Aufrufe
vor 5 Monaten

Verfahrenstechnik 7-8/2018

Verfahrenstechnik 7-8/2018

BETRIEBSTECHNIK

BETRIEBSTECHNIK Oberflächenbeschichtung verhindert Verschleiß Bei der pharmazeutischen Herstellung und Verarbeitung von Pulvern sind Werkzeuge sowie Bauteile häufig hohen Belastungen ausgesetzt. Vor allem bereiten die abrasiven Eigenschaften der feinkörnigen Granulate erhebliche Verschleißprobleme. Um die Standzeiten zu verlängern, steht als kostengünstige Alternative zu Hartmetall eine hochwertige Beschichtung zur Verfügung. Damit lassen sich Abnutzung, Abrieb, Erosion und Korrosion wirksam reduzieren. Wie zuverlässig die Schutzfunktion arbeitet, belegt ein Anwendungsbeispiel aus der Praxis. Dabei ging es darum, den Deckel für einen Mischbehälter aus Edelstahl partiell im Bereich von Einfüllstutzen und Leitblech resistenter gegen das aggressive Füllgut zu machen. Konkret wurden in diesem Fall MgO sowie CaCO 3 aufbereitet. Nach einer genauen Auswertung der Verschleißursachen entschieden sich die Experten der Firma Durit für eine thermische Al 2 O 2 -Innenbeschichtung der betroffenen Zonen im atmosphärischen Plasmaspritzverfahren APS. APS-Werkstückoberflächen erfüllen alle Anforderungen, die einen sicheren Verschleißschutz ausmachen. Dazu gehören u. a. eine Haftzugfestigkeit von 20 bis 50 MP, eine geringe Porosität zwischen 4 und 8 % und Schichtstärken von 200 bis 1 000 µm. Also robust genug, um Verschleißattacken erfolgreich abzuwehren. www.durit.de Berührungslos messen und wiegen Der SupraSensor demonstriert die Funktion einer berührungslosen Waage, wie sie beispielsweise in Sicherheitswerkbänken der biologischen oder chemischen Analytik nutzbar wäre. Mit dem Konzept können verschiedene physikalische Größen über ein kraftbasiertes Messsystem erfasst werden, z. B. Gewicht, Dichte, Viskosität oder Temperatur. Bei Anwendern stoße der Technologieträger auf großes Interesse, so Festo. Die Hermann Waldner GmbH & Co. KG hat in den Prototypen eines Isolators den SupraSensor als berührungslose Waage verbaut. „Höchstmöglicher Bedienerschutz und gute Reinigbarkeit sind unseren Kunden sehr wichtig. Mit der schwebenden Waage können beide Anforderungen sehr gut umgesetzt werden, da sich die komplette Technik außerhalb des Isolators befindet und nicht kontaminiert wird“, sagt Benjamin Sauterleute, Product Manager Isolators & Containments bei Waldner. Die Technologie sei robust und sowohl räumlich als auch zeitlich stabil: Die materialintrinsische Schwebefunktion benötigt keinerlei Regelungstechnik und bleibt auch bei einer Unterbrechung der Stromversorgung über längere Zeit bestehen. www.festo.de Flexibler Bioreaktor Der neue Bioreaktor im Labormaßstab erlaubt die Kultivierung von Mikroorganismen und Säugerzellen auf derselben Plattform und unterstützt ein breites Spektrum an Glasgefäßen und Single-use-Vessels (0,25–40 l). Universelle Anschlüsse für digitale Mettler Toledo ISM und analoge Sensoren machen das Überwachen verschiedener kritischer Prozessparameter einfach. Über einen integrierten Touchscreen ermöglicht die eingebundene Software lokale Prozesssteuerung in Echtzeit. Die neuentwickelten Auto Culture Modi erlauben die Kontrolle von mikrobiellen und Zellkulturprozessen mit einem Knopfdruck und reduzieren so drastisch die Lernkurve, die normalerweise mit neuem Equipment einhergeht. Für zusätzliche Möglichkeiten der Prozesskontrolle und sicheres Datenbankmanagement kann der BioFlo 120 außerdem mit den Eppendorf Scada Plattformen Dasware und BioCommand verbunden werden. www.eppendorf.com Inserentenverzeichnis Heft 7-8/2018 Handschuhe wechseln nicht vergessen Armaturenwerk Hötensleben, Hötensleben21 Fette, Schwarzenbek5 FLUX-GERÄTE, Maulbronn23 FRISTAM, Hamburg U4 GATHER, Wülfrath9 GEA Group, Oelde3 GEMÜ, Ingelfingen11 IB Verfahrens- und Anlagentechnik, Lage15 KITZMANN, Lengerich17 KÖTTER, Rheine39 MEORGA, Nalbach7 Neuhaus, Witten13 Papenmeier, Schwerte16 Pfeiffer, Aßlar25 Protectoplus, Rendsburg41 Ruwac, Melle39 Will & Hahnenstein, Herdorf17 Xylem, Langenhagen19 Beilagenhinweis: MEORGA, Nalbach (Teilbeilage) Es gibt mindestens zwei gute Gründe, den Schutzhandschuh zu wechseln. Zum einen wird er nach einer gewissen Zeit von dem Chemieprodukt durchdrungen, mit dem der Nutzer arbeitet. Zum anderen hat der Handschuh einen sogenannten Okklusionseffekt, einfach gesagt: Der Nutzer schwitzt unter dem Handschuh. Wie lange ein Handschuh ausreichenden Schutz gegenüber den eingesetzten Chemieprodukten bietet, lässt sich unter Punkt 8 des Sicherheitsdatenblattes finden. Seine Einsatzzeit hängt natürlich nicht nur von der Durchbruchszeit ab, sondern auch von der Belastung (Vollkontakt, kurzzeitiger Kontakt, Spritzkontakt). Nach der Einsatzzeit ist er zu entsorgen. Anders ist es bei der Schwitzbelastung. Um die Aufweichung der Haut durch permanentes Schwitzen zu reduzieren, sollten pro Arbeitstag mehrere geeignete Handschuhpaare im Wechsel getragen werden. So kann immer ein Paar austrocknen und dann wiederverwendet werden. www.praxis-psa.de 40 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2018

BETRIEBSTECHNIK Flammenlose Explosionsdruckentlastung Herding Flameless ist eine reingasseitige, flammenlose Explosionsdruckentlastung an Herding Filteranlagen, die die flammensperrende Eigenschaft Herding Flamestop als Grundlage hat. In zahlreichen Explosionsversuchen konnte laut Hersteller nachgewiesen werden, dass bei Staubexplosionen in der Filteranlage bei der reingasseitigen Druckentlastung keine Flamme und kein Rauch auftreten. Der Herding Sinterlamellenfilter wirkt nachhaltig als Schutzsystem nach Atex und somit als zünddurchschlagsicheres Explosions-Entkopplungssystem. Das Konzept beinhaltet die sichere Branderkennung mittels Detektionskabel, die integrierte Steuerung inklusive Signalverarbeitung sowie die aktive Brandbekämpfung mittels Löschaerosol. Das Brandschutzkonzept sei geeignet für die Brandklasse A, B und C und werde nach Rücksprache mit einschlägigen Sachversicherern akzeptiert. www.herding.de FEPM-Platten trotzen aggressiven Umgebungen In der Prozess- und ölverarbeitenden Industrie lassen sich mit Tec-Joint-Folien und -Platten von 0,5 bis 5 mm i. d. R. in einer Shore-Härte von 60–65 Lösungen realisieren. FEPM beinhaltet Monomere von EPDM (Propylen) und FKM (Tetrafluorethylen). Daraus resultieren eine gute Heißwasserbeständigkeit und eine sehr gute Wärmebeständigkeit (in Umluft). Ein Nachteil ist die schlechte Kältebeständigkeit, die zu einer starken bleibenden Verformung führt, aber bei einer erneuten Wärmebeaufschlagung zum großen Teil reversibel ist. Durch seine chemische Beständigkeit gegenüber vielen Erdölprodukten, Kühlmitteln mit hohen Anteilen an Rostschutzmitteln, alle Arten von Bremsflüssigkeiten inklusive DOT 3, Dampf und Phosphatester ist der Kunststoff nahezu einzigartig. Durch seine guten mechanischen und physikalischen Eigenschaften und seiner Einsatztemperatur von ca. – 5 bis + 200 °C ist er insgesamt sehr vielseitig verwendbar. www.tec-joint.ch Lineargleitfolie konform zur FDA Linearführungssysteme von Igus sorgen in Maschinen der Getränke- und Lebensmittelindustrie für eine präzise und schnelle Verstellung der Anlagen. Damit die Linearführungen schmiermittelfrei gleiten können, kommen in den Schlitten integrierte, wartungsfreie und verschleißfeste Lagerfolien zum Einsatz. Speziell für die besonderen hygienischen Anforderungen der Lebensmittelindustrie hat Igus jetzt eine FDA- und EU-konforme Lineargleitfolie aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur A160 entwickelt. Der blaue Werkstoff ist konform zur FDA sowie EU-Verordnung 10/2011 EG und eignet sich daher für die besonderen Anforderungen der Lebensmittelindustrie. Iglidur A160 besitzt eine besonders hohe und online berechenbare Lebensdauer auf Edelstahlwellen, auch im Nassbereich. Der Hochleistungskunststoff zeichnet sich zusätzlich durch seine hohe Medienbeständigkeit aus. Die Linearfolie ist durch die integrierten Schmutzkanäle unempfindlich gegenüber Verunreinigungen, leicht zu reinigen und auszutauschen. Die neue Linearlagerkomponente ist derzeit in acht Abmessungen für alle Drylin-W-Gehäuselager und Schlitten sowie für alle Drylin-R-Rundführungen erhältlich. Laborspüler: außen schlank, innen flexibel Die freistehenden Miele-Spüler der neuen Baureihe SlimLine brauchen mit 65 cm Breite nur wenig Stellfläche, bieten aber eine hohe Kapazität. Die Varianten des Gerätetyps PLW 6011 bieten Platz für zwei ergonomische Teleskopauszüge auf drei Positionen, die Varianten des Modells PLW 6111 einen noch höheren Spülraum, sodass bis zu drei Teleskopauszüge auf vier verschiedenen Positionen genutzt werden können. Dies schafft zusätzliche Flexibilität bei der Beladung und ermöglicht eine maximale Beladehöhe von 630 mm – und somit auch die Reinigung großvolumiger Laborgeräte von bis zu 50 l Inhalt. Ein weiterer Vorteil der Geräte ist die besonders ergonomische Beladungshöhe von 850 mm, sodass Anwender sich beim Be- und Entladen der Geräte nicht mehr bücken müssen. Für besonders kurze Laufzeiten empfiehlt sich der Einsatz eines elektrisch beheizten Boilers, der unterhalb der Kammer positioniert ist. Optional ist auch ein Leitwertmesssystem für die Geräte erhältlich, die dann sinnvoll ist, wenn Restsubstanzen in der Schlussspülung auf ein Minimum reduziert werden sollen. www.miele.de F90 Brandschutzcontainer aus Stahl mit DIBt Zulassung feuerbeständig innen und außen PLUS www.igus.de beständig • sicher • lagern www.protecto.de VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2018 41 Protectoplus.indd 1 25.01.2018 07:36:27

Ausgabe