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Verfahrenstechnik 9/2021

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Verfahrenstechnik 9/2021

VERFAHREN UND ANLAGEN

VERFAHREN UND ANLAGEN Klein und rein Aluminiumaufbereitung mit Rotorshredder Beim Recycling von Aluminium und Aluminiumschrotten kommt es auf die Wahl der passenden Zerkleinerungslösung an: Daher entschied sich ein Entsorgungsfachbetrieb für einen Rotorshredder (RS). Dieser zerkleinert das Aufgabematerial nicht nur, sondern löst Verbunde mit anderen Materialien auf. Ob Alu-Profile, Zorba-Mischfraktionen oder Shredderschwerfraktionen – Aluminiumschrotte fallen in vielfältiger Form an. Für die Recyclinganlage ist insbesondere die Verunreinigung mit anderen Materialien eine große Herausforderung. Am begehrten Aluminium haften beispielsweise Holz, Kunststoff oder andere Metalle. Zu Beginn der Aufbereitung Autor: Roland Schmid, Director of Marketing & Communication, BHS-Sonthofen GmbH, Sonthofen dieser Gemische muss also eine Auftrennung der Materialien erfolgen. Ein Allgäuer Entsorgungsfachbetrieb, der im Jahr 30 000 t NE-Metalle recycelt, wandte sich daher Ende 2019 auf der Suche nach einer neuen Recyclinglösung an BHS- Sonthofen. Schon in der Vergangenheit hatte der Aufbereitungsexperte gute Erfahrungen mit Technik von BHS-Sonthofen gemacht. Seine Wahl fiel vor allem aufgrund der Langlebigkeit und Passgenauigkeit der Recyclinglösungen erneut auf BHS. Christian Kühn, Sales Director im Bereich Recycling und Umwelt bei BHS-Sonthofen, erklärt: „Für die Aufbereitung von Aluminium wurde der Rotorshredder vom Typ RS 2018 gemäß der besonderen Anforderungen zusätzlich verstärkt.“ Mit einem versteiften Gehäuse, einem doppelten Boden sowie einem neuen Aufhängesystem nahm er dann im Dezember 2019 die Arbeit auf. Der Entsorgungsbetrieb ist zufrieden mit der Anfahrphase sowie den ersten Monaten im Einsatz. Hoher Reinheitsgrad Das Recycling von Rohstoffen spielt eine immer größere Rolle – dabei ist insbesondere ein hoher Reinheitsgrad entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Recyclinganlage. BHS-Sonthofen betrachtet jeden Anwendungsfall individuell und wählt die passende Zerkleinerungslösung. „Bei Aluminiumschrotten ist die Verunreinigung mit Fremdstoffen ein großes Problem“, so Christian Kühn. „Es geht nicht nur darum, das Aufgabegut zu zerkleinern, sondern vor allem um den Aufschluss der Materialien.“ Dies geschieht beim Rotorshredder durch die selektive Zerkleinerung: Aluminium ist duktil, Fremdstoffe wie beispielsweise Kunststoff sind hart und spröde. Durch Schlagkräfte wird das Aluminium verformt, Fremdstoffe zerschlagen. So erfolgt eine effiziente Auftrennung der Verbunde. Nach der darauffolgenden Klassierung liegt verkaufsfertiges Aluminium mit hohem Reinheitsgrad vor. „Unser Vorteil ist ein eigenes Test-Center, in dem wir Versuche zum gesamten Recyclingprozess mit dem jeweiligen Aufgabegut durchführen können – mit anschließender Wirtschaftlichkeitsberechnung“, erklärt Kühn. „Der Kunde bekommt bei uns so genau die Maschine oder Anlage, die für seine Anforderungen passend ist.“ Foto: BHS-Sonthofen www.bhs-sonthofen.de 18 VERFAHRENSTECHNIK 09/2021 www.verfahrenstechnik.de

VERFAHREN UND ANLAGEN Schonender Einweg-Separator Der neue Einweg-Separator Gea Kytero ist für die Gewinnung von Fermentationslösungen und Zellkulturen konzipiert und mit der bewährten Gea-Westfalia-Separator-Tellerstapel- Technologie für maximale Ausbeute, hohe Trennleistung und schonende Produktbehandlung ausgestattet. Das Gerät besitzt eine neuartige, geräuscharme Zentrifugentechnologie – den Gea Breezedrive. Der robuste und zuverlässige Einweg-Separator reduziert den Platzbedarf in der Produktion durch seine geringe Stellfläche. Ebenso kann er ohne Pufferzugabe eingesetzt werden und reduziert laut Hersteller den Filtrationsbedarf deutlich. Alle produktberührenden Teile, wie Kartuschen oder Leitungen, werden nach jedem Gebrauch ausgetauscht. Dies verhindert Kreuzkontaminationen und garantiert eine geschlossene Zellernte. Durch das Design des aseptischen Stecksystems ist der Austausch von Einwegkomponenten schnell und einfach möglich. Durch den Wegfall von CIP (Clean-in-Place) und SIP (Sterilize-in-Place) entstehen auch keine Kosten für Chemikalien und Wasser sowie für ein Water-for-Injection-(WFI)-System. Zusätzlich wird der Energie- und Arbeitsaufwand für die Reinigung und Sterilisation reduziert. www.gea.com Virtuelle Kundenversuche In den letzten zwölf Monaten hat sich Bühler darauf spezialisiert, Kundenversuche entweder virtuell oder in einem geschützten Umfeld durchzuführen. „Wir realisieren Werksabnahmen und Fern-Inbetriebnahmen digital. Deshalb haben wir uns vor einem Jahr gefragt, warum wir nicht auch virtuelle Tests auf unseren Versuchsanlagen durchführen“, sagt Ian Roberts, Chief Technology Officer der Bühler Group. „Digitale Technologien haben einen gewaltigen Umfang angenommen. Deshalb sind wir mit unseren Anwendungszentren jederzeit bereit.“ Die Teams von Bühler arbeiten derzeit mit Kunden zusammen, um Versuche in Echtzeit zu planen, durchzuführen und so Produkte weiterzuentwickeln. Dafür nutzen sie die Versuchsdatenerfassung, die Plattform Bühler Insights, Remote-Visualisierung und Video-Streaming sowie die Analyselabore bei Bühler. Die Produkte werden zur Auswertung an die Kunden geschickt. Die virtuellen Versuche seien so effizient, dass Bühler diese Option auch im Programm behalten werde, wenn das Reisen wieder einfacher wird. www.buhlergroup.com Nachhaltige Wärmeübertragerlösungen Die Firma Kelvion bietet ihren Kunden Wärmeübertragerlösungen an, sie auf ihrem Weg in eine grüne Zukunft unterstützen sollen. Mit dem Produktportfolio sollen Betriebssicherheit, thermische Effizienz, Energierückgewinnung und Wärmeübertragung verbessert und Emissionen reduziert werden. Im vollverschweißten Plattenwärmeübertrager K°Bloc beispielsweise stecken mehr als 30 Jahre Entwicklungs- und Schweißexpertise. Damit nimmt der K°Bloc in Kelvions Portfolio nachhaltiger Lösungen eine Schlüsselrolle ein. Dagegen gehört der K°Bond zu den neuen marktorientierten Entwicklungen. Er eignet sich beispielsweise für den Einsatz in Wasserstofftankstellen. www.kelvion.com Rund ums Fluid Handling Alfa Laval hat am Standort Kolding, Dänemark, ein Application & Innovation Centre für Fluid-Handling-Technologien in Betrieb genommen. Damit soll die Produktentwicklung im Bereich hygienischer Fluid-Handling- Technologien beschleunigt werden. In dem neuen Testzentrum mit 1600 m² Fläche können Lebensmittel- und Pharmahersteller ihre eigenen Produkte unter realen Betriebsbedingungen mit den Alfa Laval Systemen verarbeiten, bevor sie Investitionen tätigen. Basierend auf den aktuellen Prozessbedingungen wird zum Beispiel untersucht, welche Auswirkungen verschiedene Pumpentypen und der Pumpenbetrieb auf die Produktqualität haben. Zur Optimierung von Ventilen prüfen die Experten, wie sich Dichtungsaufbau, Ventilgröße oder bestimmte Technologien auf Reinigungsfähigkeit, Leistung und Wartung einer Verarbeitungslinie auswirken. Effizientere Reinigungsverfahren steigern die Verfügbarkeit und minimieren den Verbrauch von Wasser und Chemikalien. Das komplette Tankreinigungsequipment von Alfa Laval steht für Testläufe gemäß kundenspezischer Cleaning-in- Place-Verfahren zur Verfügung. Mit einem breiten Spektrum von Mischtechnologien für Skalierungen bis zu 20 m³ lässt sich nah an den echten Prozessen arbeiten, was Abweichungen beim Scale-up verhindert. www.alfalaval.de Jensen.indd 1 23.03.2016 11:22:19 www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 09/2021 19

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