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Verfahrenstechnik 9/2021

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Verfahrenstechnik 9/2021

MESSEN, REGELN,

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN Hauptsache durchgängig Modulare HMI-Plattform mit extrem hoher Anpassungsfähigkeit Modularität und Flexibilität waren die Kernaspekte bei der Entwicklung der neuen HMI-Plattform VisuNet FLX, die sowohl für den Einsatz in der Zone 2/22 als auch für Nicht-Ex- Bereiche geeignet ist. In der Prozessindustrie sind die Anforderungen an die Produktqualität enorm hoch – das gilt auch für HMI-Geräte, die zum Bedienen und Beobachten der Prozesse eingesetzt werden. Wird die neue HMI-Generation als Remote Monitor konfiguriert, können Anwender einfach und direkt auf Informationen des Produktions- Autorin: Natalie Walther, Produkt Marketing Managerin, Pepperl+Fuchs SE, Mannheim systems zugreifen. So ist neben der Kommunikation innerhalb des Produktionsprozesses auch – über alle Hierarchieebenen hinweg – ein Zugriff auf Prozessleitsysteme (PLS) und Manufacturing Execution Systeme (MES) möglich. Mittels Ethernet kommunizieren diese netzwerkbasierten kosteneffizienten Thin-Client- Lösungen, die mit einem Celeron-Prozessor bestückt sind, mit dem PLS oder MES. Durch den Einsatz von Standard RDP (Remote Desktop Protocol) bieten die eingesetzten HMIs neben hoher Zuverlässigkeit auch große Flexibilität. So ist der VisuNet FLX mit allen gängigen Prozessleitsystemen sowie MES Systemen kompatibel. Neben einer Konfiguration als Thin Client/ Remote Monitor oder Direct Monitor für die Anbindung an vorhandene Rechner auf kurzer Distanz ist der VisuNet FLX nach Bedarf auch als Hochleistungsrechner verfügbar. Für rechenintensivere Anwendungen sorgt ein konfigurierbarer i5-Prozessor. Durch das offene Windows-Betriebssystem und eine Vielzahl von Schnittstellen (beispielhaft RS232/422/485) können so Punkt-zu- Punkt-Verbindungen z. B. zu Steuerungen aufgebaut und individuelle Scada-Applikationen installiert werden. Dies erlaubt es insbesondere Maschinenbauern, kompakte und hoch performante Automatisierungslösungen zu entwickeln. Flexibilität durch Modularität Die durchgängige Modularität der neuen Plattform erlaubt eine sehr individuelle Konfiguration der HMI-Geräte und ermöglicht außerdem einen schnellen, einfachen Austausch von Komponenten sowie eine Installation mit geringer Manpower. Ersatzteilkomponenten können direkt vor Ort an Lager gelegt werden oder jederzeit aus einem der global verfügbaren Lager mit kurzen Lieferzeiten abgerufen werden. Im Falle eines Defekts der Komponenten Display, Rechner oder AC- Netzteil lassen sich diese vom Anwender selbst austauschen. Dies bietet einen enormen Zeit- und Kostenvorteil, da eine aufwändige Demontage, ein Rücktransport oder auch die erneute Installation des Gesamtsystems erspart bleibt. Neben der stark erhöhten Verfügbarkeit, die vor allem in 24/7-Produktionsstätten einen immensen Vorteil mit sich bringt, bietet die Modularität auch eine erweiterte Zukunftssicherheit. Der schnelle Austausch der Komponenten erlaubt es, die Systeme im Falle einer Änderung der Anlagenstruktur bzw. Produktionsprozesse an die neuen Gegebenheiten einfach anzupassen. Beispielhaft hierfür wäre das Upgraden einer Rechnereinheit; wird aufgrund der Änderung eine höhere Rechenleistung oder mehr RAM bzw. Speicher benötigt, kann die Rechnereinheit einfach und schnell vor Ort ausgetauscht werden. Jeder Anwender kann neben der Bandbreite an Technologien auch auf eine große Auswahl von Montageoptionen und Peripheriegeräten zugreifen und dementsprechend den VisuNet FLX individuell konfigurieren. Eine HMI-Bedienstation besteht dabei mindestens aus Computerund Display-Einheit, die als Schalttafeleinbau oder innerhalb eines Gehäuses als System installiert werden kann. Von Ex-Zone bis Kontrollraum Mit dem VisuNet FLX erweitert Pepperl+Fuchs sein modulares Portfolio für den durchgängigen Einsatz in der Prozessautomation. So findet der VisuNet FLX neben seinem großen modularen Bruder dem VisuNet GXP, der in erster Linie für die Zone 1/21 entwickelt wurde, Platz in explosionsgefährdeten Zonen 2/22 oder auch im nicht-explosionsgefährdeten Bereich. Egal ob Thin Client oder PC-Technologie – die modularen HMIs decken leicht und kompakt jeden Bedarf im Produktionsbereich ab. Darüber hinaus ist auch für die Überwachung in Kontrollräumen gesorgt. Das robuste Design, die Langzeitverfügbarkeit oder auch die sehr hohe Flexibilität sind nur einige Aspekte, die die Box Thin Clients BTC12 und BTC14 für den industriellen 24/7-Betrieb auszeichnen. Das Portfolio von Pepperl+Fuchs bietet somit zugeschnittene Hardware sowie optimierte Software von der Leitwarte bis hin zur Zone 1/21. Foto: Pepperl+Fuchs www.pepperl-fuchs.com 42 VERFAHRENSTECHNIK 09/2021 www.verfahrenstechnik.de

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN Digitalmanometer mit IO-Link Kobold Messring hat ein Digitalmanometer mit IO-Link, Typ MAN-LC für 24-V-Betrieb vorgestellt. Das Gerät ist optional auch mit Batterie lieferbar. Die intelligenten Digitalmanometer dienen der Anzeige, Überwachung und Fernübertragung von druckabhängigen Betriebsabläufen in Maschinen und kompletten Anlagen. Ein keramischer oder ein Metall-Sensor erfasst und misst den Druck und zeigt ihn via Elektronik an. Die Monitorfunktionen können jetzt über kapazitive Touchpads bedient werden. Die Geräte sind individuell anpassbar, je nach Einsatzzweck und Anwendungsbereich. Das elektronische Anzeigemodul kann in 90°-Schritten gedreht werden, was für seitliche oder Über-Kopf-Installationen ideal ist. Zur Positionierung kann man den Messanschluss nach der Installation stufenlos bis zu 360° einstellen. Die Batterielebensdauer wurde deutlich erhöht, mit einer handelsüblichen Alkaline-Batterie auf ein Jahr und bei Einsatz einer Lithium-Batterie auf 2,5 Jahre. Auch die Auswahl an Prozessanschlüssen wurde deutlich erweitert, zusätzlich zu den üblichen G- und NPT-Gewinden sind auch metrische Anschlüsse wie auch kundenspezifische Ausführungen erhältlich. Außerdem kann eine Vielzahl von Druckmittlern für unterschiedliche Prozessanforderungen montiert werden. www.kobold.com Sicherer System-Einzelschrank Der Rittal Einzelschrank ist ein Bindeglied zwischen den Rittal AX Kompaktgehäusen und VX25 Anreihschränken. Dabei überzeugt der VX SE laut Hersteller durch schnelle Bestellung und Montage, einfachen Aufbau und Sicherheit sowie durch Systemkompatibilität. Auch für Installationen bei engen Platzverhältnissen bietet der Schrank mit einer 300 mm tiefen Gehäusevariante neue Einsatzmöglichkeiten. Im Gegensatz zu Anreihschränken mit Rahmengestell und abnehmbaren Seitenwänden verfügt der Einzelschrank über einen Korpus aus einem Stück Stahlblech oder Edelstahl. Durch angeformte Seitenwände inklusive Dach sowie weniger Einzelkomponenten werden Bestellung und Montage deutlich einfacher und schneller. Ein zusätzlicher Zeitgewinn ergibt sich auch dadurch, dass die Seitenwände und das Dach bereits leitend mit dem Rahmen verbunden sind. Auch eine erhöhte Sicherheit ist gewährleistet, da z. B. fehlende Spalten zwischen Seiten, Dach und Rahmen die Ablagerungen von Schmutz verhindern. Bereits in seiner Basisausführung verfügt der VX SE über die Schutzart IP55, Schlagschutz IK10, einen automatischen Potenzialausgleich, hohe Stabilität durch enorme Verwindungssteifigkeit sowie eine Belastbarkeit von 1,5 t. Für höhere Schutzart-Anforderungen beim Einsatz in rauen Umgebungen ist der Rittal Einzelschrank optional auch in einer IP66- und Nema 4/4x-Ausführung erhältlich. Integrierte Flanschplatten im Boden machen die Kabeleinführung in den hochdichten Schränken besonders einfach. www.rittal.de Emissionsmessungen zertifiziert durchführen Für die Überwachung von Emissionen aus stationären Quellen (QAL3, AST) gibt die Norm EN 15 267-4 die Anforderungen vor, die ein portables Messgerät für amtliche Messungen erfüllen muss. Neben Standardreferenzmethoden sind alternative Messmethoden erlaubt, sofern diese als gleichwertig gemäß EN 14 793 nachgewiesen werden. Der Abgasanalysator MGAprime Q ist als portable automatische Messeinrichtung (P-AMS) gemäß EN15 267-4 zertifiziert worden. Das Messsystem ist eine Kompaktlösung, die aus einer Entnahmesonde und dem Messgerät besteht, das die vollständige Gasaufbereitung sowie Module zur Gasanalyse enthält. Das Messgerät misst gleichzeitig neun Gaskomponenten (O 2 , CO, CO 2 , NO, NO 2 , N 2 O, SO 2 , CH 4 , C 3 H 8 ) sowie die Gastemperatur, die Strömungsgeschwindigkeit und den Volumenstrom. Die Gaskomponenten werden mit einem paramagnetischen Sensor und einer NDIR-Technik gemessen. Die Messungen von SO 2 und NO x erfüllen die Anforderungen der Gleichwertigkeit mit den Standardreferenzverfahren. Dadurch entfällt z. B. der Einsatz eines Chemilumineszenz- Detektors mit vorgeschaltetem NO 2 /NO-Konverter. Zugrunde liegt eine drift-freie und präzise NDIR-Messtechnik, in der die Einflüsse der gemessenen Begleitgase sowie H 2 O rechnerisch kompensiert werden. Das große Touch-Display ermöglicht eine einfache Bedienung und eine Vielzahl grafischer Darstellungsmöglichkeiten. Die Messdaten können per LAN, WLAN, 4–20 mA, RS485 und USB-Stick transferiert werden. www.mru.eu Messdatenerfassung an der Anlage und im Labor Mit LoggitoLab erweitert die Delphin Technology AG ihre Präzisionsmesstechnik sowohl für die besonders effiziente Arbeit im Labor als auch für spontane und häufig wechselnde Messaufgaben an Anlagen. Das kompakte und handliche Tischgerät verfügt wahlweise über Labor- und/oder Thermominiaturbuchsen zum werkzeuglosen Anschluss beliebiger Strom-/ Spannungs- und Temperatursignale. LoggitoLab ist in den Varianten LoggitoLab Logger und LoggitoLab USB erhältlich. LoggitoLab Logger kommt zum Einsatz, wenn ein PC-unabhängiger Betrieb mit ausfallsicherem, geräteinternem Datenspeicher und intelligenten Analysefunktionen sowie Schnittstellen wie OPC UA und Modbus TCP gefragt sind. Es kann jeweils zwischen verschiedenen Anschlussvarianten mit je acht Analogeingangskanälen gewählt werden. Diese verfügen entweder über 4 mm Laborbuchsen zum schnellen Anschluss beliebiger Spannungs-, Strom- und RTD-Signale in 2-, 3- und 4-Leitertechnik oder über Thermominiaturbuchsen zum direkten Anschluss beliebiger Thermoelemente. www.delphin.de www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 09/2021 43

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