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Verfahrenstechnik 5/2019

Verfahrenstechnik 5/2019

DER UMWELTBEAUFTRAGTE

DER UMWELTBEAUFTRAGTE JAN FALB Was gehört zu Ihren Aufgaben als Umweltbeauftragter? Meine Tätigkeit als Referent für Umweltschutz umfasst den betrieblichen sowie den produktbezogenen Umweltschutz in der Pilz GmbH & Co. KG. Zum betrieblichen Umweltschutz zählt vor allem die Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung unserer Managementsysteme DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001. Dazu gehört das Erstellen und Umsetzen von Maßnahmen zur Material- und Energieeffizienz, die Begleitung von Projekten mit Blick auf Energie- und Umweltaspekte, die Durchführung von Audits (auch bei unseren Entsorgern) sowie das Sammeln und Auswerten von Kennzahlen. Auch die Überwachung und Einhaltung der bindenden Verpflichtungen und der dazugehörigen Compliance-Themen gehören zu meinen Aufgaben. Beim Umweltschutz im Zusammenhang mit Produkten geht es um die aktuellen Themen und Änderungen in der nationalen und internationalen Gesetzgebung. Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Arbeit? Es ist eine abwechslungsreiche Tätigkeit, bei der man prinzipiell mit allen Bereichen des Unternehmens Kontakt hat. Vor allem der produktbezogene Umweltschutz mit seinen sich ständig ändernden Anforderungen ist spannend und sehr lehrreich. Die Themen wandeln sich immer wieder, deshalb sollte man immer wieder fortund weiterbilden. Auch Durchsetzungsvermögen und Einzelkämpferqualitäten sind in dem Beruf gefragt. Wie stellen Sie sich Ihre Arbeit in fünf bis zehn Jahren vor? Die Erfahrung zeigt, dass die umweltrechtlichen Anforderungen an Unternehmen immer weiter steigen. Dieser Trend wird sicher anhalten. Das heißt gleichzeitig, dass der Bedarf an Umweltfachkräften in den Unternehmen ebenfalls wachsen wird. Die Tätigkeit an sich wird zudem wohl auch umfangreicher und komplexer werden. Wie bleiben Sie up to date? Im Umweltschutz ist die Aktualität ein sehr wichtiges Thema, da sich hier unter anderem auch in der Gesetzgebung viel tut. Zum einem nutze ich ein Abonnement von Gesetzesaktualisierungen, welche ich dann mit Blick auf deren Auswirkung für unser Unternehmen bewerte. Daneben beteiligen wir uns in verschiedenen Arbeitskreisen und Ausschüssen zum Thema Umweltschutz und Compliance – und zwar sowohl regional als auch international. Vor allem internationale Gesetzesänderungen werden zusätzlich über unsere Mitarbeiter vor Ort eingebracht und anschließend durch mich an zentraler Stelle im Stammhaus bewertet und umgesetzt. Hier sind die speziell dafür entwickelten Prozesse natürlich äußerst hilfreich. Foto: Pilz t „DER BEDARF AN UMWELT- FACHKRÄFTEN IN DEN UNTERNEHMEN WIRD WACHSEN.“ Jan Falb, Referent Umweltschutz bei der Pilz GmbH & Co.KG, Ostfildern www.pilz.de S2 SUPPLEMENT 1/2019

ROADSHOW REGENWELTEN 3.0 Hamburg, Wolfsburg, Dresden, Dortmund, Ingolstadt, Böblingen und Köln. Dies sind die Stationen der dritten Aco Roadshow Regenwelten. Angesprochen sind Planer, Behördenvertreter und Bauunternehmer, die sich vom 22. Oktober bis 21. November 2019 über aktuelle Entwicklungen eines zukunftsfähigen, gesamtheitlichen Entwässerungsmanagements, aber auch über realisierte Lösungen aus ihrer jeweiligen Region informieren möchten. Aus Sicht von Wissenschaft, Betreiber und Planer werden die Einflüsse durch Starkregenereignisse auf die urbane Landschaft, Konzepte und Maßnahmen präsentiert und diskutiert. Eine begleitende Ausstellung zeigt überdies professionelle Lösungen für das Regenwassermanagement und den Gewässerschutz. Wie in den Jahren zuvor ist es Acos vorrangiges Ziel, mit der Roadshow den interdisziplinären Austausch vor Ort zu unterstützen und zu forcieren. „Aus den zwei bisherigen Veranstaltungsreihen haben wir gelernt, dass im Zusammenhang mit Regenwassermanagement, dem Umgang mit Starkregenereignissen und dem Gewässerschutz nur interdisziplinäres Handeln wegweisende Lösungen mit sich bringt. Das wollen wir mit der diesjährigen Veranstaltungsreihe weiter fördern. Daher unser Motto: Grundwasser schützen, den natürlichen Wasserkreislauf unterstützen“, fasst Bernd Bathke, Marketing in der Aco-Gruppe, zusammen. www.aco-regenwelten.de KUNSTSTOFFABFÄLLE ALS ROHSTOFFQUELLE BASF geht mit dem Projekt Chemcycling neue Wege in der Verwertung von Kunststoffabfällen. Chemisches Recycling ermöglicht das Wiederverwerten von derzeit nicht recycelten Kunststoffabfällen, wie gemischten oder verunreinigten Kunststoffen. Diese Abfälle werden in der Regel je nach Region deponiert oder bei ihrer Verbrennung energetisch verwertet. Chemisches Recycling bietet eine weitere Alternative: Über thermochemische Verfahren können aus diesen Kunststoffen Synthesegas oder Öle hergestellt werden. Die so erzeugten Recycling-Rohstoffe können in die Produktion bei BASF eingespeist werden und fossile Rohstoffe teilweise ersetzen. Doch bevor das Projekt Marktreife erreichen kann, sind noch technologische und regulatorische Voraussetzungen zu erfüllen. Zum einen müssen die bestehenden Technologien zur Umwandlung der Kunststoffabfälle in die recycelten Grundstoffe Pyrolyseöl oder Synthesegas so weiterentwickelt und angepasst werden, dass eine hohe und gleichbleibende Qualität erreicht wird. Zum anderen werden die regionalen regulatorischen Rahmenbedingungen maßgeblich beeinflussen, wie weit sich dieser Ansatz im jeweiligen Markt etablieren kann. So sind z. B. die Anerkennung von chemischem Recycling und Massenbilanzierungsverfahren als Beiträge zur Erfüllung von produkt- und anwendungsspezifischen Recyclingquoten unabdingbar. www.basf.com WASSERNEBEL BINDET STAUB Vor Kurzem wurde mit einem Hotelabbruch in Leipzig begonnen. Zur Staubvermeidung und Staubreduzierung ist eine Staubbindemaschine V12S von Nebolex Umwelttechnik im Einsatz. Nebolex Umwelttechnik hat sich vor mehreren Jahren auf die Reduzierung von Staubimmissionen durch stationäre Staubbindeanlagen und mobile Staubbindemaschinen spezialisiert. Die mobilen Maschinen sind vollautomatisch, leistungsstark und umweltfreundlich. Spezialdüsen erzeugen einen feinen Wassernebel, der die Staubpartikel direkt an der Entstehungsquelle hochwirksam bindet. Je nach Art und Größe der Staubpartikel werden die Düsen bedarfsorientiert konfiguriert, um die unterschiedlichsten Staubarten optimal binden zu können. Moderne Ventiltechnik garantiert einen effizienten Wasserdurchsatz. Die unterschiedlichen Nebelkanonen sind mit einer Fernbedienung steuerbar und somit einfach in der Handhabung. Auf Palette für einen Gabelstapler oder auf einem Unterwagen montiert, sind die Maschinen im Gelände gut manövrierbar. www.nebolex.de

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