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Verfahrenstechnik 1/2021

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Verfahrenstechnik 1/2021

AKTUELLES I INTERVIEW

AKTUELLES I INTERVIEW Das Herz der Prozessindustrie schlägt weiter Die Achema ist verschoben – trotzdem gibt es Impulse für die Branche Wie schön wäre es gewesen, sich im Juni in Frankfurt auf der Achema persönlich auszutauschen. Jetzt müssen wir uns gedulden bis zum 4. April 2022. Wie die Zeit bis dahin überbrückt werden kann, erfahren wir von Dr.-Ing. Thomas Scheuring (Bild links) und Dr. Björn Mathes, den beiden Geschäftsführern der Dechema Ausstellungs-GmbH. Herr Scheuring, wie geht es Ihnen nach diesem ungewöhnlichen Jahr 2020? Ich will nicht verschweigen, dass ich mir das zurückliegende Jahr – wie sicherlich wir alle – etwas anders vorgestellt hatte. Andererseits: Wenn man die Augen offen hält, ist dennoch viel Positives zu entdecken. Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt fallen mir ein. Ein gewaltiger Schub in Richtung Digitalisierung und großartige Fortschritte bei der Verwirklichung einer agilen Arbeitswelt sind weitere Punkte. Herr Mathes, wie hat sich die Corona-Krise bisher auf die Dechema ausgewirkt? Als wir im März 2020 die ersten Veranstaltungen verschoben bzw. abgesagt haben, waren wir zuversichtlich, dass wir bis zum Herbst mehr oder weniger zu einem „normaleren“ Zustand zurückkehren würden. Das hat sich leider nicht bewahrheitet. Umso froher sind wir im Rückblick, dass wir direkt im Frühjahr damit begonnen haben, digitale Möglichkeiten zu eruieren und ganz neue, angepasste Formate zu entwickeln. Manches hat von der Digitalisierung sogar profitiert, anderes vermissen wir aber natürlich schmerzlich – nicht alles, was ein persönliches Treffen und Gespräch ausmacht, lässt sich in den virtuellen Raum übertragen. Wie schwer war die Entscheidung, die Achema auf 2022 zu verschieben? Einfach war der Schritt natürlich nicht, aber die eigentliche Entscheidung fiel im November dann doch sehr schnell und eindeutig. Ausschlaggebend war das Treffen des Achema-Ausschusses, der unsere Aussteller vertritt. Wir waren uns alle einig: Unter den aktuellen Voraussetzungen wird eine Achema im Juni 2021 nicht den Anspruch erfüllen können, den unsere Kunden, die Besucher und wir selbst an sie haben. Angesichts des Planungshorizonts und der notwendigen Investitionen auch für die Aussteller wollten wir die Entscheidung auch nicht hinauszögern, sondern allen Planungssicherheit geben. Wie füllen Sie die Lücke für Aussteller und Besucher? Die Achema Pulse am 15. und 16. Juni 2021 wird ein ganz neues, sehr interaktives und vielfältiges Format sein, das die aktuellen Trends unserer Branchen auf zwei Tage konzentriert – mit hochkarätigen Sprechern, neuen Möglichkeiten der digitalen Begegnung und der Chance, als Aussteller eigene Impulse zu setzen. Damit ist die Achema Pulse als eigenes Event ein echter Höhepunkt des Jahres und bietet den Branchen gleichzeitig Impulse, die wir auf der Achema im April 2022 wieder aufgreifen können. Welche Bedeutung werden Messen nach der Corona-Krise haben? Ich glaube, wir haben in den letzten Monaten festgestellt, was digital alles möglich ist – was aber auch nicht. Die Atmosphäre einer Weltleitmesse wie der Achema, das multisensorische Erlebnis, die Technik zum Anfassen und das vertrauensvolle Gespräch, das die Grundlage für tragfähige Geschäftsbeziehungen ist – das alles lässt sich digital nicht abbilden. Deshalb ist die Achema Pulse bewusst keine „virtuelle Messe“, sondern ein eigenständiges Format. Wir waren schon vor der Pandemie überzeugt, dass die digitale Welt und die Messe-Welt sich hervorragend ergänzen können. Die Zukunft liegt eindeutig im „Sowohl als auch“. Wie dürfen wir uns eine Großveranstaltung wie die Achema im April 2022 vorstellen? Genauso vielfältig, fundiert und inspirierend, wie Sie es von der Achema gewohnt sind. Wir haben sehr tragfähige Hygienekonzepte, die flexibel genug sind, um sie nahezu beliebig an die dann geltenden Rahmenbedingungen anzupassen. Wir spüren, wie viele unserer Kunden und Aussteller der nächsten Messe förmlich entgegenfiebern. Zusätzlich zu den Angeboten vor Ort wird es auch digitale Angebote geben, um das Beste aus beiden Welten zu verknüpfen. So gehen wir davon aus, dass die Achema 2022 ein Technik-Fest für alle Sinne wird und das Herz der Prozessindustrie dann wieder für eine Woche in Frankfurt schlägt. Fotos: Dechema, bluebay2014/stock.adobe.com www.achema.de 6 VERFAHRENSTECHNIK 01-02/2021 www.verfahrenstechnik.de

AKTUELLES Zeppelin übernimmt MTI Mischtechnik Zum Jahreswechsel hat Zeppelin Systems die inhabergeführte MTI Mischtechnik übernommen. Neben dem Portfolio soll das Knowhow der MTI-Mitarbeiter für Zeppelin eine große Rolle spielen. Daher führt das ehemalige MTI-Team am Standort Detmold die Geschäfte von MTI unter neuer Leitung fort. Dazu Rochus Hofmann, Geschäftsführer von Zeppelin Systems: „MTI hat großartige Produkte und ein hervorragendes Servicekonzept, das uns und unseren Kunden zugutekommt.“ www.zeppelin-systems.com Watson-Marlow vertreibt Bredel-Hochdruckschlauchpumpen Ab sofort übernimmt die Watson-Marlow GmbH mit Sitz in Rommerskirchen Vertrieb, Service und Support zu den Bredel-Hochdruckschlauchpumpen, Schlauchelementen, Zubehör und Ersatzteilen in Deutschland. Hans-Peter Jacob, Geschäftsführer der Watson-Marlow GmbH kommentiert: „Durch den Start des direkten Vertriebs der Bredel-Produkte können wir unseren Kunden in Deutschland nun ein noch umfassenderes End-to- End-Lösungsspektrum für praktisch alle Bedürfnisse rund um die Verarbeitung von Flüssigkeiten anbieten. Vor allem die Kunden, die abrasive Medien verarbeiten, profitieren von der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Bredel-Pumpen. Außerdem stärken wir durch das Bredel Sortiment unsere Position als Marktführer für Schlauchpumpen in Deutschland.“ www.wmftg.de Denios investiert in langfristigen Erfolg Zu Beginn des Jahres fand bei der Denios AG in Bad Oeynhausen der erste Spatenstich zum Hallenneubau an der Südspitze des Unternehmenshauptsitzes an der Dehmer Straße statt. Da die bisherige Produktionsfläche von rund 13 000 Quadratmetern nicht mehr ausreicht, wird die Fertigung um eine neue 4 200 Quadratmeter große Montage- und Lagerhalle erweitert. Der Neubau soll auch einen weiteren Schub für die Digitalisierungsstrategie bedeuten. „Gerade in der aktuellen Krise hat sich gezeigt, wie wichtig innovative Produkte sind. Deren Bedeutung wird zukünftig noch wachsen, und so investieren wir mit unserer neuen Halle in den weiteren, langfristigen Erfolg des Unternehmens“, betont Firmengründer und Vorstandsvorsitzender Helmut Dennig. www.denios.de Joachim Dittrich ist CEO bei Fette Compacting Die LMT Group hat Joachim Dittrich zum 1. Januar 2021 zum Chief Executive Officer (CEO) von Fette Compacting und zum Mitglied der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe berufen. Die Tablettenpressen und Kapselfüllanlagen von Fette Compacting sind weltweit in der pharmazeutischen Industrie und bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln im Einsatz. „Sichere Versorgung mit Medikamenten, zunehmende Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind Herausforderungen und Chancen für ein mittelständisches Unternehmen wie Fette Compacting“, erklärt Dittrich. „Ich freue mich darauf, mit dem erfahrenen und engagierten Team bei Fette Compacting erfolgreich zusammenzuarbeiten.“ www.fette-compacting.com Temperatur Profil Systeme + Optische Kontroll Systeme ... weil Erfahrung zählt ! PhoenixTM GmbH www.phoenixtm.de info@phoenixtm.de Tel:+49 5731 300280

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