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Verfahrenstechnik 10/2017

Verfahrenstechnik 10/2017

MESSEN, REGELN,

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN Drahtloses Gaserkennungssystem Prosafe-RS SIL2 sorgt für mehr Flexibilität bei der Konfiguration von Erkennungsgeräten und eignet sich aufgrund der erzielten Risikominderung gemäß SIL2 insbesondere für Feuer- und Gaserkennungssysteme sowie Notabschaltungssysteme. Das SIL2-zertifizierte drahtlose Gaserkennungssystem besteht aus einer sicherheitsgerichteten Steuerung Prosafe-RS SIL3 (R4.03.10), drahtlosen Netzwerk-Feldgeräten, Anzeigetafeln und den drahtlosen Gasdetektoren GS01 bzw. GS01-EA von Gassecure. Wireless-Geräte bieten eine ganze Reihe von Vorteilen – wie z. B. die einfache Installation an schwer zugänglichen Stellen und die niedrigeren Installationskosten – und stellen inzwischen unverzichtbare Bestandteile der Sicherheitslösungen für Prozessanlagen dar. Das spielt insbesondere bei Gaserkennungssystemen eine wichtige Rolle, deren Inbetriebnahme häufig von Faktoren wie Installationsort und Umgebungsbedingungen erschwert wird. Und auch nach erfolgreicher Installation des Systems können Optimierungsmaßnahmen der Gesamtkonfiguration gelegentlich eine Umplatzierung oder eine Erhöhung der Anzahl an Erkennungsgeräten erforderlich machen. Um bei der Verwendung von drahtlosen Gasdetektoren, in Verbindung mit sicherheitsgerichteten Steuerungen, eine Risikominderung gemäß SIL2-Level zu erzielen, sind Kommunikationsprotokolle erforderlich, die den in der internationalen Norm IEC 61508 festgelegten Anforderungen an die funktionale Sicherheit entsprechen. Die neue Version der sicherheitsgerichteten Steuerung Prosafe-RS lässt sich über ein IEC 61508-konformes Kommunikationsprotokoll an Feldgeräte anbinden. www.gassecure.com Schaumanalysen unter Hochdruck Mit dem High Pressure Foam Analyzer – HPFA bringt die Krüss GmbH ein Messinstrument zur gleichzeitigen Erfassung der Schaumhöhe und der Schaumstruktur unter Hochdruck auf den Markt. Verwendung findet das HPFA vor allem in der tertiären Erdölförderung, wo Schäume die Effizienz von Flutungsverfahren mit Gasen wie Kohlendioxid oder Stickstoff steigern. Der Schaum verbessert dabei die Flusskontrolle, sodass das Öl effizient aus dem Gestein gelöst werden kann. Beim HPFA erfassen zwei hochauflösende Kameras parallel die Schaummenge und ein Videobild der Schaumlamellen während des Aufschäumens und danach. Unterstützt durch die Echtzeit-Bildauswertung der Software Advance ermittelt das Instrument die Schäumbarkeit und den Schaumzerfall sowie die Veränderungen der absoluten Blasengrößen und deren statistische Verteilung. Die Messzelle des HPFA arbeitet bei Drücken bis 350 bar und Temperaturen bis 120 °C. Dabei übergeben Sensoren permanent Messwerte für den Druck und die Temperatur an die Software. www.kruss.de Panel-PC im hygienegerechten Design Mit den neuen Industrie- Panel-PCs der Typen AHM und EHM bietet Schubert System Elektronik robuste Komplettsysteme an, die für vielfältige Anwendungen in der Industrie geeignet sind. Während der AHM für Aufbauanwendungen gedacht ist und ein komplett geschlossenes Gehäuse hat, ist der EHM für den Einbau in Pulte, Fronttafeln oder Schaltschranktüren vorgesehen. Beide Systeme sind mit einem Widescreen-Multitouch mit 10,1" und einem integrierten Single-Board-Computer ausgestattet. Mit der 1,6 GHz CPU aus der AMD G-Serie im SOC-Design steht eine leistungsfähige und gleichzeitig energieeffiziente Rechnerplattform zur Verfügung, die komplett ohne Lüfter auskommt. Dadurch kann die hohe Schutzart von IP65 erreicht werden – beim AHM rundum, beim EHM nur frontseitig – die den Einsatz auch unter rauen Umgebungsbedingungen möglich macht. Die Panel-PCs sind wahlweise mit Embedded Linux, Windows Embedded oder Windows 7 Professional erhältlich. Bei Art und Größe von Arbeits- und Massenspeicher stehen ebenfalls verschiedene Optionen zur Wahl. www.schubert-system-elektronik.de Feinstaubmonitor-Netzwerk zur Anlagenüberwachung Mit zuverlässigen Partikelund Feinstaubmonitoren lassen sich Filteranlagen überwachen und Feinstaub in der Raumluft detektieren. Die Überwachungsgeräte von Bühler Technologies arbeiten mit einer in den Luftstrom ragenden Lanze, an die alle vorbeistreichenden Partikel ihre Ladung übertragen. Der Sensorstab des Partikelmonitors von Bühler Technologies ist bis zu 1 000 mm lang. Er lässt sich über eine Gewindemuffe leicht an den Abgaskanal anbringen; auch eine Version mit Tri-Clamp- Anschluss steht zur Verfügung. Über ein 2,5"-Display wird der Monitor parametriert. Unter den verschiedenen Stromversorgungsvarianten ist auch eine 24-V-DC-Variante für den explosionsgefährdeten Bereich in den Atex-Zonen 2 und 22. Der Filtermonitor arbeitet passiv; die Staubpartikel werden vom Luftstrom zu ihm hingetragen. Dagegen muss ein zur Feinstaubdetektion geeigneter Monitor aktiv arbeiten. In ihm ist ein Gebläse integriert, das Umgebungsluft ansaugt und in eine optische Messkammer saugt. Zudem enthält er eine Heizung zur Messgaskonditionierung, einen Messund einen Referenzsensor. Beide arbeiten nach dem Prinzip der Streulichtmessung. Zur Raumluftüberwachung reicht in der Regel ein Monitor aus. Will man jedoch eine Anlage, etwa eine Pulver- Abfüllanlage überwachen, sollte ein Netzwerk von Monitoren eingesetzt werden. Sehr gut eignet sich der netzwerkfähige Feinstaubmonitor von Bühler Technologies, der über das serienmäßige Wlan oder den 4–20-mA-Ausgang mit einer zentralen Überwachungsstelle kommunizieren kann. www.buehler-technologies.com 36 VERFAHRENSTECHNIK 10/2017

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN Drucktransmitter mit PLd- und SIL2-Zulassung Mit dem F02 stellt die Sensor-Technik Wiedemann GmbH (STW) einen Drucktransmitter vor, der gemäß den Anforderungen der Normen EN 13849-1 und IEC 61508 entwickelt und vom Tüv Saar zertifiziert wurde. Der Transmitter verfügt in Kombination mit einer geeigneten Steuerung über ein Performance Level d (PLd) und ein Safety Integrity Level 2 (SIL2). Ein besonderes Merkmal ist die kompakte Bauform mit einer Schlüsselweite von 22 mm und einer Gesamtlänge von ca. 50 mm. Er ist für Druckbereiche zwischen 10 und 1 000 bar geeignet und verfügt über zwei gegenläufige 4–20-mA-Ausgänge, die sicherstellen, dass nicht nur das Signal selbst, sondern auch der Übertragungsweg vom Transmitter zur Steuerung überwacht werden kann. Die beiden Ausgangssignale müssen von einer entsprechenden Steuerung (wie z. B. der ESX-3XL) aufgenommen und bewertet werden. Dieser Drucktransmitter wurde speziell für den Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen entwickelt und verfügt über eine E1-Zulassung. www.sensor-technik.de Pyrometer ermöglicht Kombination aus Einkanal- und Quotientenmessung Das neue Igar 6 Advanced von Lumasense ist ein digitales, kompaktes und schnelles Pyrometer, das je nach Anforderung in verschiedenen Betriebsmodi betrieben werden kann und Messbereiche zwischen 100 und 2 000 °C abdeckt. So erfolgt im Smart- Modus die Messung von 100 bis 250 °C einkanalig, während im Temperaturbereich zwischen 280 und 2 000 °C zweikanalig (im Quotienten-Modus) gemessen wird. Im Bereich 250 bis 280 °C findet automatisch ein kontinuierlicher Übergang von einkanaliger zu zweikanaliger Messung statt. Aufgrund des langen Messbereichs, kombiniert mit kompakten Abmessungen und dem neuen Smart-Modus, eignet sich das Pyrometer als Messlösung für viele Applikationen in der industriellen Fertigung. Wie andere Pyrometer der Serie 6 verfügt auch das Igar 6 Advanced über vielfältige Möglichkeiten der Ausrichtung wie Durchblickvisier, Laser-Pilotlicht und TV-Modul. Es kann an einen PC über einen RS485-zu-USB-Anschluss verbunden werden. www.lumasenseinc.com Neue Methode zur Säurezahlbestimmung in Rohöl Die ASTM (American Society for Testing and Material) hat die Methode D8045 für die Bestimmung der Säurezahl (AN) in Rohöl und Erdölprodukte veröffentlicht. Die neue Methode beschreibt die thermometrische Titration und wurde zusammen mit Metrohm und dem 859 Titrotherm Titrator entwickelt. Die Methode sorgt für eine bessere Reproduzierbarkeit der Ergebnisse, ist wesentlich schneller und verbraucht weniger Reagenz als die üblicherweise verwendete Methode D664. Die thermometrische Titration verwendet einen hochempfindlichen, schnell reagierenden Temperatursensor, der den Reaktions-Endpunkt basierend auf der Enthalpieänderung in der Lösung erfasst. Die Methode erfordert, abgesehen von einer Lösungsmittelspülung, keine Wartung des Sensors, benötigt keine Feuchtigkeit und keine Kalibrierung. Neue, in der ASTM D8045 verwandte Chemikalien senken signifikant die Kosten pro Analyse, als auch die geringer ausfallende Abfallbeseitigung, da weniger Lösungsmittel verbraucht wird. www.metrohm.de Miniaturisierte Zweikanaldetektoren Infratec baut die Reihe seiner miniaturisierten Mehrkanaldetektoren aus, mit dem LRM-102 und LRM-202 folgen zwei Zweikanaldetektoren im TO46-Gehäuse, deren Aperturöffnung rund 6 mm 2 misst. Wie das Premierenmodell zeichnen sich auch diese aktuellen Entwicklungen durch ihre neuartige Konstruktion aus. Die IR-Filter befinden sich direkt über dem pyroelektrischen Element im Zentrum der Detektoren. Dadurch wird wichtiger Platz beim Aufbau gespart und gleichzeitig der Schutz der Filter vor äußeren Einwirkungen verbessert. Diese Anordnung führt dazu, dass die optischen Kanäle nah beieinander liegen, sich der optische Durchsatz erhöht und im Ergebnis ein großer Signal-Rausch-Abstand entsteht. Ein weiteres Resultat stellt der deutlich gestiegene Field of View (FOV) dar. Grund dafür ist neben dem reduzierten Abstand zwischen Filter und Pyroelektrikum ein in der Kappe integriertes großflächiges Zentralfenster. Das ersetzt die in das Innere des Detektors verlagerten Filter. www.infratec.de VERFAHRENSTECHNIK 10/2017 37

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