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Verfahrenstechnik 7-8/2020

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Verfahrenstechnik 7-8/2020

AKTUELLES SERIE 02 Seit

AKTUELLES SERIE 02 Seit Anfang dieses Jahres sorgen fahrerlose Transportfahrzeuge für eine noch bedarfsgerechtere Nachschubversorgung der Fertigungsstationen Bestandteile Qualitäts- und Umweltmanagement werden regelmäßig zertifiziert und erfüllen die Vorgaben der internationalen Normen DIN EN ISO 9001 (Qualität) und ISO 14001 (Umwelt). Beispielhaft für den Qualitätsgedanken bei dem Hebezeughersteller ist das Wirken des QIP-Teams. Dabei steht die Abkürzung QIP für das Prinzip „Qualität im Prozess“. Eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, Fehler in Prozessen zu erkennen, zu beschreiben und die Ursache zu beseitigen, um so die Fehlerrate dauerhaft zu senken. Das Ergebnis wird anschließend dokumentiert und für alle Mitarbeiter sichtbar kommuniziert. Voraussetzung für die Vermeidung von Verschwendung ist auch die enge Einbindung der ca. 100 Zulieferer in das JDN-Produktionssystem. J.D. Neuhaus ist nicht nur bedacht, Zulieferer früh in den Entwicklungsprozess von Innovationen einzubinden, sondern auch Lieferanten auszuwählen, die dem langfristigen Qualitätsanspruch des Wittener Hebezeug-Herstellers gerecht werden. Die Belieferung erfolgt just in time. Produktionskritische Bauteile werden im firmeneigenen Hoch regallager bevorratet und aus diesem in den Kanban-Kreislauf eingesteuert. Die Versorgung der Fertigungsstationen geschieht dabei per Routenzug und seit Anfang des Jahres 2020 auch mit hilfe eines fahrerlosen Transportsystems. Die fahrerlosen Transportfahrzeuge ermöglichen eine noch bedarfsgerechtere Nachschubversorgung. Zur Aufdeckung von Verbesserungsmöglichkeiten in den Abläufen nutzt das Unternehmen „plan-do-check-adjust“ (PDCA). Gemäß diesem Arbeitsprinzip der kontinuierlichen Verbesserung lässt sich nach den Ursachen forschen, warum sich erhoffte Ergebnisse nicht wie gewünscht eingestellt haben. Auf Basis der langjährigen Anwendung zeigt sich mit Blick auf die Produktionsprozesse: Weitere Verbesserungen sind nur dann möglich, wenn die Mitarbeiter selbst, und zwar aus Produktion und Management, dazu in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben auch besser zu machen. Hierzu dient u. a. die tägliche „9 Uhr Runde“. An Steuerungsboards werden alle neuen Aufträge besprochen und dementsprechend in die Prozesse eingeplant. Mithilfe eines Rollingplans lässt sich genau nachvollziehen, wann der Liefertermin sein wird. Vor allem die Überschneidung der einzelnen Kompetenzbereiche ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Jede Abteilung verfügt über ihr eigenes Steuerungsboard, in das die Aufgaben bzw. Aufträge unter Zuhilfenahme des PDCA-Kreises eingearbeitet werden. Somit lässt sich auf einen Blick auf den Steuerungstafeln nachvollziehen, welchen Status der jeweilige Auftrag hat. UMWELTEINFLUSS MÖGLICHST GERING HALTEN Darüber hinaus genießt aber auch der schonende Umgang mit den Ressourcen wie Strom und Wasser in den Überlegungen einen hohen Stellenwert. Neuhaus-Galladé: „Auch diesbezüglich streben wir nach einem möglichst verschwendungsfreien Einsatz.“ So sind drei von fünf Produktionshallen auf dem Werksgelände schon mit LED- Beleuchtungstechnik ausgerüstet. Mit moderner Abwassertechnik soll der Umwelteinfluss des Unternehmens möglichst gering gehalten werden. „Außerdem war es uns schon früh ein Anliegen, jeden Baum auf unserem Firmengelände in ein Kataster einzutragen. Sollte es einmal erforderlich sein, dass ein Baum weichen muss, verpflichten wir uns, einen neuen Baum anzupflanzen“, so Neuhaus-Galladé. In den Kontext Nachhaltigkeit einzuordnen ist im Zeitalter der Digitalisierung sicherlich auch das Thema Videokonferenzen. Durch Nutzung der entsprechenden Technik ließ sich der CO 2 - Fußabdruck deutlich verkleinern. Fotos: J.D. Neuhaus Autor: Winfried Bauer, Chefredakteur unserer Schwesterzeitschrift f+h, Mainz www.jdngroup.com 14 VERFAHRENSTECHNIK 07-08/2020 www.verfahrenstechnik.de

Denios gewinnt Preis für Leckage-Warnsystem Das Leckage-Warnsystem Spillguard von der Denios AG aus Bad Oeynhausen wurde vom Rat der Formgebung mit dem „German Innovation Award 2020“ ausgezeichnet. Das System habe durch sein hohes Maß an zusätzlicher Sicherheit bei der Gefahrstofflagerung überzeugt. Der Spillguard wird innerhalb einer Auffangwanne platziert und schlägt akustisch sowie optisch Alarm, sobald es mit flüssigen Gefahrstoffen in Berührung kommt. Die Leiter der Denios-Innovation, Andreas Roither (Bild links) und Dr. Jan Regtmeier, freuten sich über die Auszeichnung. Zeitgleich mit: RECYCLING-TECHNIK Fachmesse-Duo für Granulat-, Pulver-, Schüttgut- und Recyclingtechnologien www.denios.de Powtech Special Edition abgesagt Die NürnbergMesse hat sich entschieden, die Powtech Special Edition am 30.09./01.10. nicht durchzuführen, da die anvisierten 250–300 Aussteller nicht gewonnen werden konnten. Die Bedenken wegen der Unsicherheiten in Bezug auf die Pandemie, die weitere wirtschaftliche Entwicklung und das Reiseverhalten der Besucher waren letztlich zu hoch. In Abstimmung mit der APV und dem VDI als ideelle Träger der Powtech wurde deshalb entschieden, die Special Edition nicht durchzuführen. Die nächste Powtech findet vom 26.–28. April 2022 in Nürnberg statt. Gemeinsam die Branche bewegen www.powtech.de Maschinenbau sorgt weiterhin für Betrieb der Infrastruktur Zur erfolgreichen Bekämpfung der Corona-Pandemie muss auch die Industrie ihre Aufgabe weiter erfüllen können, um für die lebensnotwendige Infrastruktur zu sorgen. „Gerade dem Maschinenbau kommt nun eine entscheidende Bedeutung zu. Dabei sollte man die Rolle des Maschinenbaus als Akteur hinter der medizinischen Versorgung, den Logistikketten und der Nahrungsmittelindustrie nicht unterschätzen. Unsere Firmen müssen dafür sorgen, dass weiterhin Lebensmittel, Arzneien oder Schutzkleidung produziert werden können, dass Kraftwerke am Netz bleiben oder Reinigungsfahrzeuge fahren. Dafür müssen die Lieferketten unbedingt aufrechterhalten werden“, sagt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker (Bild). Die industriellen Lieferketten sind europäisch stark vernetzt. Deshalb müsse die Politik insbesondere in der Europäischen Union auch weiterhin für einen reibungslosen Warenverkehr sorgen. „Und wir müssen unsere Servicekräfte im In- und Ausland auf den Weg schicken können“, betont Welcker. www.vdma.org Siemens und Exyte kooperieren Siemens und Exyte, ein Anbieter in der Planung und Ausführung biopharmazeutischer Produktionsanlagen, haben eine Partnerschaft für durchgängige Lösungen in der Biopharmazie vereinbart. In Zu sammenhang mit der Covid-19- Pandemie stehen Pharmaunternehmen vor enormen Herausforderungen in der Entwicklung und Massenproduktion neuer Impfstoffe und Pharmazeutika in bestehenden Produktionsanlagen. Siemens und Exyte bieten Biotechnologieherstellern gemeinsam standardisierte, schlüsselfertige Lösungen an, die mit cGMP und GAMP kompatibel sind. www.siemens.com Jetzt Messestand buchen auf solids-dortmund.de PREMIUM PARTNER: EASY VISIT, SAFE VISIT

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Verfahrenstechnik Handbuch Prozesstechnologie 2019