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Verfahrenstechnik 11/2017

Verfahrenstechnik 11/2017

BETRIEBSTECHNIK Klarheit

BETRIEBSTECHNIK Klarheit von Anfang an Korrosionstest für nichtrostende Stähle Der Test im Einsatz Eine Passivschicht schützt die Oberflächen nichtrostender Stähle vor Korrosion. Ist sie unvollständig, drohen Schäden an Rohrsystemen oder Behältern. Ein neuer Schnelltest soll in nur 15 Minuten ein valides Prüfergebnis zum Zustand der Passivschicht liefern. Autoren: Dr. Helga Leonhard, Prüfingenieurin Materials Eng. & Testing, Tüv Süd Chemie Service GmbH, Frankfurt am Main; Dipl.-Ing. (FH) Jens Lehmann, wissenschaftl. Mitarbeiter, BAM – Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin In Chemieanlagen werden die Oberflächen nichtrostender Stähle extremen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Der Kontakt mit Säuren, korrosiven Gasen oder anderen aggressiven Medien gehört zum Produktionsalltag. Der Zustand der aus Chromoxid bestehenden Passivschicht auf den Stahloberflächen nimmt großen Einfluss auf die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Anlage. Die Schicht kann aufgrund von fehlerhaften oder ungünstigen Bedingungen bei Herstellung, Bearbeitung, Transport oder Lagerung Fehlstellen aufweisen. Mit bloßem Auge ist aber nicht sichtbar, wo die Passivierung unvollständig ist. Tüv Süd Chemie Service setzt zur Überprüfung des Passivschichtzustandes routinemäßig elektrochemische Messmethoden ein. In Labormesszellen oder an Bauteilen werden Stromdichte-Potenzial-Kurven zur Ermittlung des Lochkorrosionspotenzials aufgenommen. Von großem Interesse war daher, einen Vergleich zu ziehen zwischen den Ergebnissen elektrochemischer Messungen und der Prüfung mit dem Schnelltest Korropads. Im Fokus stand dabei, den von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelten Test zu bewerten und bei Eignung eine einfache Vor-Ort-Methode zur Verfügung zu stellen. Korropad-Prüfung: Anzeige bei gestörter Passivschicht Korropad Passivschicht Nichtrostender Stahl Defekt Ist die schützende Chromoxidschicht auf der Stahloberfläche unvollständig, treten Eisenionen aus den Fehlstellen heraus. Die gelartigen Korropads bestehen aus Wasser mit geringen Mengen an Natriumchlorid und einem Indikator für Eisenionen. Der in wässriger Lösung gelblichtransparente Indikator Kaliumhexacyanoferrat (III) zeigt bei Kontakt mit den Eisenionen einen Farbumschlag zu „Berliner Blau“. Auf den schwachgelben Pads erscheinen blaue Punkte als Anzeigen. Die Durchführung der Tests ist sehr einfach – eigens geschultes Prüfpersonal wird nicht benötigt. Wird Korrosionsgefahr entdeckt, beraten die Werkstoff-Experten zusammen mit dem Anlagenbetreiber die nächsten Schritte. Im Fokus stehen dabei die Anlagensicherheit und der Schutz der Produktionsmitarbeiter. Der Korropad-Test ist zerstörungsfrei: Rohrkomponenten oder Behälter können bereits vor dem Einbau in die Chemieanlage geprüft werden. Das schafft von Anfang an Klarheit beim Korrosionsschutz. Zu bedenken ist aber auch, dass nichtrostende Stähle Ausgangsmaterial sind für die Herstellung von Behältern für Gefahrgüter oder komplex aufgebauten Produktionsanlagen. So dient die Anwendung des Korropad-Verfahrens vor allem auch der technischen Sicherheit. Die Ergebnisse der Tests bei Tüv Süd Chemie Service bestätigten die Wirksamkeit des Prüfverfahrens. Zudem wurde eine gute Korrelation mit den Ergebnissen der elektrochemischen Messungen festgestellt. Fotos: Tüv Süd, BAM www.tuev-sued.de Fe 2+ Fe 2e – 46 VERFAHRENSTECHNIK 11/2017

BETRIEBSTECHNIK Rutschhemmende Trittauflage Die Günzburger Steigtechnik stellte auf der Fachmesse A+A erstmals seine neue rutschhemmende Trittauflage Sprossensafe R13 vor, die für den Einsatz in rutschgefährdeten Arbeitsbereichen zertifiziert ist. Mit seiner rutschhemmenden Triffauflage Clip-Step R13 für Stufenleitern hat der bayerische Qualitätshersteller bereits neue Maßstäbe gesetzt und sich als Trendsetter im Bereich Ergonomie und rutschhemmende Trittflächen in der Steigtechnik etabliert. „Mit dem neuen Sprossensafe R13 legen wir jetzt konsequent nach und runden unser Angebot an Trittauflagen ab. Ich bin stolz darauf, dass wir den R13-Standard nun auch für Sprossenleitern anbieten und das Einsatzgebiet damit deutlich erweitern“, sagt Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik GmbH. Mit einer Rutschhemmung nach den Vorgaben der Bewertungsgruppe R13 sorgt der neue und zertifizierte Belag selbst an nassen, ölverschmierten und staubigen Einsatzorten für einen sicheren Stand. „Mit dem Sprossensafe R13 geben wir unseren Kunden ein weiteres Instrument an die Hand, mit dem sie die Sicherheit ihrer Mitarbeiter steigern können. Wer darauf Wert legt, kommt an unseren R13-Belägen nicht vorbei“, betont Munk. www.steigtechnik.de Fremdkörperdetektion bei Schüttgütern Minebea Intec vervollständigt konsequent das Produktsortiment Fremdkörperdetektion durch die Einführung des neuen Röntgeninspektionssystems Dymond Bulk. Der Anbieter industrieller Wäge- und Inspektionstechnologien entwickelte dieses Inspektionssystem speziell für Schüttgut. Das Röntgeninspektionssystem eignet sich insbesondere für Prozesse zwischen Wareneingang und Verpackungslinie in der Lebensmittelindustrie. Schüttgüter wie Nüsse, kleinere Früchte, gefrorenes Gemüse, aber auch Gewürze, Kaffee und Saat inspiziert Dymond Bulk zuverlässig und scheidet identifizierte Fremdkörper effizient aus. Das Röntgeninspektionssystem erkennt dabei nicht nur Fremdkörper aus Metall, Kunststoff und Gestein, sondern auch Schmutzklumpen und Glas. Ein deutlicher Pluspunkt für alle Waren, die „direkt vom Feld“ in den Produktionsprozess eingeführt werden. Dymond Bulk zeichnet sich durch eine besonders benutzerfreundliche Bedienung aus. Komplexe Technologien wurden für den Anwender bewusst leicht gemacht. Von der Echtzeit- Erkennung mit farbiger Kontaminationsanalyse bis zum einfachen Gurtwechsel und der mühelosen Reinigung des Inspektionssystems. www.minebea-intec.com Sauggreifer für Flowpacks Für die Vakuum-Handhabung stellt die Flexibilität der Verpackungen eine besondere Herausforderung dar. Diese Flexibilität birgt eine große Gefahr der Leckagenbildung, sodass das Produkt nicht optimal aufgenommen werden kann oder der Prozess eine Kompensation durch größeren Energieaufwand erfordert. Coval ist es gelungen, diese Herausforderung mit dem Sauggreifer der Baureihe FPC zu meistern. Der Sauggreifer ist speziell auf die Art von Verpackungen ausgerichtet und umschließt das Produkt unabhängig von Form oder Werkstoff eng. Durch diese Neuentwicklung können äußerst hohe Arbeitstakte erreicht werden. Die blütenkelchartige Form des Greifers mit dünnen, gewellten Greiflippen, passt sich perfekt den Formen der Verpackung an, Stütznoppen auf der Innenseite optimieren das Vakuum, verstärken den Halt des aufgenommenen Produktes und verhindern, dass die Verpackung zerdrückt wird. Die Sauggreifer der Baureihe FPC sind aus Silikon und erfüllen die FDA-Normen für die Lebensmittelhandhabung (FDA 21 CFR 177.2600.) sowie der europäischen Verordnung EG 1935/2004. Die Kunststoffbefestigung entsprechen zudem dem Lebensmittelstandard nach FDA und CE Norm. Dank der optimalen Abdichtung der Sauggreifer der Baureihe FPC müssen keine überdimensionalen Vakuumerzeuger eingesetzt werden, wodurch deutlich Energie eingespart werden kann. www.coval.com Wir saugen alles ... … wirklich alles RUWAC Industriesauger GmbH Westhoyeler Str.25 49328 Melle-Riemsloh Telefon: 0 52 26 - 98 30-0 Telefax: 0 52 26 - 98 30-44 Web: www.ruwac.de E-Mail: ruwac@ruwac.de VERFAHRENSTECHNIK 11/2017 47 Ruwac.indd 1 06.05.2014 16:34:40

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