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Verfahrenstechnik 10/2018

Verfahrenstechnik 10/2018

TOP-THEMA I EX-SCHUTZ

TOP-THEMA I EX-SCHUTZ UND ARBEITSSICHERHEIT Keine Kompromisse Brandschutz mit Funkenlöschanlagen Die Produktion von Hygieneprodukten stellt zahlreiche Anforderungen an die Anlagenbetreiber – unter anderem müssen Brandrisiken ausgeschlossen werden. Um Brände vorbeugend zu verhindern, können gefährdete Bereiche mit Funkenlöschanlagen überwacht werden. Das Unternehmen Pelz stellt im holsteinischen Wahlstedt Hygieneprodukte für den täglichen Bedarf her. Der Vertrieb der Produkte ist von strikten Lieferverträgen gekennzeichnet. „Einen Produktionsausfall können wir uns zu keiner Zeit erlauben“, beschreibt Matthias Kelch, Leiter Facility Management, die Situation. Um eine größtmögliche Verfügbarkeit zu gewährleisten, hat das Unternehmen mehrere Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören zeitlich klar terminierte Reinigungsintervalle und regelmäßige Wartungen der Produktionsanlagen. Daneben werden alle durch Brände gefährdeten Bereiche des Produktionsbetriebes mit Funkenlöschanlagen überwacht. Die Gefahr der komplexen Herstellung von Hygieneprodukten liegt in der Verarbeitung der fein verarbeiteten Fasern – Autor: Denis Sauerwald, Marketing, Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG, Alfeld diese sind schnell brennbar. Befinden sich im Material Fremdkörper, besteht durch Reibung an zahlreichen Stellen die Gefahr der Funkenentstehung. Neben Fremdkörpern geht eine weitere Brandgefahr von beweglichen Anlagenteilen aus. Besonders die Ventilatoren der Absauganlagen können durch Abnutzung und Reibung Ursprung von Funken- und Glimmnestern sein. „Es kommt regelmäßig zu Vorkommnissen, die durch die Funkenlöschanlagen schnell unschädlich gemacht werden können“, beschreibt Mathias Kelch das Risiko. Die Funkenlöschanlage erkennt potenzielle Gefahren blitzschnell und steuert innerhalb von nur 300 ms die Löschautomatik an. Zündquellen werden abgelöscht, bevor es zu einem Brand kommt. Die Alarme der Funkenlöschanlage laufen in der Brandmeldezentrale auf, diese befindet sich im ständig besetzten Leitstand. Mittlerweile sind am Standort in Wahlstedt 60 Funkenmelder installiert, die alle gefährdeten Bereiche der Produktion überwachen. Löschen bevor es brennt – wird ein Zündinitial vom Funkenmelder erkannt, wird die Löschautomatik angesteuert Schlüsselfertige Lösung Die Montage und die Installation der Funkenlöschanlage wurden zentral vom Kundendienst der Firma Fagus-Grecon übernommen. Neben der Installation der Funkenlöschanlage beinhaltet die Komplettmontage auch alle begleitenden Arbeiten der Baustelle wie Elektroverkabelung oder Wasserinstallation. Um die ständige Verfügbarkeit der Funkenlöschanlage sicherzustellen, wird die Anlage halbjährlich gewartet. Dabei werden sämtliche sicherheitsrelevanten Anlagenteile überprüft, gereinigt und gegebenenfalls ausgetauscht. www.fagus-grecon.com/de 34 VERFAHRENSTECHNIK 10/2018

EX-SCHUTZ UND ARBEITSSICHERHEIT I TOP-THEMA Smarte Unterstützung bei Freimessprozessen Die neue Softwarelösung Dräger CSE Connect digitalisiert den Informationsaustausch im Freimessprozess. Neben der Web-Applikation CSE Connect Office sind die Android-App CSE Connect Mobile, die Microsoft Azure Cloud und das Dräger X-am 8000 Bestandteil des Systems. Die Web-Applikation CSE Connect Office erstellt die Messaufträge mithilfe von importierten kundenspezifischen Stammdaten. Mit der App CSE Connect Mobile kann der Anwender auf seinem Smartphone einen Messauftrag auswählen und bearbeiten. Die App übernimmt die mit dem Dräger X-am 8000 ermittelten Messwerte per Bluetooth-Verbindung. Die manuelle Eingabe von Messergebnissen ist ebenfalls möglich. Die Messergebnisse kann der Anwender dann aus der App heraus mit weiteren relevanten Informationen an den Ersteller des Messauftrags senden. Alle bearbeiteten und bereits verschickten Messaufträge lassen sich vom App-Nutzer nachverfolgen. Durch den schnellen und sicheren Datentransfer zwischen den Endgeräten und der Cloud lassen sich Messaufträge und -ergebnisse in Echtzeit austauschen. Diese Prozessoptimierungen reduzieren die Wegezeiten signifikant. Des Weiteren vereinheitlicht CSE Connect das Vorgehen und erhöht die Verlässlichkeit bei Messaufträgen auf der Anlage. www.draeger.com Zuverlässige Organisation von Gefahrguttransporten Zur Vorbereitung auf einen Gefahrguttransport hilft eine Liste über die entsprechenden Stoffe, die verfrachtet werden sollen – inklusive der Menge sowie der dazugehörigen UN-Nummern. Zudem brauchen die Transportfahrzeuge Genehmigungen nach ADR-Richtlinien (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße). Das betrifft bspw. Vorschriften zum Bau oder allgemeine Regeln zur Zulassung. Ebenso gilt es, besondere Rahmenbedingungen in Bezug auf das Beladen und Sichern der Ladung zu beachten. Dabei gibt es rein technisch betrachtet keinen Unterschied zwischen Gefahrgut und regulärer Fracht. Allerdings muss das Beladen von Containern mit gefährlichen Stoffen unter Aufsicht stattfinden. Nur Lkw-Fahrer mit einem sogenannten Gefahrgutschein dürfen gefährliche Frachten transportieren. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung erhalten die Fahrer dann die Erlaubnis, Gefahrgut zu befördern – allerdings ist diese zunächst auf fünf Jahre befristet. Danach muss das Seminar erneut besucht werden. So stellen Transportunternehmen sicher, dass neueste Entwicklungen und Veränderungen stetig weitergegeben und vermittelt werden, was gerade in Bezug auf Gefahrgut von großer Bedeutung ist. / Explosionsentkopplung. Damit nichts passiert, wenn was passiert. / 100% verlässliche, mechanische Explosionsentkopplung www.cm-log.eu Konstruktiver Explosionsschutz Damit Safety-Konzepte funktionieren, sind sorgfältige Abstimmungsmaßnahmen unverzichtbar. Für die Auswahl des richtigen Explosionsschutzkonzepts sind die produktspezifischen Eigenschaften des Schüttguts maßgebend. Bei explosionsfähigen Schüttgütern wie Holz und Getreide eignet sich einerseits ein Schutzkonzept sowohl aus aktiven Explosionsschutzsystemen, die mittels dynamischer Druckdetektion bei Bedarf die Ausschüttung eines Löschmittels im Inneren des Prozesses aktivieren, als auch aus passiven Systemen wie Berstscheiben oder Ventilen zur flammenlosen Druckentlastung. Bei toxischen Stoffen dürfen Explosionen nicht nach außen in die Umgebung abgeleitet werden, wie es bei passiven Lösungen der Fall ist. Für diesen Fall sind ausschließlich aktive Explosionsschutzsysteme geboten. Auch die Gegebenheiten vor Ort sind bei der Implementierung eines Explosionsschutzkonzepts unbedingt zu beachten: Wenn bspw. Berstscheiben zur Druckentlastung eingesetzt werden, muss die Explosion außerhalb von Gebäuden an einer gefahrlosen Stelle abgeleitet werden. Falls die räumlichen Gegebenheiten eine Entlastung ins Freie jedoch nicht zulassen, müssen Ventile zur flammenlosen Druckentlastung verwendet werden, denn Berstscheiben stellen in Innenräumen eine Gefahr für Mitarbeiter und Anlagen dar. www.ieptechnologies.com Speziallösungen für Pharma- und Lebensmittelindustrie: - FDA-Zulassung - Alle Ventile und Klappen sind komplett aus rostfreiem Edelstahl - CIP-fähige Komponenten www.rico.ch

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