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Verfahrenstechnik 3/2017

Verfahrenstechnik 3/2017

KOMPONENTEN UND SYSTEME

KOMPONENTEN UND SYSTEME Das Schweizer Messer… … unter den hygienischen Pumpen Mit einer neuen hygienischen Pumpe will GEA sein Angebot im Pumpenbereich ausbauen. Die „Hygia“ wurde jetzt als „Schweizer Messer unter den hygienischen Pumpen“ am Hilge-Standort in Bodenheim vorgestellt – dort ist das Pumpenkompetenzzentrum des Unternehmens. zip mit den unterschiedlichsten Motoren ausgestattet werden und erfüllt dadurch internationale Normen und Spezifikationen. Kunden profitieren von der hohen Beratungsqualität und der optimalen Verfügbarkeit von Ersatzteilen. In der D/A/Ch-Region Bei der Neuentwicklung der Pumpe haben wir die Vorteile von zwei ehemaligen Baureihen vereint und noch einige Features ergänzt, wie den Normmotor, die Edelstahlhaube und das Laternenkonzept. Michael Zickler, GEA Hilge steht durch die Verschmelzung der vorhandenen Serviceeinheiten ein flächendeckendes Servicenetz zur Verfügung. Hygienische Pumpen GEA hat 2016 sein Hygienepumpen-Angebot in den beiden Produktgruppen Gea Smartpump und GEA Varipump zusammengefasst, um auf Prozessanforderungen und Kundenbedürfnisse noch besser eingehen zu können. Die Varipump-Baureihe wurde vor allem für anspruchsvolle Appli- Die Hygia ist eine einstufige, normalsaugende Edelstahlkreiselpumpe mit EHEDG-Zertifizierung. Sie soll als hygienische Pumpe ein hohes Maß an Flexibilität bieten und wurde speziell für den Einsatz in Industrien mit hohen Anforderungen an Hygiene und Flexibilität konzipiert. Dazu Martin Zickler, Product Manager Flow Components – Hygienic Pumps bei GEA Hilge: „Gerade Anwender aus der Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie profitieren von der enormen Anpassungsfähigkeit der Hygia.“ Die Pumpe ist für den Betrieb in verschiedenen Produktionsprozessen optimiert und kann individuell auf Kundenanforderungen eingerichtet werden. „Wir bieten die Serie ab Werk in zwei Baugrößen an“, so Zickler bei der Vorstellung der Hygia. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Oberflächengüte. Die Pumpe ist auch in einer Ausführung mit vollständig porenfreiem Material – ohne Gusskomponenten im produktberührten Bereich – erhältlich. Eine stabile Quenchdichtung und ein Tuchenhagen-Entleerungsventil können bei Bedarf mitgeliefert werden. Durch das neue Konzept der Motoranbindung kann die Hygia im Baukastenprinkationen für die Biotechnologie-, Pharmabranche und Milchwirtschaft optimiert und bietet höchste Flexibilität für die Anwender. Die hygienischen Pumpen der Baureihe Smartpump hingegen sind hochgradig standardisiert, einfach zu konfigurieren, preisgünstig in der Anschaffung und kurzfristig lieferbar. Dazu der Produktmanager: „Gerade in kostenkritischen Produktionssystemen lohnt es sich, GEA Smartpump- Modelle einzusetzen, ohne Kompromisse bei der Qualität eingehen zu müssen.“ Zertifiziertes Portfolio Im neuen GEA Hilge Kompetenzzentrum in Bodenheim werden fortschrittliche Pumpenprodukte und Prozesse gemeinsam mit Kunden und Partnern entwickelt. „Das GEA Flow-Components-Portfolio umfasst neben hygienischen Pumpen auch Ventiltechnik für alle Hygieneklassen sowie Reinigungstechnologie“, erzählt Bastian Tolle, Head of Product Group Management Flow Components bei GEA Tuchenhagen. Sämtliche Produkte entsprechen den höchsten internationalen Hygienestandards wie z. B. EHEDG und 3-A. (eli) Fotos: Axpitel (98580140, www.fotolia.de), GEA www.gea.com 20 VERFAHRENSTECHNIK 3/2017

KOMPONENTEN UND SYSTEME Schlauch der Zukunft ist smart Unter dem Namen Ampius bündelt die Masterflex Group zukünftig Produkte und Produktgruppen mit intelligenten Funktionen, die gemeinsam mit Kunden für digitale Anforderungen entwickelt werden. Bislang wurden eher komplexe Komponenten wie Pumpen, Antriebe oder Ventile digitalisiert. Bei vielen Anwendungen sind jedoch auch die Schläuche und Verbindungssysteme ein wichtiger Schlüssel für Produktivität, Funktionalität, Qualität und Sicherheit der Maschinen-, Labor- oder Anlagenbetreiber. Das Interesse an smarten Funktionen ist groß. Verschleißwarnungen sind dabei nur eine Möglichkeit in Richtung intelligenter Schlauch. Mit einigen Unternehmen arbeitet die Masterflex Group bereits an hochgradig digitalisierten und automatisierten Lösungen. In den kommenden Jahren sollen diese dann nach und nach zu einer eigenständigen Produktreihe ausgebaut und weltweit für verschiedenste Anwendungsfelder vermarktet werden. www.masterflexgroup.com Einsatz in rauen Umgebungen Ob lange Strecken, beengte Raumverhältnisse oder unter rauen klimatischen Umständen, Förderbandantriebe sind oft extremen Bedingungen ausgesetzt. Die Simotics FD Motoren sind genau auf diese Belange ausgerichtet. In einem Leistungsbereich von 200 bis 1800 kW und mit einem Grauguss-Gehäuse ausgestattet, sind sie besonders robust und widerstandsfähig. Eine umfangreiche Auswahl an Kühlarten, wie offene, geschlossene oder Wasserkühlung, ermöglicht die perfekte Anpassung an spezifische Anforderungen. Der Simotics FD Motor überzeugt durch eine hohe Leistungsdichte bei geringem Bauvolumen, hoher Überlastfähigkeit und einem breiten Optionsspektrum für individuelle Lösungen. www.currax.net Chemische Beständigkeit von Rohren Kunststoffrohrleitungssysteme werden heute nicht nur für Trinkund Brauchwasser sowie Abwasser verwendet, sondern auch für den Transport von chemisch aggressiven Flüssigkeiten oder Gasen. Fragen zur chemischen Beständigkeit von Rohrleitungssystemen sind hier ebenso wichtig wie mechanische Parameter der Installation. Kostenintensive Leitungskonzepte wie ausgekleidete Metall-, Keramik- oder glasfaserverstärkte Rohre können in vielen Fällen durch preisgünstigere Kunststofflösungen ersetzt werden. Das Chem Res Plus Online Tool von GF Piping Systems fasst eine Großzahl an Daten über Materialien und 276 Medien zusammen und visualisiert sie. www.gfps.com Mineralgusspumpen im Härtetest Die Rauchgasentschwefelung ist ein echter „Härtetest“ für Umwälzpumpen, denn das Fördermedium ist äußerst korrosiv und abrasiv. Düchting gehört zu den wenigen international führenden Herstellern in diesem anspruchsvollen Nischenmarkt und bietet mit der neuen MCCR-Baureihe auch Pumpen für den Retrofit bestehender Pumpstationen in Kraftwerken. Die MCCR-Baureihe basiert auf den Pumpen der MCC-Serie, die weltweit im Einsatz sind und auch unter ungünstigen Umgebungsbedingungen eine sehr lange Lebensdauer erreichen. Maßgeblich verantwortlich dafür ist der besondere Werkstoff, aus dem sie gefertigt werden: Medienberührte Bauteile wie Gehäuse und Laufrad bestehen nicht aus hochlegierten Edelstählen oder aus Stahl mit Gummiauskleidung, sondern aus Mineralguss, genauer gesagt aus einem Konstruktionswerkstoff auf der Grundlage eines Siliziumcarbid-Binder-Gemisches. Dieser Werkstoff ist geradezu ideal für Pumpen, die abrasive und/ oder korrosive Medien fördern. Das stellen die MCC-Pumpen, die Düchting in elf Baugrößen mit Nennweiten von 400 bis 1000 für Volumenströme bis 20 000 m 3 /h (bei 6 bar) fertigt, seit Jahren unter Beweis. Zudem zeichnet sich diese Pumpenbaureihe u. a. auch durch die von Düchting entwickelte hochwirksame Cartridge-Gleitringdichtung Dütec-C aus sowie durch eine wartungsfreundliche Konstruktion: Die komplette Laufradgarnitur kann ausgebaut werden, ohne das Spiralgehäuse aus dem Rohrleitungsverbund zu demontieren. www.duechting.com Gleichstromantriebe mit integriertem Fail-safe-Modul Da in komplexen Anlagen das Anfahren einer Sicherheitsposition bei Energieausfall immer wichtiger wird, bietet Aris Stellantriebe auch für klassische Stellantriebe der Baureihe Nano-DC eine Fail-safe-Ausführung an. Um eine schnelle Regeneration nach Auslösung der Sicherheitsfunktion zu gewährleisten, wurde eine Akku-Lösung ausgeschlossen. Das Entwicklerteam entschied sich für kompakte Energiespeicher, die selbst nach vollständiger Entladung durch mehrmaliges, unmittelbar aufeinanderfolgendes Auslösen nach längstens zwei Minuten wieder vollständig geladen sind. Somit ist die notwendige 100%-Sicherheit gewährleistet. Kundenbefragungen brachten die Erkenntnis, dass eine externe Lösung nicht zielführend ist. Deshalb werden die Energiespeicher mit der zugehörigen Elektronik in das Antriebsgehäuse integriert. Durch unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten kann der Anwender entscheiden, ob sein Stellantrieb mit normaler oder maximaler Geschwindigkeit in die Endlage fährt. Über die mögliche Integration von zusätzlichen Wegschaltern in den Schaltkreis können selbst Zwischenpositionen als Fail-safe-Position definiert werden. www.stellantriebe.de VERFAHRENSTECHNIK 3/2017 21

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