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Verfahrenstechnik 9/2021

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Verfahrenstechnik 9/2021

TOP-THEMA I FOOD &

TOP-THEMA I FOOD & BEVERAGE Kompaktes Kraftpaket Kühlkompressor in einer Molkerei Die Reduzierung der Gesamtbetriebskosten und die Steigerung der Energieeffizienz waren Hauptargumente bei der Auswahl eines Kompressors für eine milchverarbeitende Anlage. Das Ammoniak-Schraubenverdichter-Paket mit einer hohen Drehzahl von 4 500 U/min ist ein wichtiger Teil des Kältesystems in der neuen Anlage von Fortune Dairy. Fortune Dairy, ein aufstrebendes Molkereiunternehmen Indiens in der Nähe von Pune, hat eine neue Milchverarbeitungsanlage gebaut. Für dieses Projekt auf der grünen Wiese suchte das Unternehmen einen zuverlässigen Partner, der ein Verdichterpaket liefern sollte, das mehr als nur eine außergewöhnliche Leistung für das Kältesystem bieten könnte. Das intelligente Design der Grasso M- Serie Verdichter sorgt für eine Steigerung der Energieeffizienz der Kälteanlage bei Fortune Dairy um 15 bis 20 %. Ein weiteres Plus ist das Wartungsintervall: Gea empfiehlt eine Überholung bei 50 000 Betriebsstunden. Außerdem gibt es eine maximale Ölverschleppung von 5 ppm. Auch das führt zu reduzierten Betriebskosten. Die hocheffiziente, langlebige Maschine in Kombination mit der Verwendung von Ammoniak als Kältemittel macht sie zu einer nachhaltigen Lösung. Ammoniak ist ein natürliches Kältemittel und aufgrund seiner umweltfreundlichen Eigenschaften das am häufigsten verwendete Kältemittel für Gea-Kühltechnologien, wobei auch der Einsatz anderer Kältemittel möglich ist. Flexibel und effizient Autor: Dr. Michael Golek, Gea Group AG, Düsseldorf tet. Für dieses Projekt auf der grünen Wiese suchte das Unternehmen nach einer Lösung, die den täglichen Betrieb der Anlage flexibler gestaltet und sie in ihren Zielen von größerer Energieeffizienz und mehr Nachhaltigkeit unterstützen würde. Gea übertraf die Erwartungen des Kunden mit dem Schraubenverdichter der Grasso M-Serie. Dieser Kompressor läuft bei Volllast mit 4 500 U/min. Aufgrund seiner Bauweise benötigt der Kompressor nur ein Minimum an Stellfläche. Bis zu 70 % Platzersparnis sind so möglich. Das macht den Kompressor zu einer der kompaktesten Maschinen in seinem Segment. Ein wesentliches Merkmal des Verdichterpakets ist das Omni Bedienpanel: Die intuitive Bedienung verfügt über eine hochauflösende Multi-Touch-Oberfläche, die alle erforderlichen Systemkomponenten integriert und optimal koordiniert, was zu einem bedarfsgerechten und äußerst energieeffizienten Anlagenbetrieb führt. Omni bietet dem Bediener eine Fülle von kritischen Echtzeitdaten sowie die erweiterten Funktionen, die für eine optimale Systemleistung erforderlich sind, und umfasst zudem praktische, integrierte Anwendungen. Alles im Blick OmniLink ermöglicht beispielsweise den Fernzugriff und OmniHistorian bietet die Ansicht und Analyse historischer Daten, einschließlich einer genauen Buchfüh- Das Bedienpanel lässt sich intuitiv bedienen und verfügt über eine hochauflösende Multi-Touch-Oberfläche Die Installation und der Betrieb der Anlage wurden von erfahrenen Experten geleirung über die von jedem autorisierten Systembetreiber durchgeführten Aktionen. Da Omni als offenes System konzipiert ist, kann es Kälteanlagen aller Hersteller überwachen und regeln, was es zu einer allumfassenden Kommandozentrale macht und den Bedarf an zusätzlichen Regelsystemen eliminiert. „Die Schraubenverdichter der Grasso M-Serie haben in unserer Kälteanlage einen großen Unterschied gemacht. Neben reduzierten Wartungskosten und erhöhter Energieeffizienz machen wir nun auch Fortschritte bei der Reduzierung der CO 2 - Emissionen durch den Einsatz eines natürlichen Kältemittels“, sagt Manoj Tupe, CMD Fortune Dairy Industries Pvt Ltd. Fotos: Gea, psdesign1/stock.adobe.com www.gea.com 32 VERFAHRENSTECHNIK 09/2021 www.verfahrenstechnik.de

FOOD & BEVERAGE I TOP-THEMA Entsaftung mit Einsteigermaschine Mit dem neuen, weiterentwickelten Vakuumwendelfilter-Skid Vaculiq 100 bietet Gea eine neue Lösung im Bereich des industriellen Entsaftens für kleine bis mittelgroße Getränke- und Lebensmittelproduzenten. Die Einsteigeranlage mit einer Durchsatzleistung von bis zu 1 000 l/h ist als mobile und platzsparende Einheit erhältlich. Die neue Anlage bringt laut Hersteller zahlreiche Vorteile hinsichtlich des Antriebs, der Mahltechnik, der Reinigbarkeit und Steuerung mit sich, was in Summe eine erhöhte Ausbeute bis zu 80 % bei höchster Produktqualität ermöglicht. Die Anlage wurde um die leistungsstarke Gea MultiCrush Mühle erweitert, die die Rohware effizient zerkleinert und die Maische somit in kurzer Zeit dem Entsafter zuführen kann. Die Bauteile und energieeffizienten Motoren sind auf Schiebeschienen gelagert und ermöglichen ein Auseinanderfahren in Sekunden. In etwa 30 min lässt sich die gesamte Anlage komplett von Maischeresten befreien und mit Wasser reinigen. Von der Mühle wird die Maische durch eine Exzenterschneckenpumpe in den Vakuumzylinder gefördert, wo sie in einer perforierten Siebröhre unter Vakuum entsaftet wird. Zur Bereitstellung des Vakuums als treibende Kraft der Saftgewinnung wird eine starke Schlauchpumpe eingesetzt. Eine rotierende Wendel im perforierten Sieb transportiert die Feststoffe schließlich zur Austragsöffnung. www.gea.com Nachhaltige Verpackungslösungen für Süßwaren Erste gemeinsame Projekte von Sappi und Syntegon im Bereich der Süßwaren-Verpackung von Markenartikeln zeigen, dass ein Umrüsten auf papierbasierte Lösungen effektiv und sicher realisiert werden kann. So ließ beispielsweise ein namhafter Hersteller von Schokolade eines seiner Produkte erfolgreich von konventionellem auf papierbasiertes Material von Sappi umstellen, indem das Unternehmen das „Paper-on-form Retrofit-Kit“ von Syntegon auf den bestehenden Schlauchbeutelmaschinen installieren ließ. Dieses Kit sorgt auch bei einer hohen Geschwindigkeit für Kaltsiegelapplikationen für optimales Formen und Siegeln im Verpackungsprozess. Dieses kann optional bereits bei neuen Maschinen von Syntegon integriert werden, lässt sich aber auch für ältere Bestandsmaschinen von Syntegon nachrüsten. Die lebensmittelechten, papierbasierten Lösungen verfügen über integrierte Barrieren gegen Sauerstoff, Wasserdampf, Fett, Aroma sowie Mineralöl und sorgen somit für den Erhalt der Produktqualität von Lebensmitteln und anderen Waren. Gleichzeitig machen die Barrierepapiere zusätzliche Laminierungen überflüssig. Dadurch können die Verpackungsmaterialien aus im bestehenden Papierkreislauf recycelt werden. www.sappi.com Aseptische PET-Komplettanlage Dank Sidels aseptischer End-to-End-Komplettanlage für die PET-Verpackung sind nun die flüssigen UHT-Molkereiprodukte des spanischen Herstellers Covap auch in PET-Flaschen erhältlich. Die neuen Flaschen sind der Optik und Haptik von Glasflaschen sehr ähnlich. Dank der Barriereeigenschaften von PET konnte die Haltbarkeit der Milchgetränke um vier Monate verlängert werden. Auch ihr frischer Geschmack bleibt so gewährleistet. Alle drei Flaschenformate (225 ml, 1 l und 1,5 l) können mit Sleeve- oder Roll-Fed- Etiketten versehen werden. Laut Hersteller sei der Personalbedarf für die aseptische PET-Anlage sehr gering. Eine reibungslose und effiziente Produktion mit bis zu 13 200 Flaschen/h sei gewährleistet. www.sidel.com Verschleißfest gelagert auch bei hohen Temperaturen In Lagerstellen der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie herrschen oftmals hohe Geschwindigkeiten und Temperaturen. Damit die Mechanismen ausfallsicher funktionieren, sind langlebige Gleitlagerlösungen gefragt, die Reibung und Hitze auch auf Dauer standhalten. Mit Iglidur AX500 hat Igus jetzt einen neuen verschleißfesten Werkstoff für Hochtemperaturanwendungen entwickelt. Verpackungsmechanismen sind bei den hohen Geschwindigkeiten Verschleiß ausgesetzt, vor allem die Lager. Gleitlager aus dem neuen Hochleistungskunststoff helfen dabei, die Lagerstellen wartungsfrei und langlebig zu machen. Der neue Werkstoff ist elektrostatisch ableitend und sorgt so dafür, dass die Tüten nicht aneinanderhaften und die Mitarbeiter keine „gewischt bekommen“. Auch in besonders staubigen Umgebungen, zum Beispiel bei der Verarbeitung von Mehl, kann ein Funke zu sogenannten Staubexplosionen führen. Diese Funken können in Form von kleinen Spannungsbögen entstehen, wenn bewegte Maschinenteile nicht elektrisch ableitend ausgeführt sind. Das Material ist zusätzlich speziell für Anwendungen im Hochtemperaturbereich geeignet, so lässt sich der Werkstoff zum Beispiel in Backöfen oder in der der Flaschenreinigung einsetzen. Durch seine gute Chemikalienbeständigkeit können aggressive Reiniger dem Lager nichts anhaben. Der Kontakt mit Lebensmitteln ist für Iglidur AX500 kein Problem, denn das tribologisch optimierte Polymer benötigt aufgrund der bereits eingebetteten Festschmierstoffe keine zusätzliche Schmierung. Auch die Konformität gemäß der EU-Verordnung 10/2011 besteht. www.igus.de www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 09/2021 33

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