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Verfahrenstechnik 10/2019

Verfahrenstechnik 10/2019

KUNSTSTOFFTECHNIK I

KUNSTSTOFFTECHNIK I MESSE-SPECIAL Vernetzt denken Kreislaufwirtschaft ist zentrales Thema der Kunststoffmesse K Auf einen Blick Termin: 16.–23.10.19 Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18.30 Uhr Eintrittspreise: Tageskarte 49 EUR (Vorverkauf), 75 EUR (Tageskasse) Ort: Messe Düsseldorf Aussteller: ca. 3 000 Internet: www.k-online.de Vom 16. bis 23 Oktober wird das Messegelände in Düsseldorf mit über 3 000 Ausstellern aus 60 Nationen komplett belegt sein. Dieses Jahr stehen unter anderem die Themen Plastics for Sustainable Development & Circular Economy sowie Digitalisierung/Kunststoffindustrie 4.0 im Zentrum. Produkte aus Kunststoff sind aus kaum einem Lebensbereich mehr wegzudenken: Kunststoffverpackungen verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln, Kunststoffteile im Auto machen es leichter und senken dadurch den CO 2 -Ausstoß. In der Medizin stellen sie ein Höchstmaß an Hygiene und damit Sicherheit her. Trotz seiner vielen Vorteile ist der wichtige Grundstoff aber seit einiger Zeit in Misskredit geraten – wegen des Abfalls, der ganze Landstriche vermüllt und in riesigen Teppichen auf den Weltmeeren schwimmt. Aber dieses Problem ist lösbar. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Kreislaufwirtschaft ein, die ein „Hot Topic“ der K 2019 sein wird. Die Idee der Kreislaufwirtschaft ist an sich einfach. Wertvolles Grundmaterial, das einmal für ein Produkt verwendet wurde, wird nach Ende seiner Lebensdauer so aufbereitet, dass es wiederverwendet werden kann. Immer und immer wieder. Das geht nicht mit jedem Material. Aber es funktioniert hervorragend mit sehr vielen Kunststoffen. Noch ist der Kreislauf nirgends in großem Stil im Gang. Zunächst einmal braucht es Sammelsysteme: Pfandsysteme, die sich z. B. in Deutschland für PET-Flaschen etabliert haben oder Modelle, die eine finanzielle Beteiligung von Industrie und Handel am Einsammeln von Verpackungen vorsehen. Allen liegt die Überlegung zugrunde, dass Kunststoffmüll einen Wert hat und dass es sich daher lohnt, ihn zu sammeln. Wichtig ist auch das Produktdesign. Bislang wird dabei vor allem auf die Funktionalität und, bei Konsumgütern, auf das Aussehen geachtet. Künftig sollte die Recycling-Fähigkeit schon bei der Entwicklung eines Produkts berücksichtigt werden. Eine weitere Kernkomponente jeder Kreislaufwirtschaft ist das Recycling. Man braucht Technologien, die es ermöglichen, gebrauchte Kunststoffe zu reinigen, zu sortieren, zu schreddern und wieder in Kunststoffgranulat zu verwandeln. Viele dieser Technologien gibt es bereits. Jedoch kann nur einwandfreies Rezyklat zur Herstellung von hochwertigen Kunststoffteilen verwen- det werden. Viele Experten plädieren daher für getrennte Sammelsysteme, damit die unterschiedlichen Kunststoffe nicht erst beim Recycling-Unternehmen mit viel Wasser- und Energieaufwand getrennt werden müssen. Grenzen überwinden Im Kern geht es in der Kreislaufwirtschaft darum, die Bereiche Abfallwirtschaft und Recycling mit der Produktion zu vernetzen. Da steht man heute erst am Anfang. Es fehlt an der Verknüpfung der Prozesse von Sammeln, Recyceln und Produzieren über Unternehmensgrenzen hinweg. Dennoch lohnt sich die Anstrengung, die Hindernisse zu beseitigen, nicht nur aus Gründen des Umwelt- und Ressourcenschutzes. Die EU-Kommission sieht in einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe auch einen Beitrag zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und damit einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen. Das Thema Kreislaufwirtschaft wird auf der K 2019 in Düsseldorf nicht nur an den Ständen der Aussteller breiten Raum einnehmen, sondern auch im Rahmenprogramm omnipräsent sein. Foto: Messe Düsseldorf www.messe-duesseldorf.de 12 VERFAHRENSTECHNIK 10/2019

MESSE-SPECIAL I KUNSTSTOFFTECHNIK Zerkleinerung von Kunststoffen Mit dem von Hosokawa Alpine neu entwickelten Combi-Grinder Polyplex PPC 50/120 werden Schneidmühlenfeinheiten in nur einem Schritt erreicht. Das Besondere: Die Maschine verfügt über einen vertikal angeordneten Rotor mit einer oberen Schredderund einer darunterliegenden Schneidmühlenzone. Die Funktionsweise der Mühle ist recht einfach: Im Prinzip werden Schredder und Schneidmühle in einem Gerät kombiniert. Mithilfe einer Zuführeinheit wird das Aufgabematerial der Schredder- Schneidmühlen-Kombination selbstdosierend abgegeben. Entsprechend der Aufgabenstellung kann die Zufuhr individuell angepasst werden. Das vorzerkleinerte Material gelangt nach Passieren der Schredder-Zone in den Schneidmühlenbereich und wird dort auf Schneidmühlenfeinheit zerkleinert. Die Polyplex ist insbesondere im Inhouse-Recycling universell einsetzbar. Aufgrund ihrer Bauweise können unterschiedliche Kunststoffteile, wie z. B. Ausschussgehäuse, Angüsse oder Brocken, zusammen aufgegeben werden. Die vertikale Ausrichtung der Mühle ist auch bei der Reinigung von Vorteil, da sie eine leichte Zugänglichkeit zu Rotor und Schneidmesser ermöglicht. Das garantiert nicht nur eine schnelle Reinigung, sondern verringert die Stillstandzeiten deutlich. Halle 9, Stand C56 www.hosokawa-alpine.de Mühle für Hygieneprozesse Die sehr kompakt konstruierte GRS 180 ist eine Beistell- oder Zentralmühle, die für die Aufstellung in Produktionsumgebungen konzipiert wurde, die strengen Hygiene- und Sauberkeitsanforderungen unterliegen. Sie zerkleinert pro Stunde bis zu 35 kg Material und setzt dank ihres integrierten Absaugsystems sowie optimierter Dichtungstechnik kaum Partikel frei (< 1,0 µm). Optisch auffallend ist die Mühle wegen ihrer Niedrigbauweise mit einer Gesamthöhe von nur 1 050 mm. Serienmäßig verfügt sie über einen flachen Spezialtrichter mit Doppelschieber-Automatik für das rückspritzfreie Einschleusen von Angüssen und Resten. Diese Schleusenfunktion lässt sich über einen Knebeltaster und eine integrierte Easy-Steuerung an drei verschiedene Zyklus- Varianten anpassen. Abgestimmt auf den Einsatz in der Blasformtechnik und ausgelegt für Stundendurchsätze von bis zu 160 kg ist die RS 2404 B, die Getecha auf seinem K-Messestand zeigt. Die Schneidmühle besitzt einen starken 7,5-kW-Antrieb, einen luftdurchlässigen, offenen Dreiecksrotor mit 3 × 2 Rotormessern in versetzter Anordnung und einen supertangentialen Gehäuseeinlauf. Auf diese Weise ist sie für die Zerkleinerung großvolumiger Blasformteile wie bspw. 5-Liter-Flaschen gerüstet. Halle 9, Stand A21 www.getecha.de Besuchen Sie uns: K 2019 Halle 10, Stand H08 16.–23. Oktober 2019 Düsseldorf PELLETIER- ANLAGEN FÜR DIE KUNSTSTOFF- INDUSTRIE POLYMERE UND ADDITIVE Sortenreine Kunststoffe, Additive, Stearat, Stabilisatoren, PET und vieles mehr: Pellets oder Granulat RECYCLING/ABFALLSTOFFE Kunststoffabfälle, Teppichreste, Holz-Kunststoffgemische, WPC NEU: Altreifenrecyclinganlagen mit Moulding KAHL GRUPPE Dieselstrasse 5–9 · 21465 Reinbek Hamburg, Germany +49 (0) 40 72 77 10 info@akahl.de · akahl.de

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