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Verfahrenstechnik 7-8/2020

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Verfahrenstechnik 7-8/2020

AKTUELLES Was in der

AKTUELLES Was in der Krise zählt Digitalisierung, Zuversicht und Menschlichkeit helfen allen Unternehmen Alois Billigen Bereichsleiter Marketing/Dokumentation, Azo GmbH + Co. KG, Osterburken Artur Peplinski Prokurist International Group Development & Industry Sales, Igus GmbH, Köln Die Umsatzeinbußen und Kosten bei der Bewältigung der Krise sind immens. Richtig war es in der Rückschau, dass wir bereits sehr früh in die Digitalisierung investiert und ausreichend Eigenkapital für solche Ausnahmezeiten angespart haben. So ist es jetzt möglich, wichtige Zukunftsinvestitionen und Projekte weiter voranzutreiben. Auch mal abseits der klassischen Wege, wie dem realen 400 m 2 großen Igus-Messestand, der virtuell oder gemeinsam mit einem Experten begehbar ist. Bei allem gilt eines: Auch wenn es manchmal schwierig ist, als Kölner darf uns die rheinische Fröhlichkeit und Unbeschwertheit nicht abhandenkommen. Wir haben in der Corona-Krise vieles dazugelernt: Meetings oder auch andere Formen der Kommunikation können problemlos online durchgeführt werden, sogar Werksabnahmen oder Inbetriebnahmen sind „remote“ durchführbar. Ressourcen können sehr viel effizienter eingesetzt werden, Digitalisierungsprojekte haben einen enormen Schub bekommen. Trotz abgesagter oder verschobener Messen gibt es im Marketing enorm viel zu tun. Jedoch kann der persönliche Kontakt zum Interessenten oder Kunden nicht vollständig ersetzt werden. In welcher Ausprägung auch immer – aber Präsenz-Messen wird es weiterhin geben. Reinhard Knapp Leiter Global Strategies, Aucotec AG, Isernhagen Fotos: Jezper/stock.adobe.com, Aucotec, Azo, Bürkert, E-T-A, Gemü, Igus, Jumo, Pepperl+Fuchs, Rembe, Ruwac Unternehmen, die sich für mehr Digitalisierung und damit auch für unsere Software entschieden haben, lassen sich nicht durch die Pandemie bremsen, selbst wenn sie länger dauert. Eine so grundlegende Strategie wird nicht gestoppt. Die Kunden waren für uns sogar greifbarer und mit höherer Konzentration dabei, wenn ihr Tagesgeschäft reduziert war. So gab es bei uns weder einen Einbruch in der Arbeitsbelastung noch geschäftlich. Zweite Erkenntnis: Alles ist online möglich und manche Reise überflüssig, aber nicht das Gespräch von Mensch zu Mensch! 6 VERFAHRENSTECHNIK 07-08/2020 www.verfahrenstechnik.de

AKTUELLES Michael Hüske Vertriebsleiter Prozesssicherheit, Rembe GmbH, Brilon Seit einigen Monaten ist die ganze Welt mit einer Situation konfrontiert, die für uns zu Beginn des Jahres völlig unvorstellbar war. Das Coronavirus beeinflusst unser gesamtes Leben in allen Bereichen. Ich gehe davon aus, dass diese Situation noch eine ganze Weile andauern wird und wir die Folgen dieser Pandemie heute noch nicht absehen können. Und doch zeigen sich einige Chancen, die wir von Beginn an genutzt haben und weiter nutzen werden wie z. B. mobiles Arbeiten, Homeoffice- Regelungen oder Staffelarbeit, um die Produktion zu entzerren. Die Besuche bei unseren Kunden haben wir seit Anfang März auf null heruntergefahren. Aber durch Videokonferenzen, digitale Seminare und Vorträge schaffen wir es, unsere Kunden sogar noch näher an uns zu binden. Wir merken bei uns im Vertrieb trotz räumlicher Trennung einen sehr starken und herausragenden Zusammenhalt, weil wir alle die sich uns bietenden Chancen in dieser Krise ergreifen und nutzen. Gert Müller Geschäftsführender Gesellschafter Gemü Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG, Ingelfingen Thomas Weimann Leiter Unternehmenskommunikation, E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH, Altdorf Die Corona-Krise hat uns zum einen gelehrt, wie schnell es möglich ist, die gesamte Besprechungskultur in die virtuelle Welt zu transferieren. Innerhalb weniger Tage wurden die vorher zumindest sporadisch eingesetzten Video-Konferenzen zum Standard mit zwei bis 68 Teilnehmenden. Zudem zeigte unser interdisziplinärer Corona-Krisenstab, wie effizient und wirksam Abstimmungen auf Augenhöhe mit allen relevanten Beteiligten sind. Bereits seit Mitte Februar stellten wir aus diesem Gremium heraus auch die zahlreichen Kommunikationsmaßnahmen an alle Mitarbeitenden von E-T-A sicher. Die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig es für uns als Technologieunternehmen ist, in Wachstumsphasen in Zukunftstechnologien zu investieren und das Vertrauen zum Kunden weiter auszubauen. Durch unsere Digitalisierungsinitiativen konnten wir sehr dynamisch auf die Situation reagieren und trotz aller Beschränkungen für unsere Kunden persönlich da sein. Wir haben gelernt, wie wichtig das Vertrauen in Mitarbeiter ist, die auch in Krisenzeiten hoch motiviert ihren Aufgaben nachkommen – egal ob im Büro, in der Produktion oder im Homeoffice. Heribert Rohrbeck CEO, Bürkert Fluid Control Systems, Ingelfingen Wir bei Bürkert haben gelernt, dass sich unser Grundsatz, Abhängigkeiten zu vermeiden, gerade in dieser kritischen Zeit bewährt. Dies gilt für die gesamte Lieferkette mit Beschaffung und Distributionslogistik, aber auch und insbesondere in den Bereichen Innovation und Produktion, in denen wir glücklicherweise schon immer gegen den Trend des Outsourcens gearbeitet und die Innovations- und Fertigungstiefe stetig ausgebaut haben. Im Bereich der Kommunikation haben wir außerdem festgestellt, dass eine klare, unaufgeregte, offene Kommunikation die beste Grundlage für Vertrauen und Motivation darstellt. www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 07-08/2020 7

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Verfahrenstechnik Handbuch Prozesstechnologie 2019