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Verfahrenstechnik 9/2017

Verfahrenstechnik 9/2017

TOP-THEMA I INTERVIEW

TOP-THEMA I INTERVIEW „Aus der Praxis, für die Praxis“ Agrichema löst Probleme der Schüttgutindustrie Die Firma Agrichema veranstaltet jedes Jahr einen Infotag zum Thema Schüttgut an ihrem Standort in Waldlaubersheim. Hier werden Demonstrationen, Produkteinführungen und Vorträge zentraler Fragen der Schüttguttechnologie behandelt. Wir sprachen mit den beiden Geschäftsführern Udo Leibling und Michael Roth. Stolz auf die Firma Agrichema: Die Geschäftsführer Michael Roth (links) und Udo Leibling Herr Leibling, was ist Ihre persönliche „Lieblingsgeschichte“ über Agrichema? An einem der ersten Infotage Ende der 80er-Jahre musste ein Kunde ein Problem in viereckigen Großraumbunkern aus Beton für Schlackesand lösen. Das Material baute sich von den Ecken her zur Mitte auf. Mein Lösungsvorschlag war der Einsatz von Shock-Blower Luftstoßgeräten in den Ecken – aber vorher, als einfachste Lösung, der Einsatz von entsprechenden Blechen zur Entschärfung der Eckneigungswinkel. Der Kunde berichtete später, dass in seiner Firma eine regelrechte Eckneigungswinkel-„Euphorie“ ausgebrochen sei und man zunächst einen Bunker und nach überzeugendem Erfolg die restlichen drei Bunker ebenfalls mit entsprechenden Blechen zur Entschärfung der Eckneigungswinkel in Eigenregie ausgestattet hat. An einem Bunker wurden später noch vier zusätzliche Shock-Blower Luftstoßgeräte eingesetzt, weil das Produkt zum Teil sehr feucht war und die Bleche zu den Eckneigungswinkeln alleine die Fließprobleme nicht lösen konnten. Alles in allem wurde unser Lösungsvorschlag als das Ergebnis einer sehr guten Beratung angesehen. Das Unternehmen ist bis zum heutigen Tag ein treuer Kunde, der immer wieder gern unsere Beratung in Anspruch nimmt. Herr Roth, welche Probleme der Schüttgutindustrie können die Anwender mit Ihren Produkten lösen? Brücken- und Kaminbildung in Bunkern und Silos sowie Schüttgut-Anbackungen beseitigen und Schüttgüter in Fluss halten. Welche Branchen sprechen Sie denn mit welchen Produkten an? Alle Betriebe, in denen Schüttgüter verarbeitet, gelagert, transportiert oder verladen werden. Mit der Shock-Blower Technik, dem Vibostar-Schwingtrichter und der Rotostar-Umlaufschnecke stehen drei unterschiedliche Siloaustragsgeräte zur Verfügung. Das ist einmalig in der Schüttgutindustrie und bietet die Möglichkeit, Lösungen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten anzubieten. Auch der Verlader Typ Moduflex wird vielseitig eingesetzt – sei es zur Verladung von Schüttgütern in Silofahrzeuge, Pritschenfahrzeuge, Bahnwaggons oder Schiffe. Entsprechende Filter zur Reinhaltung der Luft werden auf Wunsch mitgeliefert. Komponenten zum Absperren und Verteilen ergänzen das Programm sinnvoll. Und eine letzte Frage an Sie beide: Wo sehen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Technologien in zehn Jahren? Schon die Gründung des Unternehmens im Jahre 1980 stand unter dem Motto „Aus der Praxis, für die Praxis“. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Anforderungen im Bereich Arbeitssicherheit sind gestiegen. Unsere Kunden erhalten hierfür auf Wunsch kostenlose, sicherheitstechnische Unterweisungen für unsere Produkte. Wir unterstützen sie, die gesetzlichen Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung zu erfüllen. Unsere Monteure werden zu befähigten Personen weitergebildet, um wiederkehrende Prüfungen an Druckluftbehältern durchführen zu können. Die ausfahrbare Heißbranddüse für den Hochtemperaturbereich dient ebenfalls der Betriebssicherheit. Die Verfügbarkeit von Informationen wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Auf unserer neuen, dialogorientierten Internetpräsenz kann sich der Kunde direkt informieren. Unser Dienstleistungsangebot wurde den Kundenwünschen angepasst und wird ständig ausgebaut. Zurzeit stehen vier voll ausgerüstete Montagefahrzeuge für Inbetriebnahmen, Montagen und wiederkehrende Prüfungen von Shock-Blower Luftstoßgeräten und unseren anderen Produkten zur Verfügung. Durch die intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden haben wir oft Hinweise und Erfahrungen aus der Praxis erhalten, die bei unseren Produktentwicklungen berücksichtigt wurden. Dadurch haben wir uns in einigen Bereichen einen technischen Vorsprung erarbeitet. Einige Entwicklungen haben wir uns durch entsprechende Patente schützen lassen. So wollen wir auch in Zukunft die Hinweise und Erfahrungen unserer Kunden „aus der Praxis für die Praxis“ bei unseren Weiterund Neuentwicklungen berücksichtigen. Dies soll der Schlüssel für eine weitere erfolgreiche Geschäftsentwicklung sein. (eli) Halle 1, Stand 553 www.agrichema.de 20 VERFAHRENSTECHNIK 9/2017

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