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Verfahrenstechnik 9/2021

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Verfahrenstechnik 9/2021

AKTUELLES I PERSÖNLICH

AKTUELLES I PERSÖNLICH Die Life-Science-Ingenieurin FRANZISKA ENZMANN Frau Enzmann, Sie haben Life Science Engineering studiert. Was ist darunter zu verstehen? Life Science Engineering (LSE) ist im Prinzip eine Weiterentwicklung des Studiengangs „Chemie- und Bioingenieurwesen“. Das Curriculum wurde speziell im Bereich der pharmazeutischen Forschung und der medizinischen Biotechnologie ergänzt. Dadurch ist der Studiengang mehr auf die pharmazeutische Industrie ausgerichtet als auf die klassische Chemieindustrie. Sie haben in Ihrer jungen Laufbahn einen bunten Mix aus Themen – was bedeutet Ihnen diese Vielseitigkeit? Ich sehe mich persönlich mehr als Generalistin denn als Fachexpertin. Es macht mir Spaß, mich immer wieder mit neuen Themen zu beschäftigen, Konzepte zu erstellen und dabei die Methoden und Herangehensweisen verschiedener Disziplinen miteinander zu kombinieren. In unserer komplexen Arbeitswelt wird es immer wichtiger, Zusammenhänge herzustellen und Fragestellungen miteinander zu verknüpfen. Was steckt hinter Ihrem Engagement im Verein „Technik ohne Grenzen“? Technik ohne Grenzen leistet technische Entwicklungszusammenarbeit. Das heißt, wir führen Projekte in Entwicklungsländern in technischen Bereichen durch, zum Beispiel der Wasser- oder Energieversorgung. Ich bin als Studentin in den Verein eingetreten, um zu sehen, wie man die sehr theoretischen Studieninhalte in der Praxis umsetzen kann. Mittlerweile leite ich die Regionalgruppe Rhein-Main in Frankfurt, kümmere mich um die Koordination und die Verwaltung unserer Projekte, übernehme aber auch einen aktiven Part. Das nächste ist eine Baumpflanzaktion in Deutschland, bei der wir Bäume pflanzen, um unsere CO 2 -Emissionen durch die Flüge in einem Einsatzland zu kompensieren. Dann werde ich voraussichtlich im November mit einem Team nach Kamerun reisen, wo wir einen Brunnen für ein Dorf bohren und eine Wasserversorgung aufbauen, einen weiteren bestehenden Brunnen an einer Schule regenerieren und einen Computerraum für ein technisches Gymnasium ausstatten. Im nächsten Jahr haben wir dann ein Agroforestry-Projekt in Kenia, in dem wir Schulgärten anlegen und zusammen mit unserem Partnerverein Stawisha Africa eine Baumschule gründen. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, welche Technologie würden Sie in Ländern wie Kenia als Erstes installieren? Das wichtigste Thema dürfte nach wie vor sauberes Wasser sein, also am besten eine Technologie, die sich mit Wassergewinnung oder Aufbereitung beschäftigt. Das muss gar nicht unbedingt eine Highend-Technologie sein, sondern so etwas wie spezielle Kläranlagen mit geringer Verdunstungsfläche, die die allgemeine Sauberkeit von Flüssen und Seen verbessern und erlauben, dass Abwässer wiederaufbereitet werden können anstatt einfach zu versickern. Das könnte man noch „upgraden“ mit mikrobiellen Brennstoffzellen, die gleichzeitig Strom erzeugen, oder ganz klassisch einer Biogaserzeugung. Das Biogas könnte man ohne großen Stromverbrauch mit Membrantechnologien aufbereiten, sodass man es als Brennstoff in Autos einsetzen könnte. Ich favorisiere ganzheitliche und dezentrale Konzepte, da die Dörfer in Kenia sehr weit auseinanderliegen. Wie wichtig war Ihr Engagement im Ausland für Ihre Entwicklung? Auf einer Skala von 1 bis 10: 12. Meinen ersten Job, bei dem es unter anderem um den Aufbau von Biogasanlagen in Kenia ging, habe ich bekommen, weil ich mich auf dem Gebiet schon engagiert hatte. Das hat mich in meiner beruflichen Entwicklung sehr vorangebracht und kommt auch in jedem Bewerbungsgespräch wieder vor. Und persönlich ist es natürlich eine enorme Bereicherung. Der interkulturelle Austausch, die Tatsache, dass man Lebensbedingungen verbessern kann, die Reisen, die Erfahrungen und das tolle Team hier in Deutschland möchte ich auf keinen Fall missen. Wie würden Sie bei jungen Menschen Werbung für Ihren Beruf machen? Wie wahrscheinlich die meisten Ingenieure: Wir sind ungeheuer vielseitig, haben die besten Jobchancen überall auf der Welt, und ohne uns geht gar nichts. (eli) Franziska Enzmann ist Projektingenieurin bei Evonik und arbeitet ehrenamtlich beim Verein Technik ohne Grenzen e.V.

Solids als regionale Veranstaltung Gefahrstofftage bei Denios FOOD & BEVERAGE I TOP-THEMA AKTUELLES Im Herbst 2021 startet mit den Solids Regio Days in Karlsruhe am 6. Oktober das neue kompakte Veranstaltungsformat des Messeveranstalters Easyfairs. Die eintägigen Branchentreffs sollen die Wertschöpfungskette der Schüttgut-Technik in industriestarke Regionen direkt vor die Haustür der Anwender Mit neuer Agenda und neuen Referenten starten die Denios-Gefahrstofftage in die zweite Jahreshälfte 2021. Das Programm verspricht wieder einen spannenden Themenmix rund um den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen: Im Fokus stehen die Neufassung der TRGS 510, betrieblicher Explosionsschutz und gefährliche Abfälle. Am 07.10. ist eine Prä- bringen. senzveranstaltung in Bad Oeynhausen Ausstellern und geplant, am 18.11. gibt es eine Online- 01 Besuchern bieten Version. Infos zur Anmeldung und zu den Gebühren gibt es auf sich 02zwischen den der Homepage: www.denios.de/unternehmen/denios-academy/ turnusmäßigen Messeterminen in www.denios.de Dortmund Plattformen für von planbare 45 000 l/h und über sichere Trenn-, Live-Kontakte Homo- pro und Woche den einschalten, sehn- um die Prozess Kapazität 01 Separator mit integriertem Direktantrieb genisierungs- lichst erwünschten und Milchstandardisierungslösungen, rund 60 Ausstellern. die nahtlos mit den moderni- im Hintergrund persönlichen Austausch. zyklen Geplant in Gang wird zu mit setzen.“ zur Milchentrahmung sowie Homogenisator Verpackungsbranche trifft sich in Nürnberg sierten Kühl- und Wärmepumpenlösungen Für die Zukunft gerüstet 02 Das Wärmepumpensystem bei Aurivo in zusammenarbeiten. www.solids-karlsruhe.de Wenn die Foto: NürnbergMesse/ Killygordon Durch die allgemeine Modernisierung Es gibt sogar noch ungenutzte Kapazitäten Thomas Geiger Fachpack am wurde die stündliche Milchverarbeitungskapazität im Wärmepumpensystem, stellt Carlin fest: 28. September von Aurivo erhöht und der Ener- „Derzeit nutzen wir nur 50 % der Wärme- Aurivo setzt seine Partnerschaft im Messezent- mit Gea im gieverbrauch Jumo als Ausbildungsbetrieb für die Verarbeitung, Erhitzung und Kühlung um etwa 12 % gesenkt. die Menge des produzierten Warmwassers fort. „Wir waren von der Expertise ihre Tore und dem öff- ausgezeichnet pumpenkapazität. Falls nötig, könnten wir Rahmen eines Service-Level-Agreements rum Nürnberg Die CO 2 -Emissionen sind um mehr Die alsJumo und GmbH damit & möglicherweise Co. KG auch unsere Kapazität eines von für die 800 Pasteurisierung Un- verdoppeln.“ 181 000 kg/a gesunken. Doch vor allem hat als konnte der Einsatz von fossilen Brenn- ternehmen Als Komplettanbieter das Siegel konfigurierte und stoffen zur Erwärmung des verwendeten „Deutschlands installierte beste Gea Ausbildungsbetriebe“ die und Pasteurisierungssysteme erhalten bei Aurivo. alle Kühl-, Wärmepumpen- Wassers für die Pasteurisierung durch Know-how der Gea-Experten net, sehr ist dies beeindruckt, und es ist uns wirklich erste wichtig, große dass der wir für alle installierten Komponenten Treffpunkt der auf einen umfassenden lokalen europäischen Service zurückgreifen können“, betont Carlin. Verpackungsbranche „Der Gea- nur eine seit Wärme- zwei Jahren Standort und ein und lang die Mitarbeiter ersehntes sind Wiedersehen. nicht allzu Wärmepumpentechnologie bei Aurivo und in der „Wir Branche haben also Messtechnik nicht drastisch reduziert werden. pumpe den zweiten geliefert, Platz sondern Der optimierten persönliche am Dialog weit zwischen von uns Geschäftspartnern entfernt, und wir wissen, und Kolle- dass „Die neuen Kälte- und Wärmepumpen- erzielt. Das Standort Magazin auch Focus passenderweise gen sowie die der gesamte Austausch wir über die Teams Trends jederzeit und Innovationen rund um die Uhr in der in lösungen bieten uns eine Kühlleistung hat von in Pasteuranlage Zusammenarbeit für die Verpackungsbranche Wärmepumpenanwendung“, stehen Anspruch dann nehmen drei Tage können, lang um im sicherzustel- Fokus der Institut erklärt für Ma- Kenneth Messe. Hoffmann, Gezeigt Pro- werden len, Lösungen dass wir keine zu Produktverpackungen teuren Ausfallzeiten und für 1 200 kW und ungefähr die gleiche Heizleistung“nagement- mit dem kommentiert und Wirtschaftsforschung Stephen Carlin, Engi- die Ausbildungsqualität duktmanager Heatpumps in Industrie- bei Gea. „Während und Konsumgüter, Prozessunterbrechungen Packhilfsmittel haben.“ und Packstoffe, neering den 20 000 Manager mitarbeiterstärksten Aurivo. „Die Unternehmen Wärmepumpetersucht. der Deutschlands gesamten Projektlaufzeit un- aber auch haben für wir die uns Verpackungsherstellung, Das erfolgreiche Projekt Verpackungstechnik unterstreicht die die Für die Jumo-Gesellschafter Abwärme aus dem Kühler und -Geschäftsführer darauf konzentriert, Bern- eine sowie große für Komplett- Verpackungsanlagen Vorteile oder des Sens-Konzepts den Verpackungsdruck. (Sustainable Das sammelt hard Juchheim und wiederverwertet, ist die Auszeichnung liefert ein uns deutlicher lösung Beleg und nicht für den nur einzelne Leitthema Teile anzubieten, „Umweltgerechtes Energy Solutions) Verpacken“ von spiegelt Gea und sich wurde im um- von Jumo: sodass „Vor alle dem unsere fangreichen Technologien Vortragsprogramm, dazu der irischen auf Behörde den Sonderschauen für nachhaltige und Ener- den die hohen restliche Stellenwert Energie, des die Themas benötigt Ausbildung wird, um bei das Hintergrund Wasser auf des die demografischen Pasteurisierungstemperatuden Wandels und beitragen der zunehmen- können, Abfall, Messeständen Energieverbrauch der Aussteller gie mit wider. dem Exeed-Zertifikat Neben Nachhaltigkeit (Excellence geht es in Digitalisierung von maximal 78 der °C Gesellschaft zu bringen. sind Da- hervorragend und den Einsatz qualifi- fossiler Brennstoffe vor allem um zu redu- verändertes Energy Verbraucherverhalten, Efficiency Design) ausgezeichnet. Verpackungs- durch zierte Fachkräfte sind unsere ein traditionellen unschätzbarer Heizöl- Wettbewerbsvorteil.“ zieren, während gleichzeitig design die und Kapazität digitale Transformation. Fotos: Gea -kessel für den Pasteurisierungsprozess fast erhöht wird. Die Anlage von Aurivo hat sich überflüssig www.jumo.net geworden. Tatsächlich müssen dadurch zu einer der nachhaltigsten www.fachpack.de Molkereien wir die Kessel jetzt nur noch eine Stunde Irlands entwickelt.“ www.gea.com MISCHER, BEHÄLTER- UND MISCHER, ANLAGENBAU BEHÄLTER- UND ANLAGENBAU FÜR LABOR MISCHER, UND FÜR PRODUKTION BEHÄLTER- LABOR UND UND PRODUKTION ANLAGENBAU MISCHER, BEHÄLTER- UND ANLAGENBAU FÜR LABOR UND PRODUKTION FÜR LABOR UND PRODUKTION Herbst Maschinenfabrik Herbst GmbH Maschinenfabrik GmbH Tel: 04161/7239-0 Tel: 04161/7239-0 www.Herbst-Mischtechnik.de Herbst www.Herbst-Mischtechnik.de Maschinenfabrik GmbH Maschinenfabrik GmbH Tel: 04161/7239-0 Tel: 04161/7239-0 www.Herbst-Mischtechnik.de Unbenannt-1 1 www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 01.10.2020 www.Herbst-Mischtechnik.de 10/2020 10:45:02 09/2021 237 Herbst.indd 1 Herbst.indd 1 19.10.2018 11:58:52 19.10.2018 11:58:52

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