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Verfahrenstechnik 11/2015

Verfahrenstechnik 11/2015

TOP-THEMA I

TOP-THEMA I LEBENSMITTEL- UND GETRÄNKETECHNIK Eine saubere Sache Rohrkettensysteme in der Lebensmittelindustrie Ralf Ronken Der Einsatz von Fördersystemen in der Nahrungsmittelindustrie setzt viel Erfahrung voraus. Weil die Produkte unterschiedliche Charaktereigenschaften haben, stellen sie ebenso unterschiedliche Ansprüche an die Lebensmittelfördertechnik. Rohrkettenförderer haben sich seit vielen Jahren im Praxiseinsatz bewährt. Im Technikum von Schrage Conveying Systems in Friedeburg warten die Ingenieure gespannt auf das Test-Ergebnis: Ein Nahrungsmittelproduzent hat ein Schüttgut geschickt, das noch nicht auf der Referenzliste des Rohrkettenförderers steht. „Wir freuen uns über jede neue Herausforderung, und auch für dieses Schüttgut finden wir eine Lösung“, sind sich Geschäftsführer Frank und Ralf Schrage sicher. Seit über 20 Jahren plant und realisiert das Unternehmen Förderanlagen, weltweit und individuell für die unterschiedlichsten Schüttgüter vieler Branchen. Autor: Ralf Ronken, technischer Leiter, Schrage Rohrkettensystem GmbH, Friedeburg Das individuelle Design und das langjährige Know-how erweisen sich gerade in der Lebensmittelfördertechnik als Vorteil. Denn Kaffeebohnen, Nüsse und Mandeln erfordern andere Werkstoffe als Mehl und Milchzucker oder Rosinen und Cornflakes. Grundsätzlich lassen sich per Rohrkettenförderer von feinem Staub über Granulat und grobkörnige Schüttgüter bis zu klebrigen Produkten unterschiedlichste Materialien transportieren. Jeder Rohrkettenförderer wird an das jeweilige Produkt und die hygienischen Anforderungen vor Ort angepasst. Besonders glatte und leicht zu reinigende Oberflächen aus korrosionsbeständigem Edelstahl, speziell gefertigte Förderketten sowie Verwendung lebensmittelechter Fette und Öle gehören zum Standard. Eigens für die Nahrungsmittelindustrie entwickelte Transportscheiben vermeiden Verunreinigungen der Lebensmittel durch Materialabrieb. Durch ihre Zusammensetzung sind sie für optische Fremdkörperdetektoren oder auch für Metalldetektoren erkennbar und sorgen, inkl. FDA-Zulassung, für noch mehr Sicherheit in der Lebensmittelproduktion. Schnelle und saubere Produktwechsel Bereits bei der Konstruktion der Förderanlagen werden mögliche Produktstauräume vermieden. Bereiche im Rohrkettenförderer, die nicht totraumfrei gestaltet werden können, besitzen dafür großzügige Reinigungsöffnungen. Dieses nahezu totraumfreie Design erlaubt schnelle Produktwechsel ohne aufwändige Zwischenreinigungen. Aber auch „Cleaning in Place“ (CIP) lässt sich aufgrund des geschlossenen Systems ausführen und automatisieren. Stark klebrige oder anhaftende Produkte, die sich nicht durch eigene Schwerkraft von der Förderkette trennen, werden zusätzlich mittels diverser Zwangsaustragungen bewegt: durch rotierende Bürsten, gezielte Vibrationen der Förderkette, einen ausgerichteten Luftstrahl oder per Luftschuss. Geplant werden alle Rohrkettenförderer nach dem Baukastenprinzip: Fünf Baugrößen sind möglich und eine flexible Streckenführung bei Förderstrecken von bis zu 60 m horizontal oder 40 m vertikal. Hinzu kommt ein geringer Platzbedarf, niedriger Energieverbrauch, geringer Wartungsaufwand und eine garantiert staub-, gas- und druckdichte Schüttgut-Förderung. Die Senkrechtförderung lässt sich ebenso realisieren wie mehrere Ein- und Ausläufe in der Förderstrecke. Die Anlagen sind zertifiziert explosionsdruckstoßfest sowie zünddurchschlagsicher und in der Ausführung gemäß Atex möglich. Eine niedrige Kettengeschwindigkeit und die ideale Werkstoffpaarung garantieren den geringen Verschleiß der Anlagenteile sowie einen produktschonenden Transport der Schüttgüter – nahezu ohne Kornzerstörung. www.schrage.de 18 VERFAHRENSTECHNIK 11/2015

Kälteanlagen für Ex-Bereiche Zu den Kernkompetenzen von L&R gehört die Projektierung von energieeffizienten Kälteanlagen für verfahrenstechnische Prozesse – auch und gerade dann, wenn es sich um Anlagen handelt, die in explosionsgefährdeten Bereichen arbeiten. In der Chemieindustrie sind viele Prozesse temperaturgeführt, d. h. den verwendeten Substanzen muss gezielt Wärme und/oder Kälte zugeführt werden. Die Kälteanlagen, die dabei zum Einsatz kommen, unterliegen manchmal den Anforderungen der Atex-Richtlinien. Zwar versuchen die Planer, die Kälteanlagen außerhalb des Ex-Bereiches unterzubringen, weil der Explosionsschutz besondere Anforderungen stellt. Aber das ist nicht immer möglich. Die Planung von Ex-Kälteanlagen folgt anderen Grundsätzen als die von „normalen“ Anlagen. Zunächst müssen die entzündlichen Substanzen bestimmt werden, die in der unmittelbaren Umgebung der Kälteanlage auftreten können. Anhand der Entzündlichkeit dieser (gas- oder staubförmigen) Substanzen sowie ihrer Konzentration und der Wahrscheinlichkeit, mit der zündfähige Atmosphären entstehen können, ergibt sich gemäß Atex-Richtlinie 94/9/EG eine Ex-Zone, für die jeweils besondere Regeln gelten. www.lr-kaelte.de Sicherheit und Wirtschaftlichkeit bei der Natronlaugeherstellung THE POWER OF ELECTRIFYING IDEAS. Chemieproduktion Der chemische Anlagenbau befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Die besonderen Anforderungen dieser Branche sind häufig neben aggressiven Medien, zum Teil sehr hohe Temperaturen und Betriebsdrücke bis 300 bar. Für all diese Herausforderungen hat Schniewindt die geeigneten Produkte und berät Sie vom ersten Tag der Planung bis über die Inbetriebnahme der installierten Anlage hinaus. Schniewindt GmbH & Co. KG Schöntaler Weg 46 58809 Neuenrade, Germany Phone: +49 2392 692 - 0 Fax: +49 2392 692 - 11 www.schniewindt.de Speziell für den Einsatz in Industrien, die einen schwankenden aber großen Bedarf an alkalischen Reinigungsmitteln wie Natronlauge haben, hat Sera eine wirtschaftliche Systemlösung entwickelt. Diese ermöglicht einen sicheren und effizienten Ansatz von Natronlauge auf Basis von Natriumhydroxid (NaOH) in fester Form (Pellets, Flakes, Perlen oder Pulver) und Wasser. Das Grundsystem besteht aus einem Ansetzbehälter aus Edelstahl, einem Rührwerk und einer speziellen Fördereinrichtung, die vom Ansetzbehälter getrennt wurde. Die Fördereinrichtung besteht aus einem Aufgabetrichter und einer Edelstahl- Förderschnecke, die die Feststoffe in den Ansetzbehälter fördert. Zur Beschickung von mehreren Ansetzbehältern kann die Fördereinrichtung auch fahrbar ausgeführt werden. Das Bedienpersonal befindet sich durch diesen Aufbau nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich des Ansetzbehälters, in dem die Feststoffe mit Wasser exotherm reagieren. Der Ansetzbehälter ist mit einem Fassungsvermögen von 1000, 2000 oder 5000 l verfügbar und mit einer Füllstandanzeige mit Absperrventil, einer Temperaturanzeige sowie einem Sicherheits-Rohrkäfig zur Vermeidung von versehentlichem Körperkontakt versehen. www.sera-web.com Schniewindt.indd 1 07.09.2015 11:26:38 DICHTUNGSTECHNIK PREMIUM-QUALITÄT SEIT 1867 COG SETZT ZEICHEN: Das größte O-Ring-Lager weltweit. Präzisions-O-Ringe in 45 000 Varianten abrufbereit. www.COG.de

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