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Verfahrenstechnik 7-8/2017

Verfahrenstechnik 7-8/2017

BETRIEBSTECHNIK

BETRIEBSTECHNIK Beständig und dicht Elastische Epoxidharzmischung zur Innenbeschichtung und Rissüberbrückung Über 80 % der neu errichteten Biogasanlagen weisen bei der Abnahme durch einen Sachverständigen bauliche Mängel auf. Betroffen sind auch Abdichtung und Beschichtung, die eigentlich mit größter Sorgfalt ausgeführt werden sollten, damit keine wassergefährdenden Stoffe wie Silagesickersäfte austreten können, die die Umwelt sonst erheblich belasten würden. Über 80 % der Anlagen weisen Mängel auf und müssen vor der Zulassung nachgebessert werden Die bald in Kraft tretende „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ verlangt bei Silos und Gärbehältern ein hohes Maß an Dichtheit – bei Nichterfüllung müssen teure Nachbesserungen erfolgen. Um dies zu vermeiden, hat die Polysafe GmbH die Epoxidharzmischung Polyreith EPI entwickelt. Der Dichtstoff eignet sich als Innenbeschichtung für JGS-Anlagen (Anlagen zur Lagerung von Jauche, Gülle und Sickersaft) glei- Autorin: Pia Schäble, freie Redakteurin, München chermaßen wie für die Fugensanierung und den -verguss und lässt sich durch seine elastischen Eigenschaften besonders zur Rissüberbrückung einsetzen. Polyreith EPI wurde als Innenbeschichtung für Stahlbetonbehälter zur Lagerung von Jauche, Gülle und Silagesickersäften gemäß DIN 11622-2 erfolgreich geprüft und vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2013 erzeugten die BHKW der 7 720 Biogasanlagen in Deutschland 27,9 Mrd. kWh und deckten damit den Stromverbrauch von rund acht Millionen Durchschnittshaushalten ab. Doch die vermeintlich umweltfreundliche Technologie hat auch eine Kehrseite: „Sind die Behälter, in denen das Biogas produziert wird, nicht richtig abgedichtet, können etwa Silagesickersäfte austreten, die unter anderem das Grundwasser erheblich belasten“, erklärt Joachim Reith, Geschäftsführer der Polysafe GmbH. In der neuen „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ (AwSV), die demnächst auf Bundesebene alle bisher gültigen Landesregelungen (VAwS) ablösen soll, wird deshalb noch einmal verstärkt eine Sachverständigenprüfung gefordert, die sicherstellen soll, dass neben Biogasanlagen auch alle JGS-Anlagen dicht sind und keine gefährlichen Stoffe in die Umwelt gelangen können. 66 VERFAHRENSTECHNIK 7-8/2017

Die bisher auf dem Markt erhältlichen Beschichtungssysteme sind jedoch nur eingeschränkt in der Lage, ausreichend Schutz zu gewährleisten, da vor allem die Rissüberbrückung eine große Herausforderung darstellt. Die Polysafe GmbH hat dieses Problem bereits früh erkannt und eine Epoxidharzmischung entwickelt, die nicht wie üblich nach dem Aushärten starr bleibt, sondern sich elastisch an den Untergrund anpassen kann. Beschichtung ohne vorherige Grundierung möglich Grundvoraussetzung für eine lange Haltbarkeit der Beschichtung ist eine feste, tragfähige und saubere Fläche, die keine teerhaltigen Stoffe enthält und frei von trennenden Substanzen wie Fetten und Ölen ist, etwa bei Auffangwannen, Behältern und Kanalschächten. Anschließend kann die Dichtungsmasse mit einem Zahnspachtel, einer Glättkelle oder mithilfe eines Rakels gleichmäßig und mit Druck auf der Haftfläche aufgetragen werden. Dabei ist die Epoxidharzmischung so beschaffen, dass auf einen Imprägnier-Primer verzichtet werden kann – die komplette Beschichtung benötigt nicht mehr zwei Schritte, sondern nur noch einen einzigen Arbeitsgang und verkürzt damit die benötigte Zeit erheblich. Für den Betreiber ergeben sich daneben noch andere Vorteile: Trägt er die Epoxidharzmischung in Eigenleistung auf, besteht keine Verwechslungsgefahr mehr zwischen Beschichtung und Grundierung. Erforderlich ist eine Nassschicht von bis zu 3 mm – für gewöhnlich liegt die durchschnittliche Schichtstärke bei 1 bis 2 mm/m 2 . „Umso dicker die Schicht aufgetragen wird, umso besser funktioniert nachher die Rissüberbrückung“, erläutert Reith. Diese ist notwendig, da Betontragwerke aufgrund der geringen Haftzugfestigkeit des Baustoffs zur Rissbildung neigen. Weichmacher sorgt für elastisches Beschichtungssystem Wir führen bei jedem Verkauf eine C ausführliche Beratung durch. Im M Idealfall ist der Bauherr in der Lage, die Beschichtung selbst einzubauen. Dann Y übernehmen wir auch die Bauaufsicht. Ist das nicht der Fall, führen wir die nötigen Arbeiten durch Joachim Reith, Geschäftsführer, Polysafe GmbH Damit die Beschichtung eine dauerhafte Rissüberbrückung von 0,25 bis 0,4 mm gewährleisten kann, wurde bei Polyreith EPI zu einem einfachen Trick gegriffen: „Grund dafür sind die Weichmacher in der Masse: Die Epoxidharzmischung auf Basis silanmodifizierter Polymere bleibt so auch nach dem Aushärten elastisch und fängt damit eventuell auftretende Bewegungen des Betons ab“, so der Geschäftsführer. Wichtig war Polysafe bei der Entwicklung auch, dass die Beschichtung auch zu anderen Zwecken eingesetzt werden kann. So ist sie aufgrund ihrer selbstverlaufenden Eigenschaften außerdem für die Fugensanierung oder als Fugenverguss geeignet und kann als Hohlraumfüller sowie als Dichtstoff für chemisch belastete Fugen und Risse eingesetzt werden. Dabei können wasserführende Risse bis zu einer Breite von 4 mm in Verbindung mit wasserquellfähiger Interfüllschnur abgedichtet werden, wobei die aktive Bewegungsaufnahme ca. 25 % der Rissbreite beträgt. Aufgrund der guten rissüberbrückenden Eigenschaften und der gleichzeitigen chemischen Beständigkeit gegenüber wassergefährdenden Stoffen wie Jauche, Gülle und Silagesickersäften kann von einer Haltbarkeit von mindestens zehn Jahren ausgegangen werden. Unternehmen übernimmt auch bei Eigenleistung Bauaufsicht Die Haltbarkeit kann jedoch nur gewährleistet werden, solange der Einbau fachmännisch erfolgt. Ansonsten darf der Sachverständige bei der Abnahmeprüfung im schlimmsten Fall teure Sanierungsmaßnahmen erzwingen und damit die Inbetriebnahme verzögern. Deshalb bietet Polysafe alle Produkte nur mit ausführlicher Beratung an. „Im Idealfall ist der Bauherr in der Lage, die Beschichtung selbst einzubauen. Dann übernehmen wir auch die Bauaufsicht“, erklärt Reith. „Ist das nicht der Fall, führen wir die notwendigen Arbeiten durch.“ Als eines der wenigen Unternehmen unterhält der Fachbetrieb eine eigene Handwerksabteilung, die regelmäßig auf Baustellen unterwegs ist und sowohl Altbausanierungen als auch die Beschichtung von neuen Anlagen übernimmt. www.polysafe.de CM MY CY CMY K ALL YOU NEED Ventile - Wartungsgeräte - ISO ZYLINDER FÜR ANSPRUCHSVOLLE UMGEBUNGSBEDINGUNGEN - robust und korrosionsbeständig (AISI 316L) - Temperaturbereich -50° bis +150°C - verschiedene Dichtungsmaterialien - geeignet bei schwierigen Umgebungsbedingungen z.Bsp. in den Bereichen Öl & Gas, sowie im Nahrungsmittel und Verpackungsbereich - Atex, Nace, 3.1, FM, NEPSY, CUTR, CU-TR/EACO12, SIL Tantalstrasse 4 D-63571 Gelnhausen Tel: +49 (0) 6051-97770 www.pneumax.de info@pneumax-gmbh.de

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