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Verfahrenstechnik 10/2015

Verfahrenstechnik 10/2015

MESSEN, REGELN,

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN Eingeheizt Ablauf von Temperaturgleichmäßigkeits- Überprüfungen bei Öfen Mit einem Messgestell wird überprüft, ob die Temperatur im Ofen einheitlich ist Thilo Potthast, Matthias Weinekötter Durch eine Temperaturgleichmäßigkeits-Überprüfung (TUS) soll gewährleistet werden, dass alle Bauteile im nutzbaren Ofenraum der gleichen Temperatur ausgesetzt werden. Hierbei wird das vorher bestimmte Nutzvolumen, in denen sich die Bauteile im Produktionsprozess befinden, auf die Tem ­ peraturgleichmäßigkeit bei einer bestimmten Temperatur überprüft. Die Regelmäßigkeit von Temperaturgleichmäßigkeitsüberprüfungen evaluiert die Prozessstabiliät während einer definierten Periode. Es ist äußerst wichtig, im Vorfeld die Instrumentierung, die Ofenklasse, das Volumen und den Toleranzbereich präzise zu beschreiben. Im Folgenden wird ein typischer Ablauf einer Temperaturgleichmäßigkeitsüberprüfung (TUS) durch das Un- Autor: Thilo Potthast, Pyrometric Solution GbR, Radevormwald, Matthias Weinekötter, PhoenixTM GmbH, Bad Oeynhausen ternehmen Pyrometric Solution GbR dargestellt. Wichtig für eine erfolgreiche Durchführung ist eine gründliche Planung der TUS. Es ist u. a. die Wahl des Messverfahrens festzulegen. Die Rahmenbedingungen (Art der Anlage, Größe des nutzbaren Ofenraums, Temperaturbereich, Atmosphären) müssen gemeinsam mit dem Betreiber der Anlage festgelegt werden. Durchführung der TUS Beschrieben wird die Vorgehensweise im Inline-Verfahren mit dem PhoenixTM Temperaturmesssystem. Grundlage in diesem Beispiel ist die Messung an einem Kammerofen. Für die Temperaturgleichmäßigkeits- Überprüfung wird die Anzahl der Thermoelemente gemäß der AMS2750E oder der CQI-9 3rd an dem Messgestell positioniert. Die genaue Anzahl der Thermoelemente definiert sich durch die Größe des nutzbaren Ofenraums. Bei der CQI-9 3rd gilt, dass bei einem nutzbaren Ofenraumvolumen von 0,1 bis 8,5 m³ mindestens neun Thermoelemente eingesetzt werden müssen. Die Positionierung erfolgt in den acht Ecken mit einem maximalen Abstand von 50 mm zur Arbeitszonenecke und einem Element, dass in der Mitte des nutzbaren Ofenraums positioniert wird. Sollte dies nicht genau möglich sein, so ist dieses möglichst mittennah zu positionieren. Im Anschluss daran wird der PhoenixTM 20-Kanal Datenlogger auf den Messtakt konfiguriert. Danach wird der Datenlogger in den Hitzeschutzbehälter eingebracht und das Messgestell für die Ofeneinfahrt bereitgestellt. Die Einfahrt in den Ofen erfolgt wie eine normale Produktionscharge. Das PhoenixTM Messsystem überträgt die Temperaturdaten per Zigbeepro Funktelemetrie in Echtzeit aus der Anlage. Über die Thermal View Survey Software kann der Anstieg der Prüfelemente auf Prüftem peratur, das Einschwingen und der Beginn der Prüfzeit beobachtet werden. Durch die Echtzeitdaten erkennt die Pyrometric Solution GbR, ob Prüftemperatur und Prüfzeit erreicht sind. Nach dem Erreichen der Prüfzeiten kann die nächste Temperaturstufe angefahren werden oder das Messgestell wird aus dem Ofen gefahren. Ist der Toleranzbereich überschritten, der sich aus der vorher definierten Ofenklasse ergibt, werden Abstellmöglichkeiten definiert und durchgeführt. Im Anschluss der Abstellmaßnahmen wird eine weitere Überprüfung angesetzt. Nach der Messung wird mit der Thermal View Survey eine komplette AMS2750E oder CQI-9 3rd konforme Dokumentation erstellt, die Daten werden fälschungssicher und nachvollziehbar abgelegt. www.pyrometric-solution.de www.phoenixtm.de 40 VERFAHRENSTECHNIK 10/2015

Handmessgeräte für die wichtigsten Wasserparameter Mit dem Handmessgerät pH check und den Fotometern P7 Advanced und P34 Professional bietet Evoqua Water Technologies nun gleich drei Kofferlösungen für die Wasseranalyse. Die Zahlen 7 und 34 geben bei den Fotometern die maximal messbaren Parameter an — bei P7 Advanced sind es freies und gebundenes Gesamtchlor, Chlordioxid, pH-Wert, Ozon, Cyanursäure, Säurekapazität und Brom. Diese Parameter müssen überall da analysiert werden, wo Wasser aufbereitet wird. Die am häufigsten benötigten Reagenztabletten sind im Lieferumfang enthalten. Beide Fotometer sind in einem wasserdichten Gehäuse untergebracht und verfügen über die Funktion One Time Zero, OTZ. Diese erleichtert den Nullabgleich, da der Nullwert auch beim Abschalten des Geräts gespeichert wird. Eine Infrarotschnittstelle ist optional verfügbar. Das Zeichen für innovative Schüttguttechnik. www.evoqua.de Prozessleitsystem mit integrierter Stromversorgung Siemens integriert seine unterbrechungsfreie Gleichstromversorgung (DC-USV) Sitop UPS1600 mit Ethernet/ Profinet-Schnittstelle in das Prozessleitsystem Simatic PCS 7. Die unterbrechungsfreien Gleichstromversorgungen mit 24 V Ausgangsspannung und Stromstärken von 10, 20 und 40 A ermöglichen mit ihren Energiespeichern bei Netzausfall Pufferzeiten bis in den Stundenbereich. Anwender können die UPS1600 über eine Ethernet/ Profinet-Schnittstelle direkt in das Leitsystem einbinden. Über Software-Bausteine lassen sich dann Informationen zum Betriebszustand übertragen, auswerten und visualisieren. Zudem erzeugt die Software automatische Warnmeldungen. Anwender können so drohende Ausfälle frühzeitig erkennen, Gegenmaßnahmen einleiten und die Anlagenverfügbarkeit erhöhen. Neue Sitop UPS1600-Softwarebausteine in der Simatic S7-Steuerung ermöglichen einen direkten Datentransfer (zum Beispiel von Betriebs- und Diagnosedaten) in das Meldesystem sowie UPS1600 Faceplate des Prozessleitsystems. Die Wartungsinformationen lassen sich im Maintenance-System von Simatic PCS 7 auswerten und visualisieren. Anwender erhalten so Transparenz über den Betriebszustand der Stromversorgung und angeschlossener Energiespeicher. Die Sitop-Bibliothek für Simatic PCS 7 ist als kostenloser Download verfügbar. www.siemens.com Magnetisch-induktive Durchflussmesser auch für größere Nennweiten Die Firma PKP Prozessmesstechnik GmbH hat ihr Produktportfolio um die neue Baureihe DM08 der Magnetisch-induktiven-Durchflussmesser erweitert. Diese ergänzen die bewährten Kompaktgeräte DM01 für Kleinmengen nun um eine Geräteserie, die speziell für größere Nennweiten entwickelt wurden. Die Vorteile des Magnetisch-induktiven Messprinzips – keine mechanisch bewegten Teile, kein Druckverlust durch Verengung des Rohrquerschnitts – unempfindlich gegen verschmutzte Medien – eröffnen auch für diese Durchflussmesser viele Anwendungsmöglichkeiten. Die Geräte sind ab DN32 bis DN200 lieferbar mit Messbereichen von 0,25–29 bis 28–1130 m³/h in den üblichen Druckstufen PN16, 25 und 40. Durch den weiten Einsatzbereich bezüglich der Temperatur von –20 bis 180 °C erfüllen die Geräte die meisten Anforderungen des rauen Industrieeinsatzes. Die Anzeige- und Auswerteelektronik kann wahlweise in der Kompaktversion direkt auf den Sensor aufgebaut oder getrennt geliefert werden. Die Geräte sind für alle leitfähigen Flüssigkeiten ab 50 µS/cm geeignet. www.pkp.de Besuchen Besuchen Sie uns: SCHÜTTGUT Sie uns: POWTECH | SOLIDS 2014, Dortmund Halle 1, 2015, Stand Halle 1-315 6 - Stand R 50 -6 Hier: Druckgefäß-Förderung • Aktivkohle-Dosierstation • BIG-BAG-Entleerung/ -Befüllung • Mietanlagen • Leersackverdichter, BIG-BAG-Verdichter • Staubsauganlage zentral/mobil • Vakuumfördersysteme • Drucksendegefäße • Pneumatische Förderanlagen • Rohrleitungsbau IB Verfahrens- und Anlagentechnik GmbH & Co. KG Großer Kamp 10–12, 32791 Lage Telefon: 0 52 32 - 6 91 90 - 0 Telefax: 0 52 32 - 6 91 90 - 10 info@ib-verfahrenstechnik.de www.ib-verfahrenstechnik.de

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