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Verfahrenstechnik 7-8/2017

Verfahrenstechnik 7-8/2017

BETRIEBSTECHNIK In den

BETRIEBSTECHNIK In den Simulationsschränken werden Verpackungstests unter Berücksichtigung des Verbraucherverhaltens durchgeführt Unter Kontrolle Qualität von Milchprodukten auf höchstem Niveau Gerade wenn es um Lebensmittel geht, haben höchste Standards zur Gewährleistung von Qualität oberste Priorität. Aus diesem Grund führt die Arla Foods Deutschland GmbH umfangreiche Stabilitätsund Haltbarkeitstests an Milchund Molkereiprodukten durch. Die Arla Foods a.m.b.a. ist ein globaler Molkereikonzern und eine Genossenschaft im Besitz von Milchbauern aus sieben europäischen Ländern. Gemessen an der Milchverarbeitungsmenge ist der Konzern das fünftgrößte Molkereiunternehmen der Welt und der weltweit größte Lieferant von Molkereiprodukten in Bio-Qualität. Um die hohe Qualität der Produkte sicherzustellen, werden in der unternehmenseigenen Lebensmittel-Sensorikabteilung an verschiedenen Molkereiprodukten umfangreiche Qualitätstests durchgeführt. „Bei der Anwendung und Durchführung unserer Methoden kommt es besonders auf die Reproduzierbarkeit, Zuverlässigkeit Autorin: Dorothea Fichter-Fechner, Binder GmbH, Tuttlingen und Wiederholbarkeit an. Dabei sollen Messunsicherheiten auf ein Minimum reduziert werden, um zu jedem Zeitpunkt eine Wiederholung zu ermöglichen“, erklärt Bettina Krämer, Senior Sensory Specialist in Arlas Geschäftseinheit Consumer Central Europe (CCE). In den Simulationsschränken werden unter anderem Tests zur Stabilität und Haltbarkeit, sogenannte Shelf-Life-Tests, von frischen Milch- und Molkereiprodukten als auch beschleunigte Haltbarkeitstests (ASLT) an haltbaren Produkten realisiert. Hierzu verwendet das Labor sowohl einen Kühlinkubator mit Kompressortechnologie der Serie KB als auch einen Wachstumsschrank mit Licht der Serie KBW von Binder. Im Vergleich zu einem Shelf-Life-Test, bei dem eine Echtzeitlagerung simuliert wird, werden bei einem beschleunigten Haltbarkeitstest Produkte z. B. unter erhöhten Temperaturbedingungen in einer verkürzten Zeit auf Stabilität und Haltbarkeit geprüft. Weiterhin werden Verpackungstests unter Berücksichtigung von Verbraucherverhalten und den Distributionsbedingungen in den Simulationsschränken durchgeführt. Verpackungen auf dem Prüfstand Um die maximale Qualität der Verpackungsmaterialien sicherzustellen, werden in Wech- selklimaschränken der Serie MK umfangreiche Prüfungen unter dynamischen Bedingungen und mit schnellen Temperaturwechseln durchgeführt. Dabei arbeitet das Labor nach speziellen Normen wie z. B. DIN 10955 (Sensorische Prüfung – Prüfung von Packstoffen und Packmitteln für Lebensmittel) oder DIN EN 1230 (Papier und Pappe vorgesehen für den Kontakt mit Lebensmitteln – Sensorische Analyse – Teil 1: Geruch und Teil 2: Geschmacksübertragung). Aber auch bestimmte Bereiche des Lichtspektrums können die Haltbarkeit der Produkte beeinflussen. Daher kommen Konstantklimaschränke der Serie KBF LQC zum Einsatz. Diese haben ein einzigartiges Lichtkonzept. Die wichtigsten Merkmale sind die hohe Temperaturgenauigkeit sowie die homogene Lichtverteilung auf der gesamten Nutzfläche durch die patentierte Streuscheibe der Lichtkassetten. Der Konstantklimaschrank mit Lichtdosismessung verfügt über spezielle patentierte sphärische Lichtsensoren für eine reale Messung auf Probenebene. Ziel und Nutzen dieser Anwendung ist es, standardisierte, reproduzierbare Bedingungen zu schaffen. „Die flexible Programmierung unterschiedlicher Zyklen ist entscheidend und sehr hilfreich für unsere Arbeit“, sagt Bettina Krämer. „Aufgrund der unterschiedlichen Temperaturniveaus, der Feuchteregulierung und der automatischen Abschaltung der Beleuchtung bieten die Simulationsschränke vielfältige Einsatzmöglichkeiten für unterschiedlichste Kundenanforderungen. Dies ermöglicht uns, unserer Produkte auf dem gesamten Weg der Wertschöpfungskette auf Produktstabilität und -qualität zu analysieren“, sagt Bettina Krämer abschließend. www.binder-world.com 70 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2017

BETRIEBSTECHNIK Lebensmittelechtes 3-D-Druck-Material Das von Igus entwickelte 3-D-Druckmaterial Iglidur I150 wurde jetzt nach der EU-Verordnung 10/2011 für den Lebensmittelkontakt zuge las sen. Durch die Zertifizierung des vielseitig einsetzbaren Tribo-Filaments erhalten Kunden nun auch die Möglichkeit, Sonderteile für bewegte Anwendungen zu drucken, die im direkten Kontakt mit Nahrungsmitteln oder auch Kosmetik stehen. Der Werkstoff ist schmier- und wartungsfrei und kann selbst auf 3-D-Druckern eingesetzt werden, die über keine beheizbare Druckplatte verfügen. Der Hersteller hat neben Iglidur I150 fünf weitere schmier- und wartungsfreie Tribo- Filamente für unterschiedliche Anwendungen im Programm. Allen gemeinsam ist ihre hohe Abriebfestigkeit. www.igus.de Brandschutzeigenschaften kennzeichnen Protectoplus hat für seine Produkte mit Brandschutzeigenschaften ein neues Logo und die Produktkennung „Fire-Safe“ eingeführt. Kunden erkennen somit auf den ersten Blick, ob ein Produkt für die Unterbringung von entzündbaren und brennbaren Medien geeignet ist und somit den geforderten Brandschutz gewährleistet. Alle entsprechenden Produkte des Herstellers werden jetzt mit diesem Logo versehen. Sämtliche Module erfüllen die Voraussetzungen der verschiedenen Feuerwiderstandsklassen (F30 bis F120) und sind durch verschiedene Institutionen geprüft und zugelassen. Kunden sehen also auf den ersten Blick, dass diese Produkte folgende Eigenschaften erfüllen: Schutz der Mitarbeiter und Rettungskräfte bei Feuer, sicherer Schutz bei Bränden bzw. zur Vermeidung oder Ausbreitung von Flammen und Explosionen und gefertigt nach dem aktuellen Stand der Technik. www.protecto.de Intelligentes Downsizing in der Analytik Die Ecodry Plus wurde gemäß den Anforderungen an Systeme wie Massenspektrometer und Elektronenmikroskope entwickelt. Damit eignet sie sich auch für Großbeschleuniger, weil Verunreinigungen durch Staub oder Öl ausbleiben. Anwendern bietet sie ein hohes Maß an Komfort, Saugvermögen und Flexibilität. Eine herausragende Eigenschaft der Pumpenfamilie ist ihr niedriger Lärmpegel. Mit einem Wert von durchschnittlich 52 dB (A) arbeitet sie unterhalb der Geräuschgrenze, die beim Menschen gesundheitsschädlich ist. Die Pumpe besitzt eine ins Pumpengehäuse integrierte Schalldämmung, einen optimierten Schalldämpfer im Auspuff und eine geräuscharme Luftkühlung. Bei Leybold ist die Dämmung serienmäßig eingebaut. www.leybold.com Neues Beschichtungssystem für Schüttgut Wenn es um Qualitätsverbesserung geht, zögern die Oberflächenspezialisten von Benseler nicht lange, neue Techniken und Verfahren an Bord zu holen. Die jüngste Errungenschaft: Der neue Basecoat Delta Protekt KL120. Er ermöglicht eine Zinklamellenbeschichtung von Schüttgut, die über deutlich bessere Weißund Rotrostbeständigkeit verfügt als die aktuell gängigen Systeme. Mit dem neuen Basecoat Delta Protekt KL120 ergeben sich in Kombination mit schwarzen Topcoats – wie etwa mit dem am Markt gut eingeführten Delta Seal GZ schwarz – hervorragende Korrosionsschutzeigenschaften für schwarze Schichten: Gegen Rotrost hält der weiterentwickelte Basecoat bei einem typischen Schichtaufbau im Salzsprühtest bei minimaler optischer Veränderung weit länger als die üblicherweise geforderten 720 Stunden. Bei der Weißrostbeständigkeit übersteht er 240 Stunden im Salzsprühnebel ohne optische Veränderung. Über den Korrosionsschutz hinaus erfüllen die auf Delta Protekt KL120 aufgebauten Deckschichten höchste Verschraubungsanforderungen. Auch das Warmlösen und die Eignung für Mehrfachverschraubungen gegen verschiedene Gegenlagen wie KTL- Beschichtungen oder Aluminium sind gut regulierbar. Der neue Basecoat eignet sich für Gewindeteile aller Art wie beispielweise Schrauben und Muttern, aber auch für anderweitige Kleinteile aus Stahl wie Clipse und Federn, die sich zuverlässig schwarz, optisch ansprechend und homogen in ein schwarzes Umfeld einfügen müssen. Tatsächlich haben bereits verschiedene OEM der Automobilindustrie das neue Beschichtungssystem entsprechend ihrer Normenspezifikation für schwarze Schichten freigegeben. www.benseler.de Ex-zugelassene LED-Signalsäule mit druckfestem Gehäuse Patlite hat neue Signalsäulen im druckfesten Gehäuse für Gas- und Staub-Ex-Bereiche der Zonen 1/2/21/22 auf den Markt gebracht. Die Geräte zeichnen sich durch lichtstarke und wartungsfreie LED- Leuchten aus. Typische Einsatzbereiche der neuen Signalsäulen sind Zustands- und Statusanzeigen, das Signalisieren von Störungen sowie Füllstandanzeigen, Zutrittsberechtigungen und Ampeln. Die LED-Säulen werden fertig bestückt mit anschlussfertiger Leitungsdurchführung geliefert. Die Leitungsdurchführung bietet den Vorteil einer vorverdrahteten, anschlussfertigen Einheit. Bis zu zwei Kabelverschraubungen beziehungsweise Leitungsdurchführungen sind möglich. Somit lassen sich auch mehrere Signalsäulen hintereinanderschalten. Die LED- Signalsäulen verfügen über die Zulassungen Atex, IECEx, Zone 1/2/21/22 sowie den Kennzeichnungen Ex II 2G Ex db IIC T6/T5 und Ex II 2D Ex tb IIIC T120 °C. www.patlite.eu VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2017 71

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