Aufrufe
vor 2 Monaten

Verfahrenstechnik 10/2017

Verfahrenstechnik 10/2017

BETRIEBSTECHNIK I

BETRIEBSTECHNIK I INTERVIEW Der Mensch zählt Mitte Oktober dreht sich in Düsseldorf alles um persönlichen Schutz und betriebliche Sicherheit Welche Produkte stehen im Fokus der Aussteller? Auf der A+A 2017 wird die gesamte Bandbreite an Produkten und Services für den persönlichen Schutz und die Realisation gesunderhaltender, sicherer Betriebsabläufe präsentiert. Das Angebot reicht von Corporate Fashion und ergonomischen Büromöbeln über Schutzausrüstungen bis zu Brandschutz- und Notfallmanagementsowie betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen. Parallel zur Messe findet auch der Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin statt. Warum lohnt sich die Teilnahme? Erneut werden wieder über 50 Veranstaltungsreihen angeboten werden, mehr als 300 Referenten werden auf aktuelle Fragestellungen eingehen und Problemlösungen aufzeigen. Fester internationaler Programmbestandteil des A+A Kongresses, veranstaltet von der Basi, ist erneut die Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Unsere Arbeitswelt hat sich in vielerlei Hinsicht verändert. Die Anforderungen an die Beschäftigten sind komplexer geworden und erfordern hohe Flexibilität und Mobilität. Damit trotz hoher Arbeitsbelastung die Sicherheit nicht zu kurz kommt, präsentieren rund 1 900 Aussteller auf der A+A neue Lösungen. Wir sprachen mit Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH. Was zeichnet die A+A aus? Auf dem Messegelände treffen sich Fachbesucher aus der ganzen Welt zur Internationalen Fachmesse mit Kongress A+A. Bereits heute ist gesichert, dass die A+A 2017 den kompletten Überblick über die weltweit neuesten Trends und Produkte in den Bereichen des Arbeitsschutzes, der betrieblichen Gesundheitsförderung und des Sicherheitsmanagements im Betrieb bieten wird. Rund 1 900 Aussteller werden an der Leitmesse teilnehmen, Unter nehmen aus 62 Ländern haben sich angemeldet. Warum ist das Thema Sicherheit nach wie vor so wichtig? Schätzungsweise 160 000 Menschen sterben in Europa jedes Jahr an arbeitsbedingten Krankheiten. Es gehört zu den obersten Prioritäten, die hohen europäischen Standards zu wahren und zu aktualisieren. In den meisten Unternehmen wird längst die Erkenntnis umgesetzt, dass präventiver Arbeitsschutz und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen nicht nur Geld kosten, sondern auf der anderen Seite große Ausgaben einsparen, die durch Unfälle und krankheitsbedingte Ausfälle entstehen können. Was erwartet die Besucher noch? Der Treffpunkt Sicherheit und Gesundheit in Halle 10 ist die Sonderschau der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) e. V. und ihrer Partner. Für Besucher ist der Treffpunkt das Kompetenzzentrum für alle Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Alle Angelegenheiten aus den Bereichen Vorschriften, Unfallversicherung, Schutzausrüstungen, Gefahrstoffe, Berufskrankheiten, betriebliche Gesundheitsförderung, Rehabilitation usw. können mit Fachleuten besprochen werden. Dieses umfangreiche Beratungsangebot ist einmalig und nur auf der A+A in dieser Bandbreite anzutreffen. (kf) www.messe-duesseldorf.de Auf einen Blick Termin: 17. bis 20. Oktober Öffnungszeiten: täglich 9–18 Uhr Eintrittspreise: Tageskarte 33 EUR Ort: Messe Düsseldorf Aussteller: ca. 1 900 Internet: www.aplusa.de 46 VERFAHRENSTECHNIK 10/2017

BETRIEBSTECHNIK Kontrollierter Kippvorgang Bei der Handhabung von Gefahrstoffen ist einerseits besonders auf die Sicherheit zu achten, andererseits müssen Produktionsanlagen flexibel und kostengünstig sein, um im Wettbewerb zu bestehen. Die Schere zwischen Anforderungen und Anschaffungspreis hat APE Engineering mit der neuen Kippstation mit Dichtrichter und Blähmanschette gelöst. Die Anlage kippt Gefahrstoffe, die mit der Luft reagieren oder mit Wasserkontakt explodieren, aus verschiedenen Fassgrößen unter Einbehaltung größter Arbeitssicherheit. Das Herzstück der Anlage ist die Spannrichtereinheit, die sowohl mit einer Vertikalverstellung sowie mit einer Blähmanschette ausgestattet ist. Die Vertikalverstellung sichert die exakte Positionierung im Andocktrichter und führt zu einer erheblich längeren Lebensdauer. Die Blähmanschette sichert das staubfreie Kippen kleiner sowie großer Stahlfässer. Über die Zuführrollenbahn werden die Fässer in die Kippstation geführt. Anschläge für beide Gebindegrößen fixieren die Aufnahme. Am Bedienpanel der Anlage wird das hydraulische Einspannen gestartet. Nach dem sicheren Andocken dichtet die Blähmanschette im Andocktrichter das Fass staubfrei ab. www.ape-porta.de Live-Produktion von Milch-Verschlüssen Auf der Drinktec produzierte der Schweizer Spritzgießsystemanbieter Netstal auf einer Elion 2200-1000 38 mm Single-Piece-Verschlüsse für Milchflaschen. Die 2,8 g leichten Verschlüsse aus HDPE entstanden in einem 32-fach Werkzeug von z-moulds und verfügen dank patentierten z-slides bereits „ab Werkzeug“ über ein voll funktionsfähiges Garantieband. Die Zykluszeit betrug vier Sekunden. Piovan stellte Systeme für die Materialtrocknung und Luftentfeuchtung zur Verfügung. Die Wasserkühlung kam von EF Cooling. Das PET-Granulat sowie die Farb-Masterbatches wurden von Total Polymers bereitgestellt. Für die abschließende optische Kontrolle kam der Cap Watcher III von Intravis zum Einsatz. Gemeinsam mit Intravis präsentierte Netstal erstmalig die Integration externer Peripheriedaten in die Axos-Maschinensteuerung. Die wichtigsten Produkteigenschaften der live auf dem Messestand produzierten 38-mm-Verschlüsse wurden vom Intravis Cap Watcher III permanent analysiert, in Form von Datenpaketen via Euromap 82/OPC-UA an die Maschinensteuerung der Elion 2200-1000 übermittelt und direkt innerhalb der Axos-Maschinensteuerung angezeigt. Einzelne Merkmale – der Durchmesser der Verschlüsse etwa – können bei Bedarf auch auf dem individuell konfigurierbaren Dashboard eingeblendet werden und bleiben so für den Maschinenbediener jederzeit im Blick. Korrekturmaßnahmen können kurzfristig vorgenommen werden. Bei einer Realisierung im Sinne von Industrie 4.0 muss der Bediener nicht mehr aktiv einschreiten, da die Spritzgießmaschine sich im Regelkreis selbst regulieren kann. Minimale Veränderungen der Produkteigenschaft werden innerhalb des definierten Prozessfensters vollautomatisch vorgenommen. Somit werden dauerhaft Verschlüsse mit den exakt festgelegten Produkteigenschaften produziert. www.netstal.com Beste Sichtbarkeit aus allen Positionen Die neue modulare Signalsäule Kombisign 72 entspricht mit einem Durchmesser von 70 mm dem Industriestandard und kann bis zu fünf Stufen signalisieren. Das Signal einer Signalsäule muss immer gesehen werden – selbst unter äußerst schwierigen Bedingungen. Dank der neuen Omniview-Kalotte mit einer 360°-Abstrahlung ist die Kombisign 72 aus allen Positionen deutlich erkennbar. Tote Winkel werden vermieden und das Signal wird aus allen Richtungen deutlich wahrgenommen. Die optischen Elemente der Signalsäule bieten größtmögliche Flexibilität für den Anwender, da sie zwei Funktionen in einem Produkt vereinen: Mittels Dip-Schalter kann einfach zwischen einem LED-Dauerlicht und einem LED-Blinklicht (Twinlight) bzw. zwischen einem LED-Blitzlicht und der aufmerksamkeitsstarken LED-EVS-Funktion (Twinflash) umgeschaltet werden. Die Anzahl der Varianten reduziert sich dadurch auf die Hälfte: Dank der einfachen Anpassung des Leuchtbildes mittels Dip-Schalter erhält der Kunde ein Leuchtelement mit zwei Funktionen. Das bedeutet weniger Lagerplätze und geringere Logistikkosten. www.werma.com SPEZIALTEAM REINIGUNG ESD PREMIUM LINE FÜR DEN EINSATZ IN ESD SCHUTZZONEN 41 BF RR PREMIUM LINE FÜR DEN EINSATZ IN REINRÄUMEN • In Manufakturarbeit hergestellt • Erfüllt ISO Norm EN ISO 14644 • Verkleidungen und Abdeckungen aus Edelstahl gefertigt • HEPATEX-Filter der Klasse H13 MADE IN GERMANY • In Manufakturarbeit hergestellt • Erfüllt DIN EN 61340-5-1 • Verkleidungen und Abdeckungen aus leitfähigen Kunststoffen • Antistatisches Ableitband MADE IN GERMANY IP Gansow GmbH Ein Unternehmen der IPC Group, Italien Dreher Straße 9 D-59425 Unna Infoline: 0 18 01 / 42 67 69 www.gansow.de VERFAHRENSTECHNIK 10/2017 47 IP-Gansow.indd 1 15.03.2017 11:26:02

Ausgabe