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Verfahrenstechnik 4/2017

Verfahrenstechnik 4/2017

SPECIAL I HANNOVER MESSE

SPECIAL I HANNOVER MESSE Wireless vernetzt Kompaktes Funk-Gateway ermöglicht neue Bedienkonzepte im Umfeld von Industrie 4.0 Durchgängige Datenkommunikation von den Automatisierungssystemen im Feld (Operational Technology, OT) bis in die industriellen IT-Systeme (IT) ist zwingende Voraussetzung für die Realisierung von Industrie 4.0 sowie für das industrielle Internet der Dinge (IIoT). Autor: Michael Volz, Geschäftsführer, HMS Industrial Networks GmbH, Karlsruhe Im Vergleich zu kabelbasierten Feldbusund Industrial-Ethernet-Netzwerken ist der Anteil der Wireless-Netzwerke in der Industrie heute noch gering. Denn meist werden die Wireless-Lösungen nur als Punkt-zu-Punkt-Kabelersatz in Anwendungen mit rotierenden oder beweglichen Teilen eingesetzt. Doch die modernen funkbasierten Netzwerke können weit mehr. Wireless Access Points stellen das Bindeglied zwischen den drahtgebundenen Anlagenkomponenten im Realtime-Netzwerk und den mobilen Bediengeräten (Tablets und Smartphones) sowie smarten Sensoren und Aktuatoren moderner Automatisierungssysteme her. Da die Zuverlässigkeit kabelloser Lösungen immer besser wird, wird der Anteil von Wireless-Netzwerken in der Industrie nach Einschätzung von HMS Industrial Networks in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Wireless-Lösungen punkten gegenüber kabelbasierten Lösungen zum einen durch ihre Verschleißfreiheit, zum anderen ergeben sich durch die Modernisierung von Anlagen neue Einsatzbereiche wie zum Beispiel das Vernetzen von fahrerlosen Transportsystemen oder rotierenden und beweglichen Maschinenteilen. 01 Der Anybus Wireless Bolt hat eine kompakte Bauform und wird direkt an der Maschine montiert 38 VERFAHRENSTECHNIK 4/2017

Für die kabellose Datenübertragung in der Industrie kommt heute meist Wlan im 2,4 GHz oder 5 GHz Band oder Bluetooth zum Einsatz. So lässt sich eine verschleißfreie Datenübertragung auch in Anwendungen mit besonderen Anforderungen wie zum Beispiel Abfüll- und Verpackungsanlagen realisieren. In diesen Anwendungen werden teure mechanische Schleifringe und Schleppketten durch kostengünstige Funk-Gateways wie zum Beispiel dem Anybus Wireless Bolt von HMS ersetzt. Die Datenübertragung bei der Anwendung als Kabelersatz erfolgt in diesen Anwendungen meist in Form einer Punktzu-Punkt-Verbindung. Als Faustregel lässt sich festhalten: Bluetooth (IEEE 802.15.1) ist die richtige Wahl, wenn Robustheit und Stabilität der Verbindung die wesentlichen Kriterien sind. Wlan (IEEE 802.11) ist die richtige Wahl, wenn es auf einen hohen Datendurchsatz ankommt. Die Funk-Gateways von HMS unterstützen beide Technologien. Anwender können so die für den jeweiligen Anwendungsfall unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen vor Ort am besten geeignete Funktechnologie einsetzen. Drei Trends: Byod, Machine Health und IT-Sicherheit Das Schlagwort „Bring Your Own Device“ (Byod) beschreibt den Trend, bei dem moderne Smart Devices wie Tablets genutzt werden, um über den integrierten Internetbrowser oder spezielle Apps Maschinen zu parametrieren, zu bedienen und Diagnosedaten zu visualisieren. Typische Abfragen wie zum Beispiel der aktuelle Betriebszustand der Maschine, Produktionsstückzahlen oder Diagnosedaten werden beim „Byod“-Konzept nicht über teure, fest installierte HMIs erledigt, sondern über das Smart Device. Dies führt bei verketteten Systemen wie beispielsweise Druck- und Verpackungsmaschinen zu einer Kostenreduktion. Das Schlagwort „Machine Health“ charakterisiert den Trend, bei dem kleinste Sensoren und Aktoren zusätzliche Daten sammeln. Diese kleinen, häufig batteriebetrieben Sensoren nutzen meist Bluetooth als Technologie für die Datenübertragung. Die so gewonnenen Sensordaten erlauben dem Betreiber eine bessere Beurteilung des dynamischen Verhaltens und des Materialverschleißes der Maschine und helfen so, Stillstandszeiten zu reduzieren und die Zuverlässigkeit der Anlage zu erhöhen. Mit der steigenden Vernetzung der Geräte wird die IT-Sicherheit zum Schlüsselfaktor. Mit dem Öffnen eines ehemals geschlossenen Systems für Smart Devices wächst die Gefahr unberechtigter Zugriffe. Einhergehend mit dem Einsatz der Wireless-Netzwerke und der Anbindung der Systeme an die industriellen Clouds kommen den Themen Cyber Security und Safety wachsende Bedeutung zu. Unternehmen müssen diese Risiken identifizieren, bewerten und geeignete Maßnahmen ergreifen. Funk-Gateway in Industriequalität Als Faustregel gilt: Bluetooth sorgt für eine robuste und stabile Verbindung, Wlan ermöglicht dagegen einen hohen Datendurchsatz. „Wir haben ein stetig wachsendes Interesse für Wireless-Lösungen festgestellt“, sagt Martin Falkman, Product Manager bei HMS Industrial Networks. „Deshalb wollten wir Maschinenbauern eine robuste, industrietaugliche Wireless-Lösung anbieten, die direkt an der Maschine montiert werden kann. Der Anybus Wireless Bolt ist eine zuverlässige und sichere Lösung, mit der Anwender das Industrial Internet of Things realisieren und heute schon die Weichen für die Kommunikationsanforderungen von morgen stellen können.“ Dieses kompakte Funk-Gateway ist mit seiner Bauform und der integrierten Antenne für den Einsatz direkt an der Maschine konzipiert. Das Funk-Gateway unterstützt sowohl Wlan (2,4 oder 5 GHz) als auch Bluetooth. Bei Verwendung als Michael Volz, HMS Access Point stellt der Anybus Wireless Bolt einen drahtlosen Zugang zum Steuerungsnetzwerk der Maschine her. So können Maschinen per Tablet oder Smartphone konfiguriert, parametriert und bedient werden. Der Anybus Wireless Bolt vereint Anschluss, Kommunikationsprozessor und integrierte Antenne in einer Einheit. Er hat ein robustes Design mit IP67-Gehäuse. Die Reichweite der Funkverbindung beträgt bis zu 100 m. Die Anbindung an die Maschinensteuerung erfolgt per Ethernet. Unabhängig von der Kommunikationsmethode wird für Stromversorgung und Kommunikation immer derselbe Anschluss verwendet. Halle 8, Stand D32 www.hms-networks.de C M Y CM MY CY CMY K EBU10-T – die Weltneuheit... ...zur Absicherung von AC 230 V USV-Anlagen. Garantiert selektiven Überstromschutz! Der Strom, den die USV bereitstellt, kann im Fehlerfall einen herkömmlichen Schutzschalter nicht auslösen. Ohne die Weltneuheit EBU10-T kann dies zur kompletten Abschaltung der USV-Anlage führen! Ihr Nutzen: ● Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit ● Reduzierung der Gesamtkosten ● Vereinfachung der Planung Infos unter: www.e-t-a.de/EBU10-T Besuchen Sie uns auf der Hannover-Messe vom 24.-28. April. 2017 Halle 11, Stand A69 www.e-t-a.de ©Victoria/Fotolia.com

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