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Verfahrenstechnik 1-2/2017

Verfahrenstechnik 1-2/2017

Der PCK-Stillstand in

Der PCK-Stillstand in Zahlen Anlagenstillstand: 04.04.–30.04.2016 Kosten des Tüv-Stillstands insgesamt: 129 Mio. € Geleistete Arbeitsstunden insgesamt: 750 000 Eingesetzte Kräne: 85 Geprüfte Druckbehälter: 682 Überprüfte Wärmetauscher: 380 Beeindruckendes Projekt Vier Revamps im Raffinerie-Stillstand erfolgreich abgeschlossen Ein Spezialist für Revamps von Verfahrensanlagen stellte im April 2016 beim Tüv-Stillstand in der PCK Raffinerie GmbH Schwedt sein Können unter Beweis. Das Ziel des PCK-Stillstands bestand in der Erhöhung der Zuverlässigkeit und Sicherheit der Anlagen und einer weiteren Verbesserung der Anlagenleistung, wie z. B. Erhöhung der Flexibilität im FCC, Erhöhung der Energieeffizienz sowie einer tieferen Erdölverarbeitung und damit besseren Nutzung des wertvollen Rohstoffs. Insgesamt standen 19 Anlagen auf dem Prüfstand. Schätzungsweise 2500 Monteure, Ingenieure und Mitarbeiter der Raffinerie waren in der Stillstandsphase für vier Wochen in die Arbeiten eingebunden. Die EDL Anlagenbau GmbH aus Leipzig wickelte dabei als langjähriger Engineering- Partner von PCK gleich vier Projekte parallel ab. Zeitgleich wurden durch EDL und ihre Muttergesellschaft Pörner aus Wien noch weitere drei große Modernisierungsprojekte bei der OMV während des Stillstands der Raffinerie Schwechat realisiert: der Austausch eines Entschwefelungsreaktors sowie Umbauten in der Rohöldestillationsanlage RD4 und der DEA2-Anlage. Anspruchsvolle Planung Im Frühjahr 2015 wurde die EDL von der PCK Raffinerie GmbH mit technologisch anspruchsvollen Revamp-Planungen betraut. Die Arbeiten umfassten den Austausch einer Vakuumkolonne in der Rohöl-1-Anlage (zum Leistungsumfang gehörten das Basic und Detail Engineering, Beschaffungsleistungen sowie die Bau- und Montageüberwachung) und den Austausch des Regenerators in der FCC-Anlage, für den EDL Detail Engineering, Beschaffungsleistungen sowie Bau- und Montageüberwachung übernahm. Das Arbeitspaket der EDL für den Komplexstillstand 2016 wurde durch zwei weitere Projekte ergänzt. In der Rohöl-1-Anlage waren dies der Austausch einer Stripperkolonne sowie das LCO-Recovery-Projekt in der FCC-Anlage. Besonders das Regeneratoraustauschprojekt innerhalb der FCC-Anlage war eine logistische Herausforderung. Auf den Anlagenstraßen der Raffinerie waren viele Rohrbrückenkreuzungen zu queren, die für den Transport der überdimensionalen Regeneratorteile (16 m Länge mit bis zu 9,5 m Durchmesser) zu niedrig waren. Um ein aufwändiges Überheben zu vermeiden, wurden zwei Rohrtrassen kurzerhand überbaut. Nach zwei Monaten Bauzeit und dem Verbauen von 100 m³ Beton und 1400 m³ Schottergemisch wurden die vier Regeneratorteile mit Einzelgewichten bis zu 270 t über die temporären Überfahrbrücken gefahren. Die Höhe der Überfahrt betrug 2,2 m und war ein beeindruckendes Bauwerk, das im Anschluss wieder zurückgebaut wurde. Die komplette Regeneratorsektion wurde, aufgeteilt in fünf Schwerhübe, innerhalb von acht Tagen demontiert und auch die komplette Peripherie zurückgebaut. Dazu wurden u. a. die zertrennten Regeneratorober- und -unterteile ausgehoben, auf provisorischen Fundamenten abgesetzt, der vorhandene Stahlbetontisch geschnitten, in zwei Teilen ausgehoben und abtransportiert. Beeindruckend sind die Gewichte, die zu bewegen waren: Oberteil 219 t, Unterteil 230 t, Stahlbetontisch 2-teilig 225 t und 207 t. Die Remontage der neuen Regeneratorsektion erfolgte in vier Teilen. Um den ehrgeizigen Terminplan umzusetzen, wurde der als Modul vormontierte Regeneratortisch (16,5 × 11,5 × 9,2 m; Gewicht 168 t) inklusive einer bereits zu 80 % fertiggestellten Rohrleitungsmontage von dem 1800 t Hauptkran in die Anlage eingehoben. Im Anschluss wurden die neuen Regeneratormontageteile (Unterteil 290 t, Oberteil 370 t) eingehoben und die Peripherie komplettiert. Erfolgreiche Abwicklung Der Stillstand entpuppte sich allein bei Betrachtung der durch EDL durchgeführten Aktivitäten als wirklich beeindruckendes Projekt, denn es wurden Ausrüstungen mit einem Gesamtgewicht von 700 t demontiert und rund 1000 t neu montiert, ca. 500 t Stahl verbaut, 2300 t Beton und 1900 m³ Recyclingmaterial für die Kranstandfläche verarbeitet. EDL, Auftraggeber PCK und die Nachauftragnehmer sind zurecht stolz darauf, die vier Revamp-Projekte qualitäts-, termin- und budgetgerecht sowie ohne Unfälle abgewickelt zu haben. www.edl.poerner.de 38 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/2017

BETRIEBSTECHNIK Kugellager-Systemlösung spart über 60 Prozent Gewicht Für Umlenk- und Transportrollen hat Igus eine Systemlösung bestehend aus Rohr und Polymerkugellagern entwickelt, die jetzt auch in leichter und FDA-konformer Ausführung ab Lager erhältlich ist. Die Rollen für Einsätze in der Etikettier-, Verpackungs- und Lebensmittelindustrie bestehen aus einem blauen PVC-Rohr mit zwei Flanschkugellagern an den Enden aus verschleißfestem Xirodur B180 mit Edelstahlkugeln. Unter der Marke Xiros wurden wartungs- und vor allem schmiermittelfreie Polymerkugellager entwickelt. Alle verwendeten Komponenten dieser neuen Umlenkrollen besitzen die FDA-Konformität. Diese Systemlösungen werden in zwei Baugrößen mit Außendurchmesser von 50 beziehungsweise 63 mm angeboten. Die sehr leichten Rollen sind in Wunschlängen zwischen 100 und 1000 mm ab Lager verfügbar. www.igus.de Behälter aus rostfreiem Edelstahl In allen Prozessphasen spielen Behälter aus Edelstahl rostfrei, die das international geschützte Markenzeichen für sachgerechte Materialauswahl und Verarbeitung tragen, eine zentrale Rolle für Produktqualität und Anlagenverfügbarkeit. Aus gutem Grund gelten sie deshalb als obligatorisch für ebenso sichere wie wirtschaftliche und nachhaltige Produktionsprozesse. Ob für Lagerung, Produktion oder Transport: Sensible Produkte und Verfahren in der Prozessindustrie erfordern hochwertige Werkstoffe und Verarbeitung, um die notwendige Sicherheit für Prozesse und Umwelt zu gewährleisten. Behälter aus Edelstahl rostfrei mit Qualitätssiegel sind deshalb in der Chemie-, Grundstoff-, Kosmetik-, Lebensmittel- oder Pharmaindustrie allgegenwärtig und dennoch so unterschiedlich wie das Spektrum der Anwendungen. Maßgeschneidert aus schweißbaren Edelstählen erfüllen sie die hohen Vorgaben branchenspezifischer Normen und halten dabei selbst extremen Belastungen dauerhaft stand. Vakuumtechnik handhabt Kunststoffe zuverlässig Schmalz stellt leistungsstarke Vakuumtechnik für die schnelle und zuverlässige Handhabung von Kunststoff-Elementen unterschiedlicher Beschaffenheit her. In der manuellen Handhabung steigen die Anforderungen an ergonomische und zugleich flexible Lösungen. Der Hersteller zeigt unter anderem den Vakuum- Schlauchheber Jumboflex 35. Mit ihm lassen sich kleinere Güter mit einem Gewicht bis 35 kg schnell umschlagen. Zu den Exponaten gehört auch der Vakuum-Schlauchheber Jumbosprint 65. Er spielt eine Gewichtsklasse höher und eignet sich für Lasten bis 65 kg. Mit ihm können Anwender beispielsweise schwere Granulatsäcke kosteneffizient und gesundheitsschonend handhaben. Der Jumboergo 85 ist mit einem Bedienbügel mit speziell geformtem Griff für ermüdungsfreies Arbeiten ausgestattet. Dieser ermöglicht ein besonders feinfühliges und zielgenaues Bewegen von schweren Lasten bis 85 kg. Anwender können die Länge des Bügels frei wählen und erreichen dadurch immer einen sicheren Abstand zur Last. www.schmalz.com Wir saugen alles ... www.wzv-rostfrei.de DAkkS-zertifizierte Flüssigkeitsbäder Der Messtechnikspezialist Ludwig Schneider hat seine Akkreditierung nach DIN EN ISO/ IEC 17025 für sein Kalibrierlabor erneuert und unter anderem um eine DAkkS-Zertifizierung für Kalibrierund Präzisionsbäder erweitert. Damit kann das Labor nun auch die Qualität von Flüssigkeitsbädern hinsichtlich Temperaturkonstanz, Toleranzbereich und Homogenität per DAkkS-Kalibrierschein nachweisen. Daneben unterstützt das Unternehmen nach wie vor Kunden bei der Optimierung des Messaufbaus, bei der herstellerunabhängigen Auswahl von Mess- und Prüfmitteln und bietet Schulungen in verschieden Bereichen an. www.ludwig-schneider.de … wirklich alles RUWAC Industriesauger GmbH Westhoyeler Str.25 49328 Melle-Riemsloh Telefon: 0 52 26 - 98 30-0 Telefax: 0 52 26 - 98 30-44 Web: www.ruwac.de E-Mail: ruwac@ruwac.de VERFAHRENSTECHNIK 1-2/2017 39 Ruwac.indd 1 06.05.2014 16:34:40

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