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Verfahrenstechnik 12/2015

Verfahrenstechnik 12/2015

VERFAHREN UND ANLAGEN

VERFAHREN UND ANLAGEN Zuverlässig, effizient und präzise Qualität und Sicherheit bei der Filtration von Feinstpartikeln Helge Fiedler Überall dort, wo schwer zu filtrierende, hochwertige, physiologisch aktive oder explosive Substanzen intensiv gewaschen und aus Flüssigkeiten abgetrennt werden sollen, finden Stülpfilterzentrifugen ihren Einsatz. Autor: Helge Fiedler, Produktmanager bei HEINKEL Process Technology GmbH, Besigheim Stülpfilterzentrifugen besitzen analog zu Schälzentrifugen eine um die horizontale Achse rotierende, zylindrische Siebtrommel. Anders als Schälzentrifugen garantieren sie jedoch den restschichtfreien Feststoffaus trag. Das ermöglicht einen vollautoma tischen Chargenbetrieb bei konstanter Produktqualität. Generell sind Stülpfilterzentrifugen geeignet für kornbruchgefährdete, schwer filtrierbare, feinstkristalline Produkte, die einen hohen Reinheitsgrad und geringe Restfeuchten erzielen sollen. Anfang der 70er-Jahre entwickelte Heinkel die erste Stülpfilterzentrifuge. Um die Performance zu steigern sowie Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, hat das Unternehmen mit Sitz in Besigheim die Technologie konsequent weiterentwickelt. Das Ergebnis: Die neuste Generation Stülpfilterzentrifugen der Baureihe F, die sich durch hohe Effizienz, Anwenderfreundlichkeit und ausgereiftes Design auszeichnet. Die Funktionsweise der F-Stülpfilterzentrifuge ist durchdacht und anwendungsorientiert: Mithilfe des axial verschiebbaren Trommeleinsatzes wird das Filtertuch unter Rotation aus der Trommel gezogen und dabei von innen nach außen gestülpt. Unabhängig von der Filterkuchenkonsistenz gelingt so der vollständige Austrag des isolierten Feststoffs. Der Füllvorgang wird durch die berührungsfreie Wägezellentechnologie gravimetrisch überwacht und durch die Steuerung geregelt. Da die Zentrifuge ohne mechanische Ausräumhilfen auskommt, bleiben die Kristalle beim Austrag erhalten. Höchste Produktreinheiten werden durch die Möglichkeit des Waschens des durch das Filtertuch zurückgehaltenen Feststoffkuchens erzielt. Dabei sorgt ein vergleichsweise niedriger Verbrauch an Waschmedium für einen geringen Anfall an aufzuarbeitendem Waschfiltrat. Prinzipbedingt verbleibt in der Zentrifuge keine Restschicht, und die Qualität des ausgetragenen Feststoffs ist stets konstant. Aus diesem Grund kann die Zentrifuge für die komplette Dauer einer Produktionskampagne hermetisch geschlossen betrieben werden. Das Stülpprinzip schützt dabei Mitarbeiter und Produkt gleichermaßen. Das senkt Investitions- und Betriebskosten, da die Betreiber auf zusätzliche Schutzmaßnahmen verzichten können. Starke Leistung für vielfältige Anwendungen Die Heinkel F-Stülpfilterzentrifuge gewährleistet einen homogenen Kuchenaufbau 10 VERFAHRENSTECHNIK 12/2015

Schüttguttechnik GmbH & Co. KG Wir sind Optimierer für: • Schüttgutförderung • Lagerung und • Dosierung Die Stülpfilterzentrifuge kann bei Produktwechsel in geschlossenem Zustand mit einem vollautomatisierten CIP-System schnell und effektiv gereinigt werden und erreicht dadurch gute Entwässerungsund Waschresultate. Dieser homogene Kuchenaufbau sowie der restschichtfreie Austrag ermöglichen eine Dünnschichtfiltration mit einer Kuchenstärke von weniger als 4 mm. Besonders von Vorteil ist dies bei der Separation von Produkten mit einem hohen Feinanteil < 10 μm und hohem Filtrationswiderstand. Zusätzlich kann der Verfahrensraum mit einem Druck von bis zu 6 bar beaufschlagt werden. Dadurch wird eine Reduktion der Restfeuchte auf bis zu 25 % gegenüber der konventionellen zentrifugalen Filtration erreicht. Das verbessert entscheidend das Produkthandling nachfolgender Prozessschritte wie beispielsweise der Förderung und Verpackung. Die Antriebe der Zentrifuge sind so konzipiert, dass die Trommel in kürzester Zeit auf die gewünschte Drehzahl beschleunigt wird und Totzeiten minimiert sind. Die kinetische Energie der Trommel wird beim Bremsen in das Netz zurückgespeist. Die Heinkel Stülpfilterzentrifugen der Baureihe F finden Anwendung besonders in der chemischen und feinchemischen Industrie, der Pharmazeutik und Biotechnologie, aber auch in der Bauindustrie, zum Beispiel bei der Herstellung von Gipspaneelen, wo ebenfalls besonders feine Partikel verarbeitet werden. Geschlossenes Produkthandling, wirksame Reinigung Die F-Stülpfilterzentrifuge von Heinkel kann bei Produktwechsel oder vor Wartungsarbeiten in geschlossenem Zustand mittels vollautomatisiertem CIP-System schnell und effektiv gereinigt werden. Das reduziert zum einen die Gefahren für Mitarbeiter in der Produktion, mit eventuell gesundheitsschädlichen Produkten in Kontakt zu kommen. Zum anderen ist auch das Produkt vor Verunreinigungen geschützt. Eine berührungsfreie Abdichtung zwischen dem Filtrat- und Feststoffbereich sorgt für eine absolute Leckagefreiheit. Bereits ausgetragene Feststoffe können nicht mehr mit der Mutterlauge kontaminiert werden. Beim Design der F-Stülpfilterzentrifuge legte Heinkel besonderen Wert auf kompakte Maße und eine einfache Installation. Durch den annähernd quadratischen Grundriss lässt sie sich einfach in vorhandene Gebäudestrukturen einfügen. Eine in das Maschinengehäuse integrierte flexible Membran zur Reinraumtrennung vereinfacht den Einbau und spart Gebäude- und Reinraumkosten. Hilfsaggregate wie die Inertisierungseinheit, CIP-Station und weitere benötigte Aggregate sind bereits werksseitig eingebaut und getestet. Das spart Montagezeit und vermeidet Installationsfehler. Schwenkbare Doppeltüren an den Gehäuseseiten erleichtern Wartungsund Reparaturarbeiten. Der Verfahrensraum ist durch Schaugläser im Filtratgehäuse einsehbar, sodass der Anwender den Prozess jederzeit kontrollieren kann. Das klare und durchdachte Designkonzept der Zentrifuge senkt Kosten und steigert die Sicherheit der Produktionsanlage. www.heinkel.de Hier: BIG-BAG-Befüllstation mit Verwiegung, Verdichtung und integriertem Vakuumfördergerät Unsere Kompetenzen: • Dosieren von Pulvern, Granulaten, Flüssigkeiten • BIG-BAG-Entleerstation/ -Befüllstation • Silo- und Fördertechnik für Schüttgut • Vakuum- bzw. Saugförderung • pneum. Förderung als Druckförderung • Anlagenbau und Engineering • Automatisierung • Mietanlagen AGS-Schüttguttechnik GmbH & Co. KG Großer Kamp 10 –12 · 32791 Lage Telefon: 0 52 32 - 6 91 90 - 200 Telefax: 0 52 32 - 6 91 90 - 10 info@ags-st.de www.ags-schuettguttechnik.de

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