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Verfahrenstechnik 10/2015

Verfahrenstechnik 10/2015

MESSE-SPECIAL I

MESSE-SPECIAL I SCHÜTTGUT Tried and tested Schaltgeräte fürs Extreme Rainer Lumme Wer Schaltgeräte für extreme Einsatzbereiche und -bedingungen wie z. B. die Schüttgut-Fördertechnik entwickelt, der muss diese Bedingungen auch im Labormaßstab simulieren können. Ein Blick in die Test- und Prüfabteilung zeigt, was die Geräte aushalten müssen. Autor: Dipl.-Ing. (FH) Rainer Lumme, Produktmanager Extreme, Steute Schaltgeräte GmbH & Co. KG, Löhne Staub und Schmutz, Vibrationen, Feuchtigkeit, Hitze, korrosive Umgebung, explosible Atmosphäre, Reinigung mit dem Dampfstrahl: Diesen Bedingungen können Schaltgeräte ausgesetzt sein – z. B. in Förder- und Umschlagsanlagen in Minen, Steinbrüchen und Häfen. Nicht selten treten diese extremen Umgebungsbedingungen sogar in Kombination auf. Konventionelle Schaltgeräte würden unter diesen Bedingungen nicht annähernd die gewünschten Standzeiten erreichen und die geforderte Ausfallsicherheit bieten. Es empfiehlt sich also der Einsatz von Schaltgeräten, die von Grund auf für Extrem-Anforderungen entwickelt wurden. Die Entwicklung und Fertigung solcher Geräte ist die Aufgabe des Steute-Geschäftsbereichs „Extreme“. Entsprechend extrem sind auch die Prüfungen, die sowohl im Vorfeld der Entwicklung als auch bei laufenden Serien durchgeführt werden. Schlag- und Schocktests Bei Schaltgeräten, die in explosionsgefährdeten Bereichen zum Einsatz kommen, ist z. B. ein Schlagtest zu absolvieren, bei dem eine Prüfmasse aus gehärtetem Stahl aus definierter Höhe auf das Schaltgerät fällt. Diese Prüfung nach EN 60079-0 hat das gesamte Ex-Programm von Steute bestanden. Schlagprüfungen anderer Art sind bei Not-aus-Schaltgeräten wie z. B. Seilzug-Notschaltern erforderlich. Hier wird gemäß der Norm EN 60947-5-5 geprüft, ob der Not-aus- Schalter auch nach mehrfacher Betätigung mit hoher Kraft noch funktionsfähig ist. Wiederum andere Tests nach einer anderen Norm (IEC/ EN 60068-2-27) werden bei bestimmten Schaltgeräten wie etwa Sicherheitssensoren durchgeführt, die besonderen Anforderungen an die Schock- und Vibrationsfestigkeit genügen sollen. 100 l Strahlwasser pro Minute: Mit dieser Wassermenge werden Schaltgeräte beaufschlagt, die Schutzart IP66 erreichen. Nochmals extremer sind die Anforderungen an Schutzart IP69K: Hier wird das Schaltgerät einem 80 °C heißen Wasserstrahl mit 100 bar Druck ausgesetzt und beweist damit, dass es auch mit dem Hochdruckreiniger gesäubert werden kann. Das ist sowohl in Hygiene- Anwendungen z. B. der Lebensmittelproduktion als auch im Fahrzeugbau und in „Heavy-Duty“-Anwendungen von Förderanlagen gefragt. Das Schaltgeräte-Programm von Steute für Offshore-Anwendungen – dazu gehören u. a. die Positionsschalter der Baureihe ES 95 – muss darüber hinaus zyklische Salz- 24 VERFAHRENSTECHNIK 10/2015

nebelsprühtests durchlaufen. Ein weiterer Testaufbau sieht das vollständige Untertauchen in Wasser vor. Das sind nur einige Beispiele für die Prüfungen, denen die Schaltgeräte des Geschäftsbereichs „Extreme“ unterzogen werden. Selbstverständlich gelten nicht nur im Labor, sondern auch in der Fertigung „extreme“, d. h. besonders hohe Qualitätsmaßstäbe. Zum Beispiel hat Steute in eine neue Anlage investiert, die automatisiert oder teil automatisiert hochwirksame Gehäusedichtungen aufbringt. Auch die Beschichtungsanlage für die Metallgehäuse der robusten Positions- und Fußschalter erfüllt höchste Anforderungen an die Oberflächenqualität. Single- oder Twin-Shaft KoneSlid®-Mischer für besonders schnelle Chargenwechsel, insbesondere für die Dairy-Produktion Neue Baureihen Auf der Schüttgut wird Steute neue Baureihen von Schaltgeräten für Extrem-Anwendungen vorstellen, die nach den beschriebenen Kriterien entwickelt, geprüft und gefertigt werden. Zu den Neuheiten gehören z. B. die (Sicherheits-)Fußschalter der Serie GF(S)I. Sie sind mechanisch sehr robust und so wirksam abgedichtet, dass eine Beaufschlagung mit dem Hochdruckreiniger möglich ist. Außerdem hat die Baureihe die Salzsprühnebelprüfung nach DIN EN ISO 9227 (als Teil der Abnahme durch den Germanischen Lloyd) bestanden. Eine Ex-Variante für die Ex-Zonen 1 und 21 befindet sich in Vorbereitung, und eine Wireless-Ausführung ist ebenfalls vorgesehen. Weitere „typische“ Extrem-Schaltgeräte für die Schüttgut-Fördertechnik sind die Seilzug-Notschalter der Serie ZS 91. Wichtige Merkmale der Baureihe sind das Gehäuse aus extrem belastbarem Kunststoff, die Eignung für einen sehr großen Temperaturbereich und die lange Lebensdauer in stark verschmutzter und/oder korrosiver Umgebung. Die extrem robusten Schaltgeräte sind in unterschiedlichen Kontaktversionen lieferbar und bieten Komfort-Funktionen wie vorverdrahtete Anschlüsse und LED-Betriebszustandsanzeige. Optional werden sie mit integrierten Steckverbindern ausgerüstet, die einen direkten Anschluss an das sicherheitsgerichtete „Dupline-Safe“-Bussystem ermöglichen. Diese Seilzug-Notschalter kommen u. a. als Not-aus-Schalter an Abraum-Förderbändern hinter Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz. Die Seillänge kann bis zu 2 × 100 m betragen. Eine Variante der Baureihe ist der Bandschieflaufschalter ZS 91 SR, der Abweichungen vom Spurlauf eines Förderbandes überwacht. Halle 6, Stand R42 www.steute.de Test eines Seilzug-Notschalters, der häufig an Förderanlagen eingesetzt wird ideale Mischgüten und mikrofeine Desagglomeration kurze Zykluszeiten: mit KS II 1000 bis zu 19 m 3 /h Verwendbarkeit für variierende Füllgrade von 10 bis 100% Reinigung: bequem, sicher, ideal ergonomisch, nass oder trocken, manuell oder automatisch; auf Wunsch mit CleverCut® - Inspektionstüren nahezu restlose Entleerung in wenigen Sekunden, ohne Böschungskegel, ohne Entmischung Zur Verfahrenserprobung verfügt amixon® über Testmischer Dortmund, Deutschland 04.-05.11.2015 Halle 5 Stand J15 amixon ® GmbH 33106 Paderborn (Germany) · Halberstädter Straße 55 Tel.: +49 (0) 52 51 / 68 88 88-0 Fax: +49 (0) 52 51 / 68 88 88-999 info@amixon.de · www.amixon.de

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