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Verfahrenstechnik 5/2018

Verfahrenstechnik 5/2018

TOP-THEMA I INTERVIEW

TOP-THEMA I INTERVIEW Dauerbrenner Energieeffizienz Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft auf der in München Naemi Denz, VDMA, Frankfurt Die Ifat – Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft – findet vom 14. bis 18. Mai 2018 auf dem Messegelände in München statt. Für die Maschinen- und Anlagenbauer in der Prozessindustrie spielt der produktionsintegrierte Umweltschutz eine große Rolle, Schlagwörter wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind auch hier in aller Munde. Wir sprachen mit Naemi Denz, Geschäftsführerin vom Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik beim VDMA in Frankfurt. Frau Denz, welche Rolle spielt das Thema Umwelttechnik für den VDMA und seine Mitglieder – die Maschinen- und Anlagenbauer – national und international? Viele reden über Nachhaltigkeit – der Maschinen- und Anlagenbau entwickelt die Lösungen. Das ist einer der Slogans unserer Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence. Die Investitionsgüterindustrie entwickelt zum einen Technologien für den nachsorgenden Umweltschutz, zum anderen auch integrierte Umwelttechnik. Der wichtigste Markt für unsere Mitgliedsunternehmen im Bereich Umwelttechnik ist die Europäische Union, gefolgt von China und den USA. Was werden aus Ihrer Sicht die Highlights auf der Ifat 2018 in München sein? Die Ifat ist für die Branche die wichtigste Messe weltweit. In sich schnell entwickelnden Ländern wie China oder Indien stehen Kommunen häufig vor der Frage, wie der Gebäudebestand schnell gesteigert werden kann. Gebäude, aber auch Straßen, können aus Sekundärmaterial gebaut werden. Gerade mobile Aufbereitungstechnik für Bau- und Abbruchabfälle erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Die deutsche Branche hat jüngst ein Qualitäts system für Recyclingbaustoffe entwickelt. Auch darum wird es in einem Forum in der Halle B4 am Messemontag um 12 Uhr gehen. Energieeffizienz ist ein Dauer brenner. Das gilt insbesondere für die Wasserwirtschaft. So sind beispielsweise kommunale Kläranlagen mit einem Anteil von circa zehn Prozent des Energieverbrauchs von Kommunen häufig die größten Verbraucher. Insofern hat eine verbesserte Energieeffizienz von Produkten oder Gesamtanlagen hohe Bedeutung Auf einen Blick Termin: 14.–18. Mai 2018 Öffnungszeiten: MO–DO 9–18 Uhr, FR 9–16 Uhr Eintrittspreise: Tagesticket 32 EUR, Dauerticket 72 EUR Ort: Messe München Aussteller: rd. 3 100 Internet: www.ifat.de und schlägt sich auch betriebswirtschaftlich nieder. Das gilt auch für die industrielle Abwasserreinigung. Welche speziellen Aktionen plant der VDMA zur Messe? Langweilig wird die Messe nicht werden. Der VDMA läutet die Ifat am Messemontag um 10 Uhr mit seiner Pressekonferenz im Pressekonferenzraum Ost ein. Neben brandneuen Zahlen zur Konjunktur in der Umwelttechnik, geht es um Innovationen des Maschinen- und Anlagenbaus. Um 12 Uhr folgt das eben erwähnte Forum „Mehr Recycling von Mineralik notwendig und möglich“ in Halle B4. Um 13.30 Uhr starten wir dann mit den VDMA-Praxistagen auf dem Freigelände am Eingang Ost. Wer Aufbereitungstechnik live und in Aktion sehen möchte, ist hier ein gern gesehener Gast. Auch im Bereich Wasserund Abwasserwirtschaft beteiligt sich der VDMA an Foren. Unter anderem zum Thema Digitalisierung – Smart Future im Maschinen- und Anlagenbau. Interessierte können sich am Mittwoch, 16. Mai um 16 Uhr ins Forum in der Halle B2 begeben. Im zweiten VDMA-Wasserforum dreht sich alles um Energieeffizienz und zwar am 17. Mai um 12 Uhr im Forum Halle B2. In der Abfall- und Recyclingindustrie wird Luft nicht nur als Transport- oder Separationsmittel verwendet, sondern vor allem bei der Abluftreinigung und Entstaubung eingesetzt. Der Gemeinschaftsstand des VDMA Luftreinhaltung steht unter dem Motto „Lebenselixier Luft – facettenreiche Luftreinhaltungstechnik in der Abfall- und Recyclingindustrie“. Fotos: VDMA, Messe München www.vdma.org 10 VERFAHRENSTECHNIK 5/2018

Top-Thema Modul für Membranbioreaktoren Ein Unternehmen in der Membran-Industrie präsentiert zur Ifat eine Generation des Bio-Cel L-Moduls für Membranbioreaktoren (MBR). Die Produktlinie soll die Ablaufqualität des behandelten Abwassers verbessern und damit eine Lösung zur Erfüllung strengerer Richtlinien für die Wasser- und Abwasserbehandlung bieten, ohne dass hohe Investitionskosten für spezielle Baumaßnahmen entstehen. Eine damit ausgerüstete Kläranlage nimmt nur einen Bruchteil der Fläche konventioneller Anlagen ein, so kann in einigen Fällen die Anlagengröße um bis zu 50 % reduziert werden. Das Modul bietet einen 360°-Zugang, durch den es leichter zu reinigen und zu warten ist. Das Design verschafft dem Modul eine längere Lebensdauer und Leistung, die mit der Zeit nicht nachlässt. Mit dem offenen Zugang des Flachmembranlaminates will der Hersteller neue Maßstäbe für die Handhabung von MBR-Modulen setzen. Halle A2, Stand 227 www.microdyn-nadir.de Toxizitätsmessung im Zulauf der Biologie Im Falle einer Einleitung von toxischen Wässern in eine Kläranlage können diese die Kläranlagenbiologie beeinträchtigen, sodass die Reinigungsleistung stark vermindert wird. Daher kann es wichtig sein, das Abwasser im Zulauf auf toxische Stoffe hin zu untersuchen. Bei den speziell für Kläranlagen konzipierten Online- Messungen von Gimat steht das Ergebnis innerhalb weniger Minuten zur Verfügung. Die Verwendung der Original-Biomasse unter denselben Bedingungen wie denen im Klärbecken stellt hierbei den entscheidenden Vorteil dar. Der Hersteller bietet dazu zwei Geräte an: Das Bio-Zaw überwacht die Atmung der Biomasse, in der sich Vergiftungen sehr rasch bemerkbar machen. Der Dima-CenoTox 2.0 erlaubt sogar die differenzierte Betrachtung der besonders empfindlichen Nitrifikanten. Durch die neuartige Mehrstromtechnik können mit diesem Gerät sogar zusätzliche Probenströme analysiert werden. Halle C1, Stand 300 www.gimat.de Stationäres Durchflussmessgerät Durchfluss von flüssigen Medien lässt sich in vollgefüllten Rohrleitungen einfach und genau mithilfe externer Clamp-on-Sensoren messen. Das Verfahren basiert auf der Messung von Laufzeitdifferenzen von Ultraschallsignalen und ist für unterschiedlichste Rohrmaterialien, wie z. B. Stahl, Kunststoff oder Beton, einsetzbar. Es lassen sich unterschiedliche Medien in einem großen Nennweitenbereich von DN10 bis DN3000 sehr genau messen. Der Temperaturbereich reicht bis 200 °C. Unterschiedliche Schnittstellen (z. B. analog, Impuls, RS485) ermöglichen die Anbindung des IFX-F100 an jedes Leitsystem. Das Display unterstützt mit intuitiver Dialogführung die präzise Positionierung der Sensoren und zeigt unmittelbar Durchflusswerte und Gesamtsummen. Halle C1, Stand 541 www.wasser.gwu-group.de Nicht nur in der Spitze spitze – Schraubengebläse HBS Leistungsstark – Volumenstrom von 40-160 m³/min., max. Überdruck 1,1 bar KOMPRESSOREN • Energiesparend in allen Betriebspunkten – über den gesamten Regelbereich hocheffizient • Industrie und Wasser – 4.0 – kompatibel – durch die vernetzbare Steuerung SIGMA CONTROL 2 • Gebläseblock mit SIGMA PROFIL – bis zu 35 % weniger Energie gegenüber herkömmlichen Drehkolbengebläsen • Garantierte Leistungsdaten – nach ISO 1217 Annex Cbzw. E www.kaeser.com Besuchen Sie uns: Halle A1, Stand 143/242 und Halle C3, Stand vom 14. bis 18. Mai 2018 in München 133 Kaeser.indd 1 17.04.2018 13:23:43 VERFAHRENSTECHNIK 5/2018 11

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