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Verfahrenstechnik 3/2016

Verfahrenstechnik 3/2016

TOP-THEMA I ARMATUREN

TOP-THEMA I ARMATUREN UND DICHTUNGEN Bestens überwacht Kabellose zentralisierte Dauerüberwachung von Kondensatableitern in Dampfsystemen Jens Ahlering Neben der Erzeugung, Konditio nierung und Verteilung des Dampfes zu den verschiedenen Verbrauchern spielt die verlustfreie Entsorgung des entstandenen Kondensates eine entscheidende Rolle bei Dampfanwendungen. Steigende Energiekosten, hohe Anlagenverfügbarkeiten und die Beachtung von CO 2 -Emissionen machen die kontinuierliche Überwachung von Kondensat ableitern notwendig und sinnvoll. Bei nicht ordentlich funktionierenden Kon densat ableitern ergeben sich zwei mögliche Sze narien: n Wird anfallendes Kondensat nicht abgeführt, staut es sich an und entnimmt dem System stetig Wärmeenergie, überflutet ggf. Heizflächen und verringert die Heizleitung eines Wärmetauschers oder sorgt für Schläge im System. Auch Kavitationsschäden sind möglich n Der Kondensatableiter lässt einen Querschnitt zw. dem Dampf- und Kondensatsystem offen und sorgt durch das Druckgefälle für stetigen Frischdampfverlust Die Ursachen dieser Fehlfunktion sind unterschiedlich. Die häufigsten Probleme resultieren aus Leistungsquerschnitten, die zu klein gewählten sind, mit der Folge eines Kondensatrückstaus. Bei Überschreitung der Funktionsgrenze der Ventil einheit entsteht Kondensatrückstau, Frischdampf verlust sowie erhöhter Verschleiß. Aggressive Medien können bei falscher Materialauswahl ebenfalls zu Schäden am Gehäuse oder den Innenteilen führen. Funktionsfähigkeit sicherstellen Autor: Jens Ahlering, technischer Leiter, Rifox Hans Richter GmbH, Bremen Die dauerhafte Sicherstellung der Funktionsfähigkeit von Kondensatableitern kann durch vorbeugende Wartung oder durch regelmäßige und zeitintensive „Messgänge“ nur begrenzt sichergestellt werden. Messgänge sind ein manuelles Erfassen der Kondensatableiterdaten mit einem Temperatur- und einem gekoppeltem Ultraschallsensor. Der Nachteil solcher Messreihen ist, dass jeder Konden satableiter nur kurz in einer beliebigen Betriebssituation vermessen wird und diese Daten nicht zwingend aussagefähig sind. Ein Beispiel: Ein Kondensatableiter hat einen verschlissenen Dichtsitz. Wenn kein Kondensat anfällt, tritt Frischdampf aus. Zum Zeitpunkt der Messung liegt jedoch eine Kondensatmenge an, die ausgeschleust 28 VERFAHRENSTECHNIK 3/2016

WAREX VALVE GMBH 01 Verschiedene Kondensatableiter mit montiertem Messsystem vor der Absperrarmatur 02 Spezialarmatur zur Entwässerung nach Kundenspezifikation PN16 DN25/80 MEHR ALS NUR EIN PARTNER! Europa Australien Made in Germany Asien Afrika Amerika Engineering Production wird. Eine Undichtheit am Dichtsitz ist zu diesem Zeitpunkt so nicht zu erfassen. Es muss ein hohes Maß an Erfahrung sowie Kenntnis der betrieblichen Abläufe sowohl bei der Durchführung als auch bei der Auswertung der Messungen vorliegen. WLAN-Technik macht’s möglich Mithilfe von Kondensatableitern lassen sich Systeme zur Dampfanwendung sicher und umweltorientiert betreiben Eine kostengünstige und zuverlässige Lösung zur dauerhaften Kondensatableiterüberwachung eröffnet die WLAN-Technik gepaart mit einer langlebigen Batterie. Hierzu wird ein batteriebetrie bener Temperaturund Ultraschallsensor mit Datenkonverter und -transmitter direkt außen am Kondensatableiter montiert und die Messdaten vom Sensor über den Router ins Netzwerk übertragen. Ein Softwareprogramm analysiert automatisch die Messwerte und beurteilt sie. Das Ergebnis wird ähnlich dem Ampelverfahren dargestellt. Zusätzlich wird der Verlauf der Messwerte grafisch ausgegeben. Voraussetzung für die Praxistauglichkeit des Messsystems sind seine Detaileigenschaften. Die Mess- und Sendeeinheit besteht aus einem Edelstahlfuß (SA304) mit aufgesetzter Elektronikeinheit. Die Batterie zur Stromversorgung liefert genug Spannung für bis zu zehn Jahre Betrieb. Elektronik und Batterie sind in ein witterungsbeständiges PU-Gehäuse gefasst. Die Einheit hat eine Atex-Zulassung. Die Ansprüche an die Funktechnik werden durch das Wireless-Hart-Netzwerk erfüllt. Das Netzwerk bildet sich multipel vernetzt unter den Sensoren aus, sodass sehr große Flächen bis zu einem Quadratkilometer abgedeckt werden können. Durch eine Mehrfachvernetzung jedes Sensors mit seinen Nachbarsensoren ist der Datenfluss zum Router und somit die Aufzeichnung immer sichergestellt. Der Funkverschlüsselungsstandard genügt höchsten Ansprüchen und übersteigt den üblichen Industriestandard. Fotos: Fotolia, Rifox www.rifox.de 1525 m 2 Warehouse Powder and Bulk Technology Special Valves WAREX VALVE GmbH I Stauverbrink 2 I D-48308 Senden, Germany Telefon +49 (0) 25 36 - 99 58-0 I sales@warex-valve.com I www.warex-valve.com

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