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Verfahrenstechnik 3/2018

Verfahrenstechnik 3/2018

TOP-THEMA I

TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK neueres Modell des gleichen Typs ersetzt werden. Allerdings kann man den Austausch auch für ein Retrofit der Anlage nutzen und zu einer anderen Pumpentechnologie wechseln“, weiß Henning Grönwoldt-Hesse, Vertriebsleiter von Jung Process Systems. „Mit einer modernen Hyghspin-Schraubenspindelpumpe aus Edelstahl-Vollmaterial läuft die Anlage dann nicht nur wieder einwandfrei, sondern zusätzlich kann die Leistung gesteigert werden. Auch eine schonendere Produktförderung und ein besserer Hygienestatus sind möglich.“ Die Gründe, die zum Austausch einer Pumpe führen, können vielschichtig sein: n Probleme mit Pulsation n Verschleiß n Schäden am Produkt n Kavitation n Platzbedarf n Erhöhung der Kapazität Anpassung an den Bedarf Schonende Förderung Schraubenspindelpumpen als Retrofit für Hygieneanwendungen Unter den Verdrängerpumpen nehmen die Schraubenspindelpumpen einen besonderen Platz ein. Durch die axiale Förderung wird das Produkt schonender transportiert, als wenn das Produkt zusammen mit den Förderelementen rotiert und dadurch geschleudert wird. Negative Auswirkungen des Schleuderns wie Zerstörung von Partikeln, erhöhte Abrasion oder Schaumbildung werden vermieden. Autorin: Ines Schröder, Marketing, Jung Process Systems GmbH, Kummerfeld Wenn in bestehenden Anlagen die Pumpe ausfällt oder nicht mehr die erforderliche Leistung erbringt, stellt sich häufig die Frage: Größere Neuinvestition oder kostengünstigerer Austausch. Meist finden sich für bestehende Verdrängerpumpen passende Ersatzmodelle. „Natürlich kann der alte Pumpentyp durch ein Eine der größten Stärken von Hyghspin- Schraubenspindelpumpen ist nach Meinung von Grönwoldt-Hesse deren Flexibilität. In der eigenen Fertigung am Firmensitz in Pinneberg, nördlich von Hamburg, lassen sich auch Sonderlösungen wirtschaftlich umsetzen. Typisches Szenario ist ein bestehendes System, in dem eine Verdrängerpumpe ersetzt werden muss. „Wer bisher mit einer Drehkolben- oder Exzenterschneckenpumpe gearbeitet hat, kommt vielfach gar nicht auf die Idee, dass ein anderes Pumpenprinzip Vorteile bringen kann“, sagt der Vertriebsleiter. Außerdem sei nicht so bekannt, dass Dreh- oder Kreiskolbenpumpen auch ohne größere Rohrleitungsanpassungen durch eine Hyghspin-Pumpe ersetzt werden können. „Das hängt wohl damit zusammen, dass man Schraubenspindelpumpen meist nur mit einer 90°-Umlenkung kennt und dies nicht in die Rohrleitung passen würde“, glaubt Grönwoldt-Hesse. „Das ist aber kein Muss. Beim Austausch von Dreh- oder Kreiskolbenpumpen können wir eine Inline-Ausführung fertigen, bei der die Stutzen horizontal oder vertikal parallel zueinander liegen.“ Bei kritischen Einsatzfällen stellen Hyghspin-Schraubenspindelpumpen zudem selbst dann eine interessante Alternative bspw. zu Kreiselpumpen dar, wenn die Viskosität der Produkte eigentlich keine Verdrängerpumpe erfordern würde. Denn ein weiterer Vorteil des Schraubenspindel- Prinzips ist nach Meinung von Henning Grönwoldt-Hesse die außerordentliche Flexibilität: „Aufgrund niedriger Massenträgheitsmomente und eines komplett unwuchtfreien Laufs der Rotoren haben unsere Modelle einen sehr weiten Drehzahlbereich von bis zu 4 000 min -1 . Eine Hyghspin-Pumpe kann daher sehr gut geregelt werden. Konstante Drücke bei 30 VERFAHRENSTECHNIK 3/2018

unterschiedlichen Mengen oder aber stark spreizenden, verschiedenen Anlagenkennlinien sind für uns kein Problem.“ Mit nur einer Pumpe können verschiedenste Viskositäten und Medien gefördert und gleichzeitig ohne zusätzlichen Bypass auch CIP-/SIP-Reinigungsfunktionen durchgeführt werden und erlauben so ein sehr breites Anwendungsspektrum. Größere Fördermenge An der Teststation werden täglich Serienaufträge mit Pumpenmotoren von 2,2 bis 45 kW geprüft Weiteres Plus der Hyghspin-Schraubenspindelpumpe ist die Erhöhung der Förderleistung in bestehenden Rohrleitungen. „Die erforderlichen NPSH-Werte sind auch bei größeren Volumenströmen sehr niedrig. Im Gegensatz zu anderen Systemen akzeptieren unsere Pumpen höhere Druckverluste in der Saugleitung. Dadurch können bei einer bestehenden Rohrleitung größere Mengen gefördert werden, ohne dass es zu Kavitation kommt und die Pumpe Schaden nimmt“, erläutert Grönwoldt-Hesse. Bei gleichbleibenden Rohrleitungssystemen können also bspw. Umpumpzeiten gegenüber dem Einsatz anderer Verdrängerpumpen deutlich verkürzt werden. Laut Grönwoldt-Hesse bleiben viele Kunden meist ohne Grund bei dem bisherigen Pumpentyp und schauen nur auf die Motorleistung und den Wirkungsgrad. Dabei wird leicht übersehen, dass oftmals in der Anlage selbst durch die Vermeidung von Druckverlusten ein größeres Potenzial zur Kostensenkung liegt. Generell sind Hyghspin-Schraubenspindelpumpen langlebig und verschleißarm, sie benötigen nur wenig Wartung – ein weiterer Faktor zur Kostensenkung also. Hygienic Design Neben der hohen Flexibilität in der Förderung von unterschiedlichsten Medien zählt die Hygiene im Produktionsprozess zu den wesentlichen Vorteilen der Hyghspin-Modelle. Jung Process Systems konstruiert und fertigt ohne Kompromisse nach den Richtlinien des Hygienic Design. Die totraumfreie Bauweise der Schraubenspindelpumpen schließt versteckte Ablagerungen von vornherein aus. Alle medienberührenden Teile sind komplett aus Edelstahl-Vollmaterial aus europäischen Werken zerspant und unterscheiden sich dadurch von anderen Modellen, die auf der Verwendung von Edelstahl-Gussteilen basieren. „Nur so lassen sich riss- und fehlstellenfreie Bauteile sicher herstellen“, sagt der Vertriebsleiter. Als einziger Hersteller bietet Jung Process Systems eine komplett aus Edelstahl gefertigte Schraubenspindelpumpe in Blockbauweise an. Bei dieser Konstruktion sind Pumpenkörper und Antrieb fest miteinander verbunden und bilden eine kompakte Einheit. Die Wellen von Pumpe und Motor werden durch Formschluss zentriert. Die Kupplung kann nicht verspannt werden. Dies sichert einen kontakt- und unwuchtfreien Betrieb und beugt Lagerschäden vor. Diese Pumpen kommen außerdem mit einer kleineren Grundplatte aus und lassen sich so bequem und risikolos als mobile Aggregate an verschiedenen Standorten im Transferund Produktionsprozess einsetzen. Halle 10.2, Stand C31 www.jung-process-systems.de IMPRESSUM vereinigt mit BioTec erscheint 2018 im 52. Jahrgang, ISSN 0175-5315 Redaktion Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli) Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redakteurinnen: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf), Tel.: 06131/992-336, E-Mail: k.friedl@vfmz.de Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro), Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de Dipl.-Ing. (FH) Anne Schaar (as), Tel.: 06131/992-330, E-Mail: a.schaar@vfmz.de Redaktionsassistenz: Angelina Haas, Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de, Melanie Lerch, Petra Weidt, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Gestaltung Doris Buchenau, Anette Fröder, Sonja Schirmer, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. 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