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Verfahrenstechnik 4/2017

Verfahrenstechnik 4/2017

SPECIAL I HANNOVER MESSE

SPECIAL I HANNOVER MESSE Außerordentlich durchgängig Oberflächenveredelungs- und Filterexperte setzt auf modernes Engineering-System nung oder Lärmschutz: hier werden höchste Anforderungen gestellt. Ein erfahrener Anlagenbauer in diesem Sektor ist die Rippert Anlagentechnik GmbH und Co. KG, die sich seit über 45 Jahren mit Lackier- und Filteranlagen, Automation und Industrieventilatoren am Markt behauptet. Ihr Wachstum und die immer weiter steigenden Ansprüche an hochautomatisierte Anlagen ließen die in Ostwestfalen ansässigen Oberflächenveredler nach einem modernen Engineering-System Ausschau halten. Umdenken war nötig … Die Prozesse im Bereich Oberflächenbehandlung und -veredelung erfordern hochkomplexe Anlagen zur Vorbehandlung, Pulverbeschichtung, Lackierung, Trocknung sowie für Automation zum Transport und Teilehandling. Das Thema Umweltverträglichkeit ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt in diesem Industriesektor. Entsprechend komplex ist auch das Engineering dafür. Ein erfahrener Anlagenbauer suchte ein modernes Engineering- System, das mitwächst und tragfähig ist für die Zukunft. Autorin: Johanna Kiesel, Öffentlichkeitsarbeit, Aucotec AG, Hannover Ein Projekt – vom verfahrenstechnischen Fließbild (R&I) bis zur Steuerungstechnik – diese Forderung konnte unter allen Anbietern, die wir uns angesehen haben, nur der Software-Entwickler Aucotec mit Engineering Base (EB) erfüllen. Thomas Quante, Rippert Anlagentechnik GmbH und Co. KG Oberflächlich betrachtet, wird man dem Thema Oberflächenbehandlung und -veredelung kaum gerecht. Die Prozesse in diesem Bereich verlangen, je nach Grundmaterialien und Beschichtungsart, verschiedenste hochkomplexe Anlagen. Ob Luftfilterung, Pulverrückgewinnung, Ventilatortechnik, Energieeffizienz bei der Trock- Bei der Suche war Durchgängigkeit das zentrale Thema der Anlagenbauer. Der Wunsch nach deutlich durchgängigeren Prozessen war der Motor, der die Entscheidung voranbrachte. „EIN Projekt – vom verfahrenstechnischen Fließbild (R&I) bis zur Steuerungstechnik – diese Forderung konnte unter allen Anbietern, die wir uns angesehen haben, nur der Software-Entwickler Aucotec mit Engineering Base (EB) erfüllen“, erzählen Thomas Quante, Leiter des Bereichs MSR bei Rippert und der EB-Administrator und Key User Thomas Möller. Ripperts Engineering-Experten waren sich bei der Entscheidung für das neue System durchaus darüber im Klaren, dass bei so einer durchgängigen Vorgehensweise viele Abteilungen von Veränderungen betroffen sein würden. Die aktuellen Normen für R&I-Schemata und die neue Referenzkennzeichnung (früher: Betriebsmittelkennzeichnung) machten jedoch ohnehin ein Umdenken nötig und waren ein zusätzlicher Grund, um mehr Durchgängigkeit zu schaffen. Von Vertrieb über Abwicklung und Fertigung bis zur Inbetriebnahme greifen alle Disziplinen auf das selbe, gemeinsame Datenmodell zu, um Engineering-Informationen einzusehen oder zu bearbeiten. EBs Datenbank und Objektorientierung sowie seine besondere Mehrschicht-Architektur machen es möglich. Mit der zentralen Datenhaltung lassen sich selbst hochkomplexe Aufgabenstellungen schnell und kooperativ – auch über mehrere Standorte hinweg – erledigen. Der zwischen Client und Datenbank geschaltete Application Server entlastet den Client-Rechner und verwaltet die Business- Logik mit ihren Elementen und logischen Beziehungen zueinander. „Unterschied- 36 VERFAHRENSTECHNIK 4/2017

liche Kennzeichnungen eines Bauteils in verschiedenen Dokumenten gehören mit EB ebenso der Vergangenheit an wie die zeitintensiven Abgleiche der beim Projektstart erstellten Verbraucher- und Feldgerätelisten“, so Quante. … und es hat sich gelohnt Funktionsorientierte Baugruppenbildung ist jetzt ein wichtiger Kernpunkt für den Engineering-Prozess, denn damit werden wiederverwendbare Standards geschaffen, die Abspracheaufwände und Fehler deutlich minimieren. Die Baugruppen werden aus Einzelfunktionen mit dahinter liegenden Teilschaltungen bzw. Stromlaufplanseiten gebildet. Das strukturelle Anlegen von Funktionen erfordere zwar eine andere Arbeitsweise, aber das Umdenken lohne sich, erklärt Administrator Möller: „Die Funktionsorientierung bringt eine erhebliche Zeitersparnis und gliedert obendrein die Teilanlagen sehr übersichtlich.“ Übereinstimmend stellten alle Beteiligten fest, dass das Bilden von wiederverwendbaren Baugruppen zu einer funktionellen Gesamtstruktur das Engineering deutlich erleichtert und beschleunigt. Gleichzeitig minimieren sich Fehler und Abspracheaufwände erheblich. Sicher, hochwertig, autoklavierbar: Mobile Flaschensysteme für die sterile Probenahme Konsequenter Schnitt „Wir haben einen kompletten und konsequenten Schnitt gemacht bei der Einführung des neuen Systems. Das heißt, dass wir für Altprojekte noch das Vorgänger-Tool verwenden, aber alles Neue mit Engineering Base projektieren“, erklärt Thomas Quante. Dabei leitet Rippert die neuen Standards aus bereits bestehenden Projekten ab. Vor dem Ablegen dieser Standards in EBs Datenbank werden die Teilschaltungen und Funktionsbaugruppen aber immer noch einmal überprüft. So können sich die Nutzer immer auch auf einen hohen Qualitätsstandard verlassen. Die Umstellung erfolgte bei Rippert in kleinen Schritten und in kleinen Personengruppen. „Reibungslos war der Wechsel nicht, denn das neue System bedeutet eine ganz andere Herangehensweise, aber wir haben EBs Potenzial erkannt und kommen damit unserem Ziel der nahtlosen Durchgängigkeit immer näher“, berichtet Thomas Möller. Zurzeit arbeiten die Ingenieure an der Verknüpfung von EB mit dem ebenfalls neuen ERP-System. Ziel ist es, bei notwendigen Anpassungen schnell übergreifend reagieren zu können und die Datenkonsistenz jederzeit zu sichern. Zur Anpassung der EB-Gerätestammdaten an die ERP-Datenbank wurden zusätzliche Attribute für Materialtypen erarbeitet. Auf diese Weise bleibt die Suchstruktur in beiden Systemen übersichtlich. Nach und nach wird Ripperts MSR-Abteilung nun das neue System auf ihre ganz individuellen Bedürfnisse einstellen. Mit dem Wissen um die Möglichkeiten von Engineering Base wollen die MSR-Experten das Optimum für sich herausziehen. „EBs Flexibilität ist offen für weitere Wünsche und Anforderungen von unserer Seite, also auch längerfristig zukunftsfähig. Seine Durchgängigkeit ist heute schon außerordentlich“, so Thomas Quantes Fazit. Halle 6, Stand K28 www.aucotec.com Diese Emaillierlinien zur Oberflächenbeschichtung erfordern ein komplexes Engineering Die perfekte Lösung für Probenahme und Transport von Flüssigkeiten: • FDA-konforme Materialien • zertifiziertes EHEDG-Membrandichtsystem • geschlossene Probenahmeeinheit www.gemu-group.com

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