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Verfahrenstechnik 10/2019

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Verfahrenstechnik 10/2019

AKTUELLES I PERSÖNLICH

AKTUELLES I PERSÖNLICH Die Umweltingenieurin NAEMI DENZ Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Technischen Umweltschutz zu studieren? Ich habe mich schon als Kind für die vorbeifahrenden Müllfahrzeuge interessiert. Außerdem wollte ich unbedingt etwas mit Technik machen. Da ich aus einem sehr sozial und ökologisch geprägten Haushalt komme, war der Weg zum Technischen Umweltschutz nicht wirklich weit. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Ich habe viel Kontakt mit Menschen, das genieße ich sehr. Einen Teil meiner Arbeit machen aber auch inhaltliche Themen aus. Mein Expertenteam beschäftigt sich nicht nur mit Umweltthemen, sondern auch mit Arbeitsschutz, Produktsicherheit und Nachhaltigkeit. Hier passiert politisch viel, sodass es großen Diskussionsbedarf gibt. Was begeistert Sie an Ihrer Arbeit? Für mich ist es wichtig, Einfluss auf meine Arbeitsinhalte und die Arbeitsstruktur zu haben. Ich könnte nie am Fließband arbeiten, denn dort sind die Freiheitsgrade zu gering. Das internationale Umfeld, die breit gefächerten Themen und die vielen persönlichen Kontakte machen meinen Alltag faszinierend. Außerdem bin ich sehr froh über mein Team. Ich bin sehr gerne Vorgesetzte. Was sollte Ihrer Meinung nach getan werden, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen? Mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen, hat sicherlich mehrere Aspekte. Ich finde die Reduzierung der Diskussion auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie häufig wenig zielführend. Vor allem, wenn es ausschließlich um die Frage der Kinderbetreuungsplätze geht. Ich bin mir nicht sicher, ob mehr Betreuungsplätze gleich zu mehr Frauen in Führungsetagen führen. Meiner Erfahrung nach fehlt es an unterschiedlichen Stellen an den richtigen Strukturen: die Auswahlverfahren und Auswahlkriterien bei der Stellenbesetzung, die ernsthafte Frage nach sogenannten Sharing-Führungspositionen, die Fähigkeit der potenziellen Führungskräfte, vorhandene Strukturen zu lesen und zu nutzen…Die Liste ist lang und eigentlich auch bekannt. Über die strukturellen Fragen hinaus geht es aber auch um gesellschaftliche Kon ventionen, die Frauen früh Steine in den Weg legen. Mädchen wird oftmals ver mittelt, dass Wettbewerb und Streit keine wünschenswerten Zustände sind, das ist aber im Arbeitsleben normal und auch erforderlich. Gleiche Verhaltensweisen von Frauen und Männern werden in solchen Zusammenhängen unterschiedlich bewertet. Solange sich hier nichts ändert, wird es schwer. Welche Erfahrungen machen Sie als weibliche Führungskraft in einer eher männerdominierten Branche? In erster Linie muss man sich daran gewöhnen, häufig die einzige Frau im Raum zu sein. In einigen Gremien musste ich erst einmal durch das Schaulaufen durch. Die an mich gestellten Fragen bezogen sich dabei häufig auf persönliche Belange, wie Kinder – ja oder nein, warum ich Ingenieurin geworden bin, etc. Solche Fragen werden einem Mann vermutlich nicht gestellt. Und ich musste etwas deutlicher vermitteln, dass ich Fachexpertise und ein Händchen für strategische Fragestellungen habe. Ein Mentor hatte mir vor ein paar Jahren mal empfohlen, eines nicht zu machen: den Leuten in Sitzungen Kaffee anzubieten. Das war ein guter Tipp, Frauen werden leider häufig mit „zuständig fürs leibliche Wohl“ verbunden. Als Führungskraft ist es gut, sich davon abzugrenzen. Gab es weibliche Idole, die Sie in Ihrer Laufbahn bestärkt haben? Es gab in meinem Leben bisher eine Reihe von Frauen, die mich bestärkt haben. Darunter ist ganz sicher meine Mutter, aber auch ein paar Frauen, die ich in beruflichen Kontexten kennen gelernt habe. Das Interessante ist, diese Frauen sind nicht zwingend älter und damit erfahrener als ich. Mich bringen neue Ideen und andere Sichtweisen – auch auf berufliche Karrieren – weiter. Als ich Anfang zwanzig war, habe ich viele Biographien von oder über Frauen ge lesen. Ich wollte gerne sehen, welche Lebensentwürfe andere Frauen abseits der konventionellen gewählt haben und wie es für sie gelaufen ist. Wie organisieren Sie eine gute Work-Life-Balance? Work-Life-Balance definiert jeder vermutlich unterschiedlich. Ich arbeite gerne, meine Arbeit erfüllt mich. Aber ich habe auch ein Privatleben, das unabhängig davon ist. Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass eine große Vermischung zwischen Beruf und Privatleben nicht immer förderlich ist. Privat treffe ich viele Freunde und verbringe Zeit mit meiner Familie. Außerdem mache ich Sport, Yoga und gehe Bergwandern, das macht meinen Kopf frei und bringt mich auf andere Gedanken. (eli) Naemi Denz ist Mitglied der Hauptgeschäftsführung im VDMA, Abteilungsleiterin Technik, Umwelt und Nachhaltigkeit und Geschäftsführerin im Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik 6 VERFAHRENSTECHNIK 10/2019

AKTUELLES SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung FORUM Prozessanalysentechnik 16.10.19, Müllheim WORKSHOP Profinet 17.10.19, Stuttgart KURS Grundlagen und Auslegung von Kristallisationen in Chemie und Pharma SEMINAR Projektmanagement – Steuerung von Aufgaben und Projekten 17./18.10.19, Essen 21./22.10.19, Frankfurt/M. MESSE MSR-Spezialmesse Südost 23.10.19, Landshut ANWENDERSEMINAR Chemie- und Pharmaindustrie 23./24.10.19, Schiltach FACHKONGRESS Hydraulix 28./29.10.19, Sindelfingen FACHTAGUNG Risikobewertung chemischer Gemische GRUNDLAGENSEMINAR Pumpentechnik in Theorie und Praxis SEMINAR Analysenmesstechnik für den Praktiker 29./30.10.19, Köln 05.11.19, Erkrath 05.11.19, Fulda WORKSHOP Temperaturmessung 06.11.19, Dresden/Radeberg SEMINAR Sieben und Siebmaschinen 06.11.19, Essen KURS Prozesssicherheit und Risikomanagement verfahrenstechn. Anlagen (Hazop/Lopa) Buschjost investiert in Mitarbeiter Die Buschjost GmbH plant am Firmenstandort auf der Lohe den Neubau einer Kantine und die Erweiterung der Ausbildungswerkstatt. Das Unternehmen reagiert damit auf die aktuelle Arbeitsplatzsituation. „Wir wollen als Arbeitgeber auch in Zukunft attraktiv sein und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken“, so Werksleiter Thomas König. „Qualifizierte Fachleute sind mehr denn je gefragt. Und mit der Ausbildung von Nachwuchskräften sichern wir sowohl unsere Zukunft als auch die der jungen Leute.“ Der Anbau soll im dritten Quartal 2020 bezogen werden, die Auszubildenden (Bild) freuen sich schon jetzt. www.imi-precision.com 11./12.11.19, Wuppertal Hellma, Tel. 07631/182-1421, www.hellma.com Profibus Nutzerorganisation, Tel. 0721/9658590, www.profibus.com APV, Tel. 06131/9769-0, www.apv-mainz.de Dechema, Tel. 069/7564-0, www.dechema.de Meorga, Tel. 06838/8960035, www.meorga.de Vega, Tel. 07836/50-0, www.vega.com Vereinigte Fachverlage, Tel. 06131/992-245, www.hydraulix-congress.de Akademie Fresenius, Tel. 040/41909303, www.akademie-fresenius.de Grundfos, Tel. 0211/92969-0, www.grundfos.de Jumo, Tel. 0661/6003-0, www.jumo.net Optris, Tel. 030/500197-0, www.optris.de Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1, www.hdt-essen.de Technische Akademie Wuppertal, Tel. 0202/7495-0, www.taw.de Seminar zum Thema Abluftreinigung Bei den 2. Heidelberger Ablufttagen am 11. und 12. November werden neben Erfahrungen mit herkömmlichen Verfahren zur Abluftreinigung besonders die Techniken der Fotooxidation vorgestellt. Das Seminar richtet sich an Planer, Berater, Betreiber sowie Behörden, die Erkenntnisse zum neuen Stand der Technik im Vergleich zu bisherigen Verfahren gewinnen wollen. Anerkannte und unabhängige Experten referieren über energie- und kostensparende Lösungen für die verschiedensten Anwenderprobleme. Infos und Anmeldung per Mail unter f.seitz@dnfo.de oder über die Homepage. www.dnfo.de Ari-Armaturen übernimmt Anteile von Högfors Oy Die Ari-Armaturen Gruppe produziert Regel- und Stellventile, Durchgangsventile, Sicherheitsventile, Absperrklappen und Kondensatableiter sowie eine Vielzahl von individuellen Dampfsystemen. Durch die Übernahme von Anteilen des finnischen Klappenherstellers Högfors Oy soll das bestehende Produktportfolio speziell im Bereich der metallisch dichtenden High-Performance Klappen strategisch ergänzt werden. Gleichzeitig soll Högfors die Synergien aus Vertrieb, Produktion, Einkauf und Entwicklung seitens Ari nutzen können. www.ari-armaturen.com TUS Messung für AMS2750E und CQI-9 Umfassend! Messen Sie Atmosphären-, Oberflächen- oder Kerntemperaturen an bis zu 20 Punkten. Natürlich kalibriert (auf Wunsch DKD)! Universell! Die TUS Lösung für Kammer, Vakuum und kontinuierliche Öfen! Einfach! Keine Schleppkabel, minimaler Arbeitsaufwand. Standardsysteme für Öfen bis zu 1350°C oder z.B. T6 Prozesse. Mit Auswertung gemäß AMS2750E und CQI-9 Härterei Kongress 2019 Köln, 22. - 24. Oktober Halle 4.1 Stand: F061/F-069 PhoenixTM GmbH 32549 Bad Oeynhausen Tel.: +49 5731 30028 0 www.phoenixtm.de info@phoenixtm.de

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