbereitung von Metallpulver sind Taumelsiebmaschinen im Einsatz. Diese wurden speziell auf die Anforderungen der Anwendung ausgelegt und ermöglichen ein exaktes Absieben. Autoren: Isabella Schlegel, Vertrieb/Marketing, GKM Siebtechnik GmbH, Waibstadt; Jürgen Graf, Geschäftsführer, Graf Anlagenbau GmbH, Krumbach Die Taumelsiebmaschine (links) ist das Herzstück der Anlage, damit ist die Absiebung von Metallpulvern ohne Sauerstoffkontamination möglich Um Werkstoffe mit speziellen Eigenschaften herstellen zu können, sind oft aufwändige Verfahrensschritte notwendig. In einer Anlage zur Aufbereitung von Metallpulver bspw. werden hochwertige Legierungen auf Aluminium-Titan-Basis, die zuvor im Vakuum-Schmelzprozess verdüst wurden, aufbereitet, verpackt und homogenisiert. Die Anlage der Graf Anlagenbau GmbH ist bei einem Hersteller von Hochleistungsmetallen und -materialien im Einsatz, sie umfasst mehrere Verfahrensschritte: Umfüllstation, Materialcontainer, Siebanlage, Verpackungsanlage und Handling. Das komplette System ist geschlossen und wird mit Argon-Gas geflutet, da das Metallpulver bei Kontakt mit Sauerstoff geschädigt würde. Beim ersten Schritt – der Umfüllstation – wird das Material von den Behältern der Vakuum-Schmelze in die Materialcontainer unter Argon-Atmosphäre umgefüllt. Die Argonatmosphäre wird während des gesamten Prozesses überwacht. Für das prozesssichere Materialhandling und die Zwischenlagerung ohne Unterbrechung der Argon-Atmosphäre wurden spezielle Materialcontainer konzi- piert. Diese Materialcontainer bestehen aus einem asymmetrischen Auslaufkonus, damit auch schwer fließendes Material sicher und restlos ausgetragen werden kann. Die befüllten Materialcontainer können über einen Drehmischer mehrfach gedreht werden, um das eingefüllte Pulver zu homogenisieren. Die Taumelsiebmaschine von GKM Siebtechnik GmbH ist das Herzstück der Anlage. Sie wurde speziell für die Anforderungen der Absiebung von Metallpulvern ohne Sauerstoffkontamination ausgelegt. Die Materialcontainer werden an der Siebanlage oben angedockt, anschließend wird das Material über eine geschlossene Vibrationsrinne der Siebmaschine zugeführt. Das Material wird in drei Fraktionen gesiebt, um grobe Partikel und unerwünschten Feinstaubanteil abzutrennen. Die Argon- Zuführung erfolgt bei Bedarf vollautomatisch. Um auch bei feinsten Maschenweiten bis 25 μm sicher sieben zu können, ist die Anlage mit einer Ultraschall-Reinigung ausgerüstet. Nach der Siebung und zur Auslieferung an die Kunden wird das Material in handliche Kunststoffbehälter abgefüllt. Die von der Siebmaschine kommenden Container werden an der Befüllstation, die aus einer Vibrorinne und einer Plattformwaage besteht, angedockt. Das ganze System befindet sich in einem Handschuhkasten mit Argon-Inertisierung. Dadurch ist das Material beim Umfüllvorgang ebenfalls vor Oxidation geschützt. Der Bediener verschließt die Container im Handschuhkasten nach erfolgter Befüllung und schiebt sie in ein Austragssystem mit pneumatischem Aufzug und Rollenbahn. Das eingesetzte Verwiegesystem ist eichfähig und verfügt über einen automatischen Protokollspeicher, sodass jede Produktionscharge rückverfolgbar ist. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen GKM und dem Anlagenbauer – der Graf Anlagenbau GmbH aus Krumbach – konnte das Projekt mit einer extrem kurzen Lieferzeit von nur vier Monaten zwischen den ersten Entwurfsskizzen und der Inbetriebnahme erfolgreich realisiert werden. Fotos: GKM, Graf www.gkm-net.de; www.graf-anlagen.de 18 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/2019

VERFAHREN UND ANLAGEN Vibrationssieb entspricht Hygieneansprüchen Das weiterentwickelte Vibrationssieb JEL Konti II wurde nach den Grundprinzipien des Hygienic Designs konstruiert und ist somit auch für den Einsatz in der Foodund Pharma-Branche geeignet. Der Siebtrog der Maschine weist dank der vergrößerten Radien keine Ecken auf, in denen sich Produktreste festsetzen könnten. Darüber hinaus sind alle innenliegenden Teile bequem erreichbar, auch Dichtungen können zu Reinigungszwecken einfach entfernt und wieder aufgesteckt werden. Das minimalistisch gehaltene Siebgehäuse überzeugt laut Hersteller durch glatte, leicht abwischbare Flächen. Das Vibrationssieb selbst ist auf einem Gestell aus Rundrohr aufgebaut, damit sich auch hier weder Schmutz noch Produktrückstände ablagern können. Bei Bedarf wird die Maschine nach Richtlinien wie GMP, FDA, BfR oder 1935/2004 ausgelegt und mit unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen und Rautiefen angeboten. Um auch das Handling so einfach wie möglich zu gestalten, kann das Vibrationssieb durchgängig werkzeuglos bedient und gewartet werden. Insbesondere der Wechsel der Siebeinleger wurde so vereinfacht, dass innerhalb von 30 s mit nur wenigen Handgriffen der Einleger wie eine Schublade stirnseitig herausgezogen werden kann, ohne dass die Maschine von der Produktzuund -abführung abgetrennt werden muss. www.engelsmann.de Software erweitert Kontrollmöglichkeiten bei Dosierern Coperion K-Tron hat ihre K-Vision Software mit neuen Funktionen erweitert. Das System dient zur Steuerung von mehreren Geräten in einem Prozess. Mit der Einführung der Version 2.0 bietet Software nun die Möglichkeit, bis zu 24 Geräte in ein oder zwei Linien zu steuern und gibt Nutzern damit eine umfassendere Übersicht und Kontrollmöglichkeit ihrer Dosiergeräte an die Hand. K-Vision umfasst einen 12,1"-Farb-LCD-Bildschirm zusammen mit einem Touchscreen als Haupteingabegerät. Wahlweise können eine oder im Quad-Modus vier Anzeigeseiten gleichzeitig aufgerufen werden. Das System sei laut Hersteller einfach zu konfigurieren und benötige kaum Programmieraufwand. Die grafische Visualisierung des Prozesses erfolgt mittels bedienerfreundlichen Trend-Grafiken. Zudem wird auch eine Ereignisprotokollierung angeboten. Sämtliche Dosierertypen für kontinuierliche wie auch Batch-Prozesse können mit dieser Software gesteuert werden. Das Update von der bisherigen auf die neue K-Vision-Software-Version ist jederzeit möglich und erfolgt mittels Compact-Flash-Karte oder USB-Flashspeicher. Durch eine große Auswahl an Anschlussmöglichkeiten kann K-Vision auf einfache Weise in bestehende Systeme integriert werden. www.coperion.com Der effizienteste Nassmahlprozess auf kleinem Raum. Das unschlagbare Duo MacroMedia und MicroMedia+ entfaltet sein volles Potenzial in unserem standardisierten Produktionsmodul. Es ermöglicht Vorund Feinvermahlung in einem kompakten Modul und spart somit Platz und Kosten. interessiert? Kontaktieren Sie uns: grinding.dispersing@buhlergroup.com Ein echt unschlagbares Duo. MacroMedia TM und MicroMedia+ TM Innovations for a better world.

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