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Verfahrenstechnik 11/2016

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Verfahrenstechnik 11/2016

VERFAHRENSTECHNIK IM

VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE Geschichte bewahren Historische Gebäude vor Schmutz und Witterung schützen Christiane Cova-Hög Um Gebäude wie den Willibrordi-Dom in Wesel vor aggressiven Umwelteinflüssen zu schützen, werden Imprägnierungsmittel auf Basis von Silizium eingesetzt. Tritt man aus dem Gotteshaus, kann man erkennen, wie der Zahn der Zeit langsam, aber unnachgiebig an Wesels Wahrzeichen nagt: Algen und Flechten bedecken an einigen Stellen den Sockel aus Basalt und Sandstein. Staub und Schmutz aus der Luft haben über Jahrzehnte hinweg manche Fensterbänke und Gesimse grau bis schwarz verfärbt. Jetzt soll ein Produkt aus den Chemielabors von Evonik nicht nur die Spuren der Zeit beseitigen, sondern den Dom auch für die kommenden Jahre schützen. Autorin: Christiane Cova-Hög, Fachpresse, Evonik Industries AG, Essen Die Chemie, die dabei zum Einsatz kommt, ist hochspezialisiert. Sie basiert auf Silanen und für die jeweilige Anwendung maßgeschneiderten Polysiloxanen oder Silikonharzen. Das Besondere: Diese Zusatzstoffe in Imprägnierungen und Farben weisen das Regenwasser ab, aber sie versiegeln den Untergrund nicht. Wasserdampf kann so ungehindert aus dem Gebäudeinneren nach außen entweichen. Durch dieses intelligente Feuchtigkeitsmanagement des Baustoffes wird Gebäudeschäden durch Aufwuchs von Algen oder Schimmelpilzen, aber auch Schäden durch gefrierendes Wasser vorgebeugt. Schutz vor Feuchtigkeit innen und außen „Im Grunde wirken solche Beschichtungen so ähnlich wie eine Funktionsjacke, die vor Regen schützt, aber gleichzeitig Wasserdampf von innen nach außen durchlässt“, sagt Jürgen Kirchner, Diplom-Ingenieur bei Evonik. „Die Regenwassertropfen perlen ab, aber die sehr viel kleineren Wasserdampf-Moleküle dringen weiterhin von innen durch die Poren zur Außenseite der Steine“, ergänzt Dr. Christopher Studte, Leiter Anwendungstechnik Silane im Bereich Bautenschutz bei Evonik. Das hört sich einfach an, doch dahinter steckt viel chemisches Wissen und jahrelange Forschung. Und davon profitiert auch das Weseler Wahrzeichen Willibrordi-Dom. Denn der Dombauverein und Dombaumeister Prof. Wolfgang Deurer können für ihre Aufgaben auf die Kompetenz von Evonik zurückgreifen. „Dieser Stein ist zwar sehr fest“, erklärt der Dombaumeister, „aber er nimmt leider auch schnell den Schmutz aus der Luft auf und verfärbt sich.“ Die hellen Sandsteine – besonders an Profilen und Ecken – werden grau und schwarz. Dazu kommen hässliche Algen, Flechten und Pilze als Sekundärbewuchs. Durch ihre Stoffwechselprodukte oder Wurzeln besteht die Gefahr einer nachhaltigen Schädigung der Bausubstanz. Sie können beispielsweise den Mörtel in den Fugen angreifen und aufplatzen lassen – Feuchtigkeit dringt dann über kurz oder lang in jedes Mauerwerk ein. Durch die Hydrophobierung der Imprägnierung können diese schädlichen Einflüsse auf die Bausubstanz drastisch minimiert werden. www.evonik.com 58 VERFAHRENSTECHNIK 11/2016

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 12/2016 ERSCHEINUNGSTERMIN: 28. 11. 2016 • ANZEIGENSCHLUSS: 11. 11. 2016 01 02 04 01 Sicherheitskomponenten, die gezielt alle für den Anwender benötigten Baumusterprüfungen aufweisen, erfüllen die zunehmenden Anforderungen in Prozessen und erleichtern die Planung 03 02 Für das Klären und Trennen von Flüssigkeiten, das Extrahieren von Inhaltsstoffen oder auch das Entwässern und Eindicken von Feststoffen kommen in den meisten Fällen Separatoren und Dekanter zum Einsatz, die mit Frequenzumrichtertechnik ausgestattet sind 03 Die Herausforderung beim Mischen von Pulvern in der Metallurgie besteht darin, Produkte mit verschiedensten Eigenschaften präzise zu vermengen Der direkte Weg Internet: www.verfahrenstechnik.de E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: redaktion@verfahrenstechnik.de 04 Armaturen werden fast überall eingesetzt und sind in Größe und Anwendung doch ganz verschieden (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) VERFAHRENSTECHNIK 11/2016 59

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