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Verfahrenstechnik 5/2017

Verfahrenstechnik 5/2017

TOP-THEMA I KOMMENTAR

TOP-THEMA I KOMMENTAR Zukunfts-Konzepte Messtechnik in der Schüttgutindustrie Die stetig zunehmende Automatisierung von industriellen Prozessen wirkt sich in vielfacher Hinsicht auch auf die Messtechnik für Schüttgut aus. Software und Daten, im Sinne von Stanford-Professor Burton Lee, werden zukünftig Grundlage für die Funktion komplexer Systeme sein. Es stellt sich somit die Frage, welche Nachrüstungen einerseits bei bestehenden Anlagen notwendig und sinnvoll sind und wie andererseits eine Erweiterung oder gar ein Neubau einer Anlage ausgestattet werden soll. Hersteller von Füllstand-Messtechnik können hier sicher zweigleisig fahren. Entweder werden neue Geräteentwicklungen bereits so konzipiert, dass sie in Regelkreise eingebunden werden können. Damit kann die Funktion selbst sowie die Zuverlässigkeit von Sicherheitsfunktionen schnell erkannt werden. Andererseits können in Gerätekonzepte all jene Maßnahmen einfließen, die zu einer deutlich längeren Standzeit und Lebensdauer der Messgeräte führen, was bei wartungsarmen oder verschleißfreien Geräten der Fall ist. Jede Veränderung oder Modernisierung der Messgeräte findet jedoch dort ihre Grenze, wo Messinstrumente in Anwendungen eingesetzt werden, für die sie nicht gedacht sind. Hier greifen die Beratungspflicht der Hersteller und die Sorgfaltspflicht der Betreiber ineinander. Hersteller kennen ihre Geräte, Betreiber ihre Anlage; gegenseitige Information und Gedankenaustausch, beispielsweise über geänderte Randbedingungen von Anwendungen, sind unabdingbar. Das internationale Marktgeschehen ist vielfach geprägt vom Einkaufsverhalten „preiswertestes Messgerät ist bestes Messgerät“. Hersteller kennen diese Debatte. Sie ist falsch und führt in die Sackgasse, denn ein Produktionsausfall wird teuer. Qualität hat ihren Preis, lange Gerätestandzeiten ebenso. Wer als Hersteller an der Qualitätsschraube dreht, preiswerte Versionen und Billiggeräte auf den Markt bringt, wird kurzfristig Erfolg haben. Langfristige Kundenzufriedenheit bleibt hingegen auf der Strecke. Daran ändert auch der Begriff Industrie 4.0 nichts. Das klärende Beratungsgespräch mit Anwendern ist Grundlage täglicher Optimierung. Jeder Kunde erhält so sein eigenes Messgerät, präzise abgestimmt auf die individuelle Anwendung. Konzipiert für die Zukunft. Hans-Heinrich Westphal, Geschäftsführer, MBA Instruments GmbH, Quickborn 32 VERFAHRENSTECHNIK 5/2017

SCHÜTTGUTTECHNIK I TOP-THEMA Energiesparender Förderbetrieb von Schüttgütern Die Seilförderanlagen von Daltec basieren in besonderem Maße darauf, dass ein Endlos-Seil im Kreislauf durch ein Förderrohr gezogen wird – das eindosierte Schüttgut wird so zwischen den Mitnehmerscheiben von einer Aufnahme A schonend zu einer Abgabe B transportiert. Ein spezielles Friktionsrad, als Reibantrieb, übersetzt die Kraft eines nur 0,75 kW starken Motors auf mehrere Mitnehmerscheiben, die am Rad anliegen. Diese Kraft reicht in Kombination mit dem „freien“ Lauf des Scheibenseils sowie den individuell platzierten Umlenkecken mit sehr wenig Kraftverlust aus, eine Förderstrecke von bis zu 200 m im Kreis mit unterschiedlichen Anstiegen, Geraden und Abstiegen zu meistern. Je nach Platzverhältnissen sind so auch beengte Raumverhältnisse sehr effektiv zu nutzen. Diese Systemleistung kann mit ca. acht Umlenkpunkten erbracht werden, wobei die Auswahl der Rohrdurchmesser von 38, 50, 60 und 63 mm Durchmesser reicht. Im weitesten Rohr lässt sich nach Herstelleraussagen ein Durchsatz von 3 m³/h staubdicht realisieren. Halle 7, Stand U20 www.daltec-industrie.de Rückschlagklappe nach neuer Norm Die Explosions-Rückschlagklappe Proflap von Keller Lufttechnik, die im Notfall das Durchschlagen von Flammen auf andere Anlagenteile verhindert, absolvierte gerade ihre Prüfung nach der neuen, strengeren Norm (EN 16447). Entstaubungsanlagen müssen, so lautet die Regel, explosionstechnisch entkoppelt sein. Das heißt, das Durchschlagen der Flammen in die Rohrleitungen und mögliche Folgeexplosionen gilt es zu verhindern. Diese Rückschlagklappe ist geeignet, um die Rohgasseite einer Anlage im Notfall abzusperren. Im normalen Betrieb hält der Luftvolumenstrom die Klappe offen. Im Fall einer Explosion kommt eine Druckwelle aus der entgegengesetzten Richtung und schließt die Klappe. Die weiterentwickelte Klappe dichtet das Rohr noch besser ab und verriegelt bei allen Modellen automatisch. Die Optimierungen zahlten sich aus. Rückschlagklappen müssen jetzt eine strengere Prüfnorm (EN 16447) erfüllen. Die neue Proflap-III-Baureihe meisterte die Tests, dadurch kann auch in der metallverarbeitenden Industrie eingesetzt werden. Halle 6, Stand R57 www.keller-lufttechnik.de Optimiertes aufbrinGen vOn butter trennmittelnebel eliminiert Glasur-auftraG um 60% reduziert! Ü b e r l e g e n e S p r Ü h l e i S t u n g, e x z e l l e n t e e r g e b n i S S e. Beheizte AccuCoat ® -Systeme: Absolut gleichmäßige und präzise Beschichtungsqualität von schwierigen Materialien wie Butter, Öl und Glasuren auf Lebensmittel und technische Geräte bei gleichzeitiger Minimierung von Overspray. Mehr erfahren auf der InterPack ! Halle 4 - D36 www.spray.de

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