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Verfahrenstechnik 7-8/2017

Verfahrenstechnik 7-8/2017

BETRIEBSTECHNIK werden

BETRIEBSTECHNIK werden zudem sämtliche Anlageninformationen zu der bestehenden Pulveranlage. Alle technischen Änderungen werden in die digitalen Zwillinge eingepflegt, um diese stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Zusätzlich ist auch eine Nutzung für virtuelle Trainings von Arbeitskräften angedacht. Erfahrungswissen ist größtes Asset Pilotprojekt zur Digitalisierung Maintenance- und Produktionsdaten sammeln und auswerten Mit seiner strategischen Neuausrichtung zur Digitalisierung setzt Bilfinger auf gebündelte Leistungen in den Geschäftsfeldern Maintenance, Modifications & Operations (MMO) und Engineering & Technologies (E&T); Kunden erhalten Instandhaltungs- Expertise und technologisches Know-how aus einer Hand. Ein erstes Digitalisierungs-Pilotprojekt ist bei der Münzing Chemie GmbH gestartet. Münzing, einen mittelständischen Erzeuger chemischer Additive, und Bilfinger verbindet eine bewährte Partnerschaft: seit 2009 verantwortet Bilfinger die kompletten Instandhaltungsservices am Münzing-Standort Heilbronn. Zusätzlich übernimmt Bilfinger im Rahmen des Projektes die digitale Erfassung einer bestehenden Pulveranlage sowie zweier neu zu errichtender chemischer Reaktoren. Im Mittelpunkt des Digitalisierungs-Projekts steht die Entwicklung eines 3-D-Modells, sogenannter „digitaler Anlagenzwillinge“. Damit erfüllt Münzing die notwendigen gesetzlichen und betrieblichen Dokumentationspflichten: Details zur Anlage sind ab sofort mit nur wenigen Klicks über die neu integrierte MMO-Plattform von Bilfinger abrufbar. Zusätzlich werden alle während des Anlagen-Lifecycles anfallenden Engineering-, Maintenance-, Produktions-, Umwelt- und Energiedaten in der Plattform systematisch zusammengeführt und ausgewertet. Ziel ist es, aus dem so entstehenden Datenportfolio Potenziale für die Steigerung der Anlageneffizienz und -verfügbarkeit abzuleiten. Zentrale Schnittstelle Die MMO-Plattform ist die zentrale Komponente im neuen Digitalisierungskonzept von Münzing. Alle Datenströme laufen künftig in der Plattform zusammen. Die erfassten Informationen lassen sich im Wesentlichen den drei Sektoren Engineering, Business Intelligence und Internet of Things (IoT) zuordnen. Die Engineering-Komponente umfasst detaillierte digitale Zwillinge der beiden im Bau befindlichen chemischen Reaktoren. Dazu werden die bei der Anlagenplanung anfallenden Datensätze nahtlos von der Planungs- in die Betriebsphase übernommen. Die intelligente Verknüpfung von Informationen mit Anlagenobjekten wie z. B. einer Pumpe, in einer dreidimensionalen Visualisierung erleichtert nicht nur die Einhaltung der Betreiberpflichten zur Dokumentation des Anlagenzustands, sondern auch die Planung späterer Umbauten. In die Plattform integriert Bei den Instandhaltungsdaten greift Bilfinger auf sein größtes Asset zurück: Das Wissen der Mitarbeiter vor Ort. Maintenance- Techniker dokumentieren via Smartphones kontinuierlich ihre Beobachtungen zum Anlagenzustand. Über vordefinierte Eingabemasken können sie etwa auffällige Geräusche oder die vermehrte Verschmutzung von Bauteilen an die MMO-Plattform melden und schaffen somit einen Datenpool, mit dem Bilfinger kontinuierlich seine Instandhaltungsservices verbessert. Ein weiteres Standbein der Business-Intelligence-Komponente sind vergangenheitsbezogene Produktionsdaten – etwa, welche Chemikalie erzeugt wurde, welche Produktionsqualität erreicht wurde und wie hoch dabei der Energieeinsatz war. Ein dritter Pfeiler des Konzeptes betrifft die Sammlung von Echtzeitdaten über die Internet-of-Things-Infrastruktur. Darunter fallen etwa die in den Anlagen verbauten Vibrations-, Druck- und Temperatursensoren, die den Produktionsprozess und den Zustand einzelner Maschinenkomponenten überwachen. Umsetzung von Industrie 4.0 Ihre Stärke spielt die MMO-Plattform in der Verschaltung der drei Grundkomponenten Engineering, Business Intelligence und IoT aus: Statt getrennte Datensilos zu bilden, werden die Daten zueinander in Beziehung gesetzt. Dadurch sind erstmals Ursacheund Wirkungsketten sichtbar, die bisher verborgen blieben oder, wie im Falle einer Ursachenforschung nach Ausfall einer Maschine, erst im Nachhinein erkennbar sind. Als Ergebnis der Datenerhebung lassen sich zudem Fehler frühzeitig identifizieren. Durch die Aufdeckung solcher potenziellen Gefahrenquellen können neue Strategien zur Schadensverhinderung und zur Verbesserung der Maintenance-Maßnahmen erarbeitet werden. Die Vielzahl eingesetzter Sensoren und IoT-fähiger Bauteile ebnet darüber hinaus den Weg zu Predictive Maintenance. Sie melden den bevorstehenden Ausfall einer Komponente und erlauben so einen rechtzeitigen Austausch, mit dem kostenintensive Ausfallzeiten vermieden werden. www.bilfinger.com 68 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2017

Spezialchemikalien gekühlt lagern Produzenten aus Chemieindustrie, Chemiehandel und Pharmaindustrie haben zukünftig neue Möglichkeiten, Spezialprodukte in den Gefahrstofflagern von Imperial bei einer Temperatur zwischen 2 und 8 °C gekühlt zu lagern. Im Gefahrstofflager am Standort Mannheim nahm der Hersteller jetzt einen separaten Kühllagerabschnitt in Betrieb. Damit reagiert der Logistikdienstleister auf zunehmende Nachfragen aus der Chemiebranche nach gekühlten Lagerräumen für Stoffe der TRGS-Klassen 3 (entzündbare Flüssigkeiten) und 8 (ätzend). Vorangegangen war eine erhebliche Investition in Kühlaggregate und Lüftungsanlagen für den permanenten Luftwechsel zur Vermeidung von explosionsgefährlichen Luftgemischen, Messtechnik sowie bauliche Isolierungsmaßnahmen. Unter gekühlten Bedingungen bleibt die Qualität und Haltbarkeit bestimmter hochwertiger Spezialprodukte länger erhalten, was besonders für hochsensible Endanwendungsbereiche relevant ist. Das Gefährliche am Risiko ist nicht das Risiko selbst, sondern wie man mit ihm umgeht. www.imperial-international.com Mobile Filter- und Absauganlage verbessert Gleichzeitig mit der Einführung der neuen Inspire-Steuerungselektronik hat die TBH GmbH die mobilen Filter- und Absauganlagen seiner FP200-Serie weiter optimiert. So wurden auch Verbesserungen bei Transport und Handling erzielt sowie die Leistung der Anlagen weiter verbessert. Die mit abreinigbaren Filterpatronen ausgestatteten Absauganlagen sind besonders gut für Anwendungen geeignet, in denen große Mengen an Staub abgesaugt werden müssen. Durch den Einsatz von speziellen Hochleistungsventilatoren bzw. Turbinen verfügen die Anlagen über einen hohen effektiven Luftvolumenstrom, der es ermöglicht, sie auch dezentral als Mehrplatzabsaugung einzusetzen. Mit dem Farbdisplay der neuen Inspire-Steuerungselektronik ist eine intuitive Bedienung ohne komplizierte Menüführung möglich. Der Anwender erhält eine schnelle Übersicht über alle wichtigen Informationen zum Anlagenzustand auf einen Blick. Die Regulierung der Saugleistung erfolgt über Plus- und Minus-Taster auf dem Bedienpanel und die Abreinigung der Filterpatronen kann per Knopfdruck gestartet werden. Die vorhandene Schnittstelle verfügt nun zusätzlich über einen Fehlerspeicher und einen speziellen Programmierzugang, damit wird die Support-Kommunikation verbessert und die Anpassung der Anlagen vor Ort vereinfacht. www.tbh.eu Foto: © mojolo, Fotolia.com 26.-28.9.2017 – Nürnberg Besuchen Sie uns in Halle 4 – Stand 4-580 Brände erkennen Brände löschen Schäden verhindern Wir realisieren kundenspezifische Schutzkonzepte für Absaugleitungen, Filter, Silos und Bearbeitungsmaschinen sowie für viele andere Produktionsbereiche. BRANDSCHUTZ MADE IN GERMANY WE HAVE THE RIGHT SOLUTIONS FOR ALL APPLICATIONS. Industriestraße 3 D-31061 Alfeld +49(0)5181-85525-0 info@tbelectronic.de www.tbelectronic.eu

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